Finanzieller Einstieg nach 10 Jahren Pause, wegen Rente?

4 Antworten

Das ist eine der Fragen die man nicht abstrakt und pauschal beantworten kann. Da müßte man sich den Bewerber anschauen und das, was er zu bieten hat. Innerhalb von 10 Jahren ist mit Sicherheit auch im Bankbereich eine Menge passiert. Da werden dem Bewerber viele Fragen gestellt werden. Wer mit seinem Wissensstand beim Ausstiegstag stehen geblieben ist, wird es schwer haben. Und das mit der Krankheit ist noch ein besonderes Thema: Wer 10 Jahre lang wegen Krankheit berufs- oder vielleicht sogar erwerbsunfähig war, wird eine gravierende Erkrankung gehabt haben. Da wird zwangsläufig die Rückfallwahrscheinlichkeit zur Sprache kommen.

Der Bankbereich ist nach meiner Kenntnis ohnehin ein Sektor in dem Personal nicht eingestellt, sondern abgebaut wird, nicht zuletzt wegen der Konkurrenz der Internetbanken. Eine entfernte Verwandte von mir ist in der vormaligen Dresdner Bank, heute Commerzbank, beschäftigt. Die bekam schon mit Mitte 40 die ersten Angebote, in den Ruhestand zu wechseln. Als sie die ausgeschlagen hat, wurde sie quasi auf Tournee durch die Filialen geschickt, z.T. 70km entfernt von ihrem Wohnort. Ich nehme an, das ist kein Einzelfall. Angesichts solcher Dinge sehe ich eher schwarz für einen Wiedereinstieg.

Ein Wiedereinstieg in die Bank ist aus heutiger Sicht unmöglich. Es fehlt das aktuelle Wissen und zudem wäre die Belastung und die Anforderungen zu hoch. Banken sind keine Arbeitgeber mehr, sondern Sklaventreiber. Was könnte sonst in Frage kommen?

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@althaus

Das ist eben die Frage nach dem Kenntnisstand. Es gibt im Bereich Vermögensverwaltung möglicherweise Chancen, eventuell auch freiberuflich mit eigener Firma.

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@Privatier59

Für die Vermögensberatung braucht man Kunden. Der Markt ist übersät mit Beratern in jeder Qualität. Die Kundengewinnung wird sich als sehr schwierig erweisen. Der Markt ist bereits verteilt und an qualitativ gute und solvente (reiche) Kunden zu kommen muss man schon im Markt bekannt sein und auf Empfehlung hoffen. Ich sehe da keine Chance.

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Wie belastbar ist der Bekannte denn noch sowohl physisch als auch psychisch? Aus welchen Gründen war er so lange erwerbsunfähig? Wenn es schwer vorstellbar ist in der Finanzbranche wieder Fuß zu fassen, dann wäre auszuloten sich umschulen zu lassen um sich für einen Neustart vorzubereiten. Zeitarbeitsvermittlung wäre für mich eine der letzten Optionen, vorher könnte man sich lieber persönlich und direkt bewerben und/oder zum Arbeitsamt gehen.

Solange kein Arbeitsversuch gestartet wird ist die Belastung unbekannt. Dafür muss erst einmal eine passende Arbeitsstelle gefunden werden. In den letzten 10 Jahren konnte wegen Arbeitsunfähigkeit keine Stelle gesucht und angetreten werden.

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Der Wiedereinstieg in einer Bank wird schwierig, es sei denn, man hat wirklich Spezialwissen oder -fähigkeiten.

Der Weg in eine Selbständigkeit kann jedoch interessanter sein, denn es besteht sicher ein Bedarf an qualifizierten Anlageberatern... bis hin zu einer Schulungstätigkeit für die Erwachsenenbildung.

Noch eine Idee: viele Headhunter-Firmen stellen Insider mit entsprechenden Kontakten ein, um Positionen für ihre Kunden besetzt zu bekommen. Auch hier gibt es Möglichkeiten.

Wo nun bei dem Kandidaten Skills, Erfahrungen und Expertisen genau liegen und welcher Typ von Mensch das ist, vermag man nicht wirklich zu sagen.

ich meine, Headhunter engagieren sich doch nur ab einer gewissen Gehaltsgröße, also eher im AT Bereich, oder? Das war zwar die Ausgangsposition, aber das gleiche oder ein ähnliches Gehalt zu bekommen meine ich ist sehr unrealistisch.

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@althaus

Bei den spärlichen Informationen, die Du hier gibst, kann man ja nur wild vermuten.

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@althaus

Und ich meinte damit nicht, der Bekannte sollte sich von Headhuntern finden lassen, sondern er könne einer werden :-)

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