Finanzielle Situation

...komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Deine Frage muss man erstmal etwas strukturieren, denn es haben Deine Einkünfte vor Beginn des Studiums nichts mit dem Bafög zu tun. 

Bis zum Beginn des Studiums kannst Du machen was Du willst. Wenn Deine Ausbildung abgeschlossen ist, wirst Du arbeiten, normal verdienen und Dein Gehalt unterliegt dem Abzug von Lohnsteuer und Sozialbeiträgen.

Kindergeld bekommst Du nur, wenn Du ein Kind hast. Wenn Du in Ausbildung bist, also bis zum Ende der Lehre und ab Beginn des Studiums bekommen Deine Eltern Kindergeld für Dich. Das können sie natürlich an Dich weiterleiten. Einkommensgrenzen gibt es da nicht. 

Mit Beginn des Studiums kannst Du dann Bafög beantragen. Du brauchst die studentische Krankenversicherung, kostet wohl 78,- Euro.

Einen Minijob kannst Du neben dem Bafög haben. Wichtig ist, dass Du in den Semestern nicht mehr als 20 Stunden die Woche arbeitest, sonst verlierst Du den Studentenstatus.

In den Semesterferien kannst Du voll arbeiten. Es fällt nur Rentenversicherungsbeitrag an und ggf. Steuern, aber das kannst Du Dir über die Einkommensteuererklärung zurück holen, denn bis zu Brutto 11.400,- zahlst Du aufs Jahr gerechnet keinen Cent Steuern und wenn Du mehr verdienst, beginnt es mit 14 % Steuern.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Sylvi92 23.04.2015, 09:54

Wow, danke für deine hilfreiche Antwort.

Dann wäre es ja sinnvoll für mich noch ein bisschen zu sparen.

Eine Frage hätte ich noch: Wenn ich nebenbei schon 20 Std/Woche arbeite.. Darf ich dann trotzdem in den Semesterferien noch vollzeit arbeiten? Bafög sieht ja eine Nebenverdienstgrenze von 4800€ vor

0
ellaluise 23.04.2015, 11:00
@Sylvi92

Anmerkung zur Krankenversicherung, ich meine das evtl. vorläufig noch die Familienversicherung (wieder) greifen würde.

0
wfwbinder 23.04.2015, 11:10
@ellaluise

Das kann sein, aber ich bin kein KV Spezialist. Nur wenn Du über 450,- Minijobgrenze, oder in einem "nicht Minijob" über 405,- verdienst, bist Du da raus.

0
wfwbinder 23.04.2015, 13:18
@Sylvi92

Wenn ich nebenbei schon 20 Std/Woche arbeite.. Darf ich dann trotzdem in den Semesterferien noch vollzeit arbeiten? Bafög sieht ja eine Nebenverdienstgrenze von 4800€ vor

Das musst Du überlegen. Wieviel ist Bafög, wieviel kannst Du dazu verdienen und das dann abwägen.

0

Hallo Sylvi92, 

Bis zu Beginn des Studium kannst Du soviel verdienen wie Du willst. Ab Beginn des Studium gibt es wegen des Bafög und des Studentenstatus Grenzen die Dir ja auch bekannt sind. Für das Kindergeld (das eigene von en Eltern überwiesen) gibt es in dem Fall keine Einschränkungen. Für die Krankenversicherung: Wenn Du nicht mehr über die Eltern Familienversichert bist, ab Studium in der studentischen Krankenversicherung. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

"Im Grunde frage ich mich gerade, ob sich das lohnen würde, wenn ich so einen Weg einschlage, oder ob ich dadurch soviele Steuern zahlen müsste bzw. zuviel verdienen würde um anschließen kein Bafög zu bekommen etc"

Zur Einkommenserzielung VOR dem Studium: Dies hätte auf dein Bafög nur dann nachteilige Folgen, wenn dadurch dein Vermögen bei Antragstellung über dem Vermögensfreibetrag beim Bafög von 5200 EUR liegen würde. In diesem Fall solltest du deine Einkäufe für die Einrichtung vor Antragstellung erledigen.

Wegen der Steuern solltest du dir keine Sorgen machen. Gezahlte Lohnsteuer kannst du über eine Einkommensteuererklärung zurückholen. Sollte dein zu versteuerndes Einkommen über dem Grundfreibetrag liegen, wäre das auch keine Katastrophe, da die Steuerbelastung in jedem Fall gering wäre. Besteuert würde ja nur der Teil über dem Grundfreibetrag.

Zur Einkommenserzielung während des Studiums: Hier ist es nicht sinnvoll, mehr als 4880 EUR im BWZ von 12 Monaten zu erzielen, da übersteigendes Einkommen zu ca. 80 % angerechnet wird.

Kranken- und Pflegeversicherung: Bis 25 bist du bei den Eltern kostenlos familienversichert. Danach bist du in der studentischen KV, aber das Bafög erhöht sich dann.

Einkommen der Eltern: Maßgeblich ist nicht das aktuelle Einkommen im BWZ, sondern das des Kalenderjahres 2013. Sollte dies deutlich über dem voraussichtlichen Einkommen im BWZ liegen, kann ein Aktualisierungsantrag gestellt werden, falls sich durch die Aktualisierung das Bafög um mindestens 10 EUR erhöht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?