Finanzberatung für Akademiker sinnvoll?

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6 Antworten

Meiner Erfahrung nach sollte man vorsichtig mit den großen Beratungfirmen sein. Ich persönlich such mir liebe erreichbare und unabhängige Berater.

Große Firmen haben meistens ein bestimmtes Portfolio das sie an den Mann bringen wollen. Kleinere Berater stehen nicht unter dem Druck Dir etwas ganz Bestimmtes zu verkaufen, sondern können Dir etwas anbieten, was wirklich zu Dir passt. Ich persönlich hab im Niederreheinland (Mönchengladbach ,Düsseldorf, Köln) einen Berater mit dem ich zufrieden bin  (http://www.wortmann-fin.de/). Falls Du wo anders wohnst solltest Du mal bei Freunden und Bekannten nachfragen, ob sie persönliche Berater haben, die sie empfehlen können.

Als Akademiker solltest Du im übrigen genug Geld verdienen, dass es Sinn machen würde über eine langefristige Vermögensstrategie nachzudenken.

Im Prinzip ja, denn gerade Akademiker haben i.a. gute Karrieremöglichkeiten und Gehaltsperspektiven und können/müssen/sollten daher anders für ihren Vermögensaufbau, ihre Absicherung und Altersvorsorge beraten werden, als jemand mit 400-EUR-Job. Das macht sie natürlich interessant für diverse "Berater" und Strukturvertriebler.

Ich habe mir bisher zweimal die MLP-"Beratung" angehört und fand die Darstellung der Optionen insgesamt nicht so schlecht. Man bekommt einen guten Überblick über die Möglichkeiten. Allerdings störte mich dann das etwas penetrante Nachhaken in kurzen Abständen zum Thema eines Vertragsabschlusses im Sinne "legen Sie ihre ganzen Versicherungen und Vermögensverwaltungsaufgaben doch in unsere Hand". Davon bin ich generell wenig begeistert und es fehlte aus meiner Sicht der Wille zu einem mehr bausteinartigen Angebot.

Daher wäre mein Tip, sich den MLP-Berater durchaus mal anzuhören, aber auf keinen Fall etwas im Erstgespräch spontan zu unterschreiben. Abstand und Nachdenken... Vergleichen mit anderen Angeboten. Dann kannst Du Dich entscheiden.

Akademiker sind für Finanzberater wie MLP besonders attraktiv, da hier die Verdienstaussichten natürlich wesentlich höher sind als an anderen Bildungseinrichtungen und sich MLP daraus einen späteren Gewinn erhofft. Die Erstberatung der Studenten ist meist kostenlos, bindet man sich jedoch auch später an MLP wird man früher oder später für die Dienstleistungen zahlen. Grundsätzlich spricht nichts dagegen sich einmal beraten zu lassen und ein paar Angebote machen zu lassen. Man muss ja nicht darauf eingehen aber für den Einstieg in Altersvorsorge und wichtige Versicherungen kann es eigentlich nicht schaden.

Anhören kannst du dir die Angebote schon, dennoch solltest du dir stets eine zweite Meinung einholen und dich auch nach den Vorschlägen selbst, bspw. hier oder auf anderen Webseiten über die Finanzprodukte informieren. Man darf nie außer acht lassen, dass die Berater, auch MLP primär an ihren Verdienst denken. Daher sollte man stets kritisch bleiben und Empfehlungen hinterfragen. Grundsätzlich spricht jedoch nichts dagegen, dass du dich einmal beraten lässt.

Die Erfahrungsberichte zu MLP-Vertretern bzw. zu den vermittelten Produkten sind so vielseitig und aussagekräftig wie die von und zu anderen Unternehmen... Grundsätzlich ist aber davor zu warnen, sich von den Damen und Herren dieses Unternehmens im Rahmen einer großangelegten "Absolventen-Akquise" zu irgendwelchen Abschlüssen verführen zu lassen. Wenn jedoch eine fundierte Finanzanalyse durchgeführt wird und der Interessent zu dem Schluss kommt, er wird kompetent beraten (evtl. eine 2. Meinung einholen), steht einer Geschäftsbeziehung nichts im Wege !! Zumindest ist MLP einer der wenigen unabhängigen Finanzvertriebe .... Grüße vom Querkopf

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