Firmenwagen bei 100% Zuzahlung?

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2 Antworten


Bei meinem Arbeitgeber wird der ganze Betrag vom Netto abgezogen, sprich 280€.

Das widerspricht der Üblichkeit, diesen 1 %-Wert dem Bruttolohn zuzurechnen.

Nach meiner Rechnung ergibt sich bei der Km-Komponente ein Bruttowert von € 150/Monat. (Hast Du bei den 20 km auch wirklich die kürzeste Strecke gewählt?)

Ich würde also brutto mit € 430/Monat in die Berechnung reingehen.

Die Steuereinsparung aus der üblichen Entfernungspauschale von € 0,30/km mußt Du bei einer Nettoberechnung auch noch berücksichtigen (sofern Du mit Deinen sonstigen Werbungskosten bereits die ersten € 1.000 ausgeschöpft hast).

Im übrigen sparst Du einen Betrag X für Fahrzeugkosten bei Deinen üblichen Privatfahrten, verlierst aber möglicherweise einen hohen Schadensfreiheitsrabatt bei der Kfz-Versicherung, wenn Du zunächst Dein Privatfahrzeug aufgibst und später - ohne Dienstwagen - wieder zurück zum eigenen Fahrzeug gehst.

Mehr zur Dienstwagenbesteuerung unter

https://www.smartsteuer.de/online/lexikon/f/firmenwagenueberlassung-an-arbeitnehmer-lexikon-des-steuerrechts/

machen wir doch ein praktisches Beispiel.

Gehalt 3.000,- St.-KL. 1 Netto 1921,88 Euro.

Mit Auto 280,- + 150,- Arbeitsweg = 430,-, also brutto 3.450,- Netto 2.151,17 Euro. Minus 430,- = Auszahlung 1.721,17.

Somit Cash auf dem Konto 200,71 Euro weniger.

Für diese 200,- Euro weniger hast Du ein Auto, keine Unterhaltskosten, keine Reparaturen, kein Wertverlust.

Wenn die Alternative eine Gehaltserhöhung von 430,- Euro wäre, so hättest Du 230,- Euro mehr als bisher und 430,- mehr netto als mit Auto.

Nun überlege, ob Du für das Geld ein Auto kaufen könntest, unterhalten, den Wertverlust tragen.

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