Firma zahlt Trinkgeld als Arbeitsentgeld, zwingt sozusagen für nix zu arbeiten.

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4 Antworten

Ich glaube, dass sind mehr als ein Problem.

Wieso bekommt sie nur 60,- Euro für 120 Stunden Arbeit? Wieso beommt sie als Putzfrau Trinkgelder?

Bei dem Trinkgeld wäre zu klären, ob es eine Regelung gibt, das die Trinkgelder im Unternehmen ausgeglichen werden. Das gibt es in einigen Unternehmen, damit nicht ein Teil der Leute von speziellen Arbeitszeiten profitieren, oder weil an der Lesitungserstellung mehr beteiligt sind, als nur die, die dem Kunden gegenübertreten.

DEr Einzige Beruf in dem man aus dem Trinkgeld bezahlt wird, ist meines Wissens Croupier.

Ab zum Arbeitsamt und die Geschichte mal erzählen. Die freuen sich sicherlich über diese Information. Ich bin mir sicher, dass in diesen Laden neben der Bezahlung noch viel mehr nicht stimmt.

Und ein Vertrag mit 60 EUR und den Stunden im Monat ist sowieso nicht gültig. Auch wenn es sicherlich keinen Mindeslohn gibt.

Und wieso ist sie auf das Geld angewisen. Selbst wenn sie rausgeschmissen wird, hat sie doch noch einen Anspruch auf Harz IV oder? Den hätte sie bei diesem Verdienst ja jetzt schon.

Welchen Vertrag hat die Frau mit dem Unternehmen? Gibt es einen schriftlichen Arbeitsvertrag? Wenn nicht, besteht trotzdem ein Arbeitsverhältnis, u. U. sogar zu Tarifbedingungen.

Sie kann den entgangenen Lohn einklagen vor dem Arbeitsgericht, da wird zu prüfen sein ob Trinkgelder Entgeld im Sinne von Lohn sind.

Da es offensichtlich keine schriftliche Gehaltsabrechnung gibt, sind ihre Chancen gut.

Weiterhin ist zu prüfen, ob der Arbeitgeber gegen das Entsendegesetzt verstossen hat, und den Mindestlohn (nach)zahlen muss. Den gibt es in dieser Branche.

Zusätzlich ist eine Strafanzeige wegen Schwarzarbeit eigentlich fällig. Das sollte ab er nicht die Frau selbst, sondern ein Dritter machen, zum Beispiel eine Gewerkschaft. Hier die Bau Gewerkschaft.

Die Trinkgelder darf sie natürlich behalten.

Damit etwas ins Rollen käme, wäre ggf. auch eine Lohnsteuer-Außenprüfung durch das Finanzamt ratsam.

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