Flachdach und ein gemeinsamer Wasserabfluss mit dem Nachbarn. Darf er fordern, das ich einen auf meiner Hälfte Nachrüste?

3 Antworten

das ist natürlich jetzt sehr ärgerlich. grundsätzlich ist jeder grundstücksbesitzer für die entwässerung seines grundstücks verantwortlich. euer nachbar muss es also nicht tolerieren, dass euer wasser auf sein grundstück fließt. würde ich auch nicht, denn abwassergebühren sind nicht gerade etwas zum schnäppchenpreis.

es kann sogar notwendig sein, dass ihr wegen der veränderung der bisherigen grundstücksentwässerungsanlage nun erstmal eine genehmigung braucht (entwässerungsantrag). das ist dann mit weiteren kosten verbunden und dauert auch etwas. hier kann vielleicht die gemeinde auch weiterhelfen, eine lösung zu finden? der vorschlag, die kosten bei eurem nachbarn zu übernehmen, finde ich sehr gut. müsste der nachbar natürlich einverstanden sein. vielleicht nochmal das gespräch suchen

denn abwassergebühren sind nicht gerade etwas zum schnäppchenpreis.

Da hängt ja nu kein Zähler dran. Was n Käse.

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Es wurde an dem Dach nichts geändert, ausser das neue Bahnen da drauf verschweißt worden sind. Die Funktion ist immer noch in ihrem Ursprungszustand von 1964, wo das Dach quasi als Gemeinschaftsfläche geplant und gebaut worden ist.

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Nein er kann das nicht fordern. Die Leitungen sind ja zuvor so verlegt worden und er hat die Immobilie so gekauft. Das ganze ist so abgenommen worden und hat Bestandsschutz. Eine Änderung wäre auch nicht zumutbar. Das Gefälle des Daches läuft ja in Richtung des Abflusses.

Ich würde abwarten, was er macht, wenn Ihr dem nicht nachkommt.

Argumentieren würde ich, warum er die Forderung nicht vor der Sanierung des Daches gestellt hat. Dann hätte man das evt. verwirklichen können.

Dokumentiere den bestehenden Abfluss mal mit Fotos zur Sicherheit.

Du wirst einsehen müssen, dass die Forderungen deines Nachbarn grundsätzlich berechtigt sind. Das bedeutet, du muss für deinen Teil nachrüsten. Wie das technisch machbar ist, wird hier niemand per Ferndiagnose sagen können. Es gibt aber Ingenieurbüros für Entwässerung, da könntest du dich beraten lassen. Mit Sicherheit wird es verschiedene technische Lösungen mit unterschiedlichen Kosten geben.

Entscheidend ist, was die Gemeindesatzung zur Grundstücksentwässerung vorschreibt, ob nach Fläche abgerechnet wird oder ob es die Möglichkeit zur Ableitung und Versickerung auf dem eigenen Grundstück gibt. Dazu braucht man eine wasserrechtliche Erlaubnis( ca.200€) Dann kann man eine Rigole einbauen und dortselbst ableiten. Das kann man auch gemeinsam mit dem Nachbarn tun

Die Forderung ist nicht berechtigt, das Gebäude und die Entwässerung hat Bestandsschutz. Es findet ja auch keine Beeinträchtigung statt.

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