Firmenschließung-automatische Kündiung bestehender Versicherungen?

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5 Antworten

Das ist sehr unterschiedlich gelagert; du solltest deine Frage mal präzisieren! Kündigungsfristen sind regelmässig nicht zu wahren, da es sich um einen Risikofortfall handelt.

Für SACH würde ich die Policen erst aufheben lassen, wenn kein Risiko mehr vorhanden ist. (Räumung beendet, Immobilie veräußert u.ä.)

Für HAFTPFLICHT könnte eine mehrjährige Nachhaftungsvereinbarung sinnvoll sein.

KFZ entfällt mit der Abmeldung.

RECHTSSCHUTZ sollte beraten werden.

Personenbezogene Policen wie Altersvorsorge aber auch D&O sind ganz eigenständig zu behandeln; ggf. zu übertragen.

eine Firma, also eine Kapitalgesellschaft, kann nicht so einfach geschlossen werden zu eine Termin oder gar abgemeldet. Dazu gibt es einen klaren Prozess, die Liquidation, die Jahre dauern kann und dazu gibt es einen Liquidator, der sich um genau diese Dinge kümmert. Wenn dieser Liquidator es denn versäumen sollte, Versicherungen zu kündigen, stelle ich hier die Haftungsfrage, sofern die Versicherung nicht automatisch erlischt.

Das nennt man "Wegfall des vesicherten Interesses". (§ 80 VVG)

Fällt das versicherte Interesse nach dem Beginn der Versicherung weg, steht dem Versicherer die Prämie zu, die er hätte beanspruchen können, wenn die Versicherung nur bis zu dem Zeitpunkt beantragt worden wäre, zu dem der Versicherer vom Wegfall des Interesses Kenntnis erlangt hat. *

Das betrifft die Sachversicherungen. Also wohl etwas spät dran.

Der Versicherungsnehmer ist also eine juristische Person, die aus dem Handelsregister gelöscht wird ???

Natürlich muss man das der Versicherung mitteilen, heute am 4.1.2014 ist das eigentlich schon zu spät !!! Das hätte schon vor Wochen erfolgen müssen !!!

Kündigungsfristen sind dazu da eingehalten zu werden.

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