Firma will Rechnung für geleistete Arbeiten nicht zahlen, droht mit Schadensersatzklage

3 Antworten

Bei diesen Summen ist ohnehin das Landgericht zuständig und da gibt es Anwaltszwang. Ich würde an Eurer Stelle umgehend einen Anwalt mit der Bearbeitung der Sache beauftragen.

Hier kann man zum Fall selber natürlich wenig sagen. Da müßten schon sämtliche Vertragsunterlagen vorliegen. Sagen kann ich aber etwas zu Stragegie Eures Kunden: Es gibt Leute, die von vornherin die Absicht haben sich der Begleichung von Rechnungen durch Aufbau angeblicher Gegenforderungen zu entziehen. Es handelt sich dabei um Verhalten das durchaus bis in den strafrechtlich relevanten Bereich (Betrug) hinein reichen kann. Da hilft nur sofortige rechtliche Gegenwehr. Macht ja nicht den Fehler, Euch an so einer Sache selber zu versuchen. Eine rechtlich saubere und gerichtsfeste Abwicklung ist jetzt nur noch durch Anwalt möglich. Auf keinen Fall dürft Ihr der frechen Aufforderung zum Storno von Rechnungen nachkommen, denn damit verzichtet Ihr auf Eure Rechte.

Ist denn ein Fix-Termin vereinbart worden? oder nur eine voraussichtliche Fertigstellung zugesagt worden. Liegen Mängel vor? Ist eine Abnahme erfolgt?

Hallo hildefeuer, es wurde kein fixtermin vereinbart, mängel liegen nicht vor, das Fahrzeug wurde übergeben und abgenommen

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In Ergänzung zu Privatiers Antwort:

Etwaig entgangener Umsatz ist noch lange kein Schaden! Aber das wird dem Auftraggeber dann schon sein Anwalt verklickern, nachdem er diesem seinen Vorschuß bezahlt hat ...

Geht sofort und mit allen Unterlagen zu einem auf Wirtschaftsrecht spezialisierten Anwalt. Ggf. solltet Ihr auch direkt Strafanzeige wegen Betruges und Nötigung gegen den Auftraggeber, respektiven den Geschäftsführer des Unternehmens erstatten. Das erhöht den Druck auf euren "falschspielenden" Auftraggeber ungemein ...

Storniert auf keinen Fall die bestehenden Rechnungen! Sichert Zeugenaussagen (z. B. von Euren Monteuren) schriftlich und an Eides statt. Fotos sind sehr hilfreich. Konstruktionszeichnungen (auch Fresszettel), womöglich noch von der Gegenseite gegengezeichnet - alles sehr hilfreich. Ihr musstet bestimmt auch Material für die Arbeiten kaufen. Rechnungen von Lieferanten vorhanden? Vielleicht gibt es auch noch eine explizit für diesen Umbau stattgefundene Lieferantenbesprechung, die dokumentiert wurde ...

Last but not least: Erzählt jedem den es interessieren könnte von Eurem Ärger mit dem Auftraggeber - natürlich hinter vorgehaltener Hand und unter dem Siegel der Verwiegenheit. Wenn keiner mehr für den Auftraggeber arbeiten möchte hat der recht schnell ein Problem an der Backe.

Prüft die Bonität Eures Auftraggebers! Das geht auf dem kleinen Dienstweg über Eure eigene Bank. Ansonsten über eine entsprechende Auskunftei.

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