Finanzdienstleister AWD seriös?

3 Antworten

Bei Gerichten in und um Hannover sind derzeit hunderte von Klagen anhängig von Kunden die dort Ihr Geld verloren haben. In Österreich ebenfalls, dort haben schon einige Kunden Erfolge vor Gericht erzielt. Hr. Maschmeier hat seine Firma rechtzeitig verkauft und blickt nun gelassen auf sein Vermögen. Der heutige Eigentümer der Firma AWD, die Swiss Live gibt derzeit gerade die Marke AWD auf. In Hannover wird also die AWD-Arena nächstes Jahr umbenannt. Die Buchstaben auf dem Gebäude in Hannover Lahe werden wohl späteten 2013 auch entfernt werden.

Demnächst werden die Produkte wohl unter dem Namen der Mutterfirma Swiss Life vertreten-weil der Name AWD irgendwie nicht mehr gut zieht. Ich hab keine negativen Erfahrungen gemacht damit-positive aber auch nicht. Vorsicht sei geboten vor Vertragsunterzeichnung- aber das ist ja mittlerweile überhaupt nötig, es gibt viele schwarze Schafe

Nein.

Mit der Unterschrift verlierst du mehrere tausend Euro, mit denen du den Finanzonanierer alimentierst. Es ist nämlich so, dass von der Gesamtvertragssumme 5-8% Provision an den Finanzonanierer gezahlt werden. Früher wurde der Betrag am Anfang an den Finanzonanierer ausgezahlt, jetzt muss er glaube ich über fünf Jahre verteilt werden. Bei einer Laufzeit von 25 Jahren, 150 Euro monatlich mit einer jährlichen Steigerung von 3% wären das 3.281-5.250 Euro, die der Finanzonanierer an dir verdient.

Eine Provision wird überlicherweise als Gewinnbeteiligung an jemanden gezahlt, der ein Geschäft angebahnt hat. Das ist bei einer Versicherung aber nicht der Fall. Das Versicherungsunternehmen verkauft dem Kuinden ja nichts und bekommt Geld dafür, das es dann behalten darf, sondern die Versicherung legt das Geld des Kunden, das weiterhin in dessen Eigentum bleibt, an, und darf als Belohnung für das eingesetzte Fachwissen und die Arbeit einen Teil des Finanzgewinns behalten. Und nur von DIESEM Betrag, also nur dem Teil, den die Versicherungsgesellschaft behalten darf, darf auch Provision berechnet werden, nicht von dem, das der Kunde anlegt, und vor allem nicht über den Betrag der gesamten Laufzeit, denn der ist ja noch nicht fix; eine Versicherung kann ja gekündigt werden, und das passiert auch, und die Versicherungsgesellschaften wissen das auch.

AWD ist vor einigen Jahren zu Recht in die Negativschlagzeilen gekommen, andere Finanzonanierer machen es aber genauso, und das Problem der nicht erlaubten Provision, die ohne Wissen und Zustimmung des Kunden hinterrücks abgezogen wird, wurde nicht wirklich thematisiert. Meiner Meinung nach ist das ein staatlich gedeckter Massenbetrug. Ich wundere mich eigentlich, dass da noch wer drauf reinfällt.

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