Finanzberatung für Akademiker sinnvoll?

2 Antworten

Meiner Erfahrung nach sollte man vorsichtig mit den großen Beratungfirmen sein. Ich persönlich such mir liebe erreichbare und unabhängige Berater.

Große Firmen haben meistens ein bestimmtes Portfolio das sie an den Mann bringen wollen. Kleinere Berater stehen nicht unter dem Druck Dir etwas ganz Bestimmtes zu verkaufen, sondern können Dir etwas anbieten, was wirklich zu Dir passt. Ich persönlich hab im Niederreheinland (Mönchengladbach ,Düsseldorf, Köln) einen Berater mit dem ich zufrieden bin  (http://www.wortmann-fin.de/). Falls Du wo anders wohnst solltest Du mal bei Freunden und Bekannten nachfragen, ob sie persönliche Berater haben, die sie empfehlen können.

Als Akademiker solltest Du im übrigen genug Geld verdienen, dass es Sinn machen würde über eine langefristige Vermögensstrategie nachzudenken.

Im Prinzip ja, denn gerade Akademiker haben i.a. gute Karrieremöglichkeiten und Gehaltsperspektiven und können/müssen/sollten daher anders für ihren Vermögensaufbau, ihre Absicherung und Altersvorsorge beraten werden, als jemand mit 400-EUR-Job. Das macht sie natürlich interessant für diverse "Berater" und Strukturvertriebler.

Ich habe mir bisher zweimal die MLP-"Beratung" angehört und fand die Darstellung der Optionen insgesamt nicht so schlecht. Man bekommt einen guten Überblick über die Möglichkeiten. Allerdings störte mich dann das etwas penetrante Nachhaken in kurzen Abständen zum Thema eines Vertragsabschlusses im Sinne "legen Sie ihre ganzen Versicherungen und Vermögensverwaltungsaufgaben doch in unsere Hand". Davon bin ich generell wenig begeistert und es fehlte aus meiner Sicht der Wille zu einem mehr bausteinartigen Angebot.

Daher wäre mein Tip, sich den MLP-Berater durchaus mal anzuhören, aber auf keinen Fall etwas im Erstgespräch spontan zu unterschreiben. Abstand und Nachdenken... Vergleichen mit anderen Angeboten. Dann kannst Du Dich entscheiden.

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