Finanzamt Vorrauszahlung Höhe Rechtens?

2 Antworten

Nochmal sicherheitshalber eine Nachfrage:

Die Vorauszahlung wird normalerweise in Höhe der letzten Nachzahlung festgesetzt.

Wenn der Steuerbescheid erst jetzt gekommen ist, bleiben ja nur noch der 10. September 2021 und der 10.Dezember 2021 für die Vorauszahlungen, somit wird nur zweimal der Betrag von 800,-€ gezahlt und damit kommt Ihr auf 1 600,-€ insgesamt.

Das würde ja passen. Also bitte den Bescheid nochmal genau lesen.

So ist es sie wollen am 10 September 2x867€ und am 10 Dezember nochmals 1734€!!!!!

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Die Dame lässt sich nicht erweichen auf unsere Argumente..

Wie habt ihr dass denn vorgetragen?

Kann mir ein Anwalt helfen..

Kaum, der hat von Steuern keine Ahnung

Muss man denn alles schlucken was die sagen und akzeptieren?

Ganz und gar nciht.

Bei Dir ist es zwar kein Dreizeiler, sondern ein Fünfzeiler, aber in 10 Minuten ist es erledigt.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich beantrage die Einkommensteuervorauszahlungen neu zu berechnen, weil wir in diesem Jahr keine Lohnersatzleistungen wie KUG, Krankengeld usw. haben werden.

Es gibt lediglich Einkünfte von denen der Lohnsteuerabzug vorgenommen wird. (eventuelle andere Einkünfte, was wir nicht wissen).

Für die am 10. 06. 2021 fällig Vorauszahlung beantragen wir die Aussetzung der Vollziehung bis zur Entscheidung über diesen Antrag.

Mit freundlichen Grüßen.

So klappt das, da bin ich mir sicher. Wenn nein, kommt ein Bescheid und dann kannst Du noch immer zu einem Berufskollegen von mir gehen.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Steuerbevollmächtigtenprüfung 1979, Steuerberaterprüfg .1986

Wir haben der Dame bzw. unserer Sachbearbeiterin persönlich telefonisch höflich vorgetragen warum es viel zu hoch ist... Keine Einsicht... Ihre Berechnung ist korrekt....

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@Bruno629

Telefon ist für solche Dinge völlig ungeeignet. das macht man schriftlich. da bekommt man eine schriftliche Antwort, dagegen hat man Rechtsmittel.

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@wfwbinder

Sie können sich ja zumindest auch auf Par.37 Abs. 3 Satz 2 EStG beziehen und eine Reduktion um die Hälfte verlangen. Ist nicht der Vorauszahlungsbescheid schon ein Bescheid, gegen den man Einspruch einlegen kann/muss?

Ich gehe davon aus, dass das FA den Jahresbetrag auf die restlichen beiden Quartale umgerechnet hat (richtig) und dann nochmal verdoppelt hat (falsch).

https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__37.html

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@Andri123
 Ist nicht der Vorauszahlungsbescheid schon ein Bescheid, gegen den man Einspruch einlegen kann/muss?

Nein, ein Vorauszahlungsbescheid ergeht stets als Vorbehaltsfestsetzung und ist damit jederzeit änderbar. Ein förmlicher Einspruch ist nicht angezeigt. einfach nur Antrag auf Änderung/Herabsetzung

das Finanzamt möchte jetzt 4 mal also pro Quartal 867Euro

nein, nur 2 mal 867,- in 2021 vermute ich, passt also für 2021. Quartal, also mal 4 hat der Frager hochgerechnet.

Ist aber auch egal. ein einfacher Antrag reicht. Es klappt nur nicht per Telefon. Der Sachbearbeiter hat ja nur die Zahlen aus der Steuererklärung und den Bescheid. Er braucht einfach eine Unterlage in der gesagt wird:

2021 keine Lohnersatzleistung. Nur Einkünfte mit Lohnsteuerabzug.

Fertig.

Ich hätte mir die gesamte Diskussion am Telefon sowieso gespart, sondern gleich ein kleines Briefchen geschickt.

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@wfwbinder

Ja, ich dachte auch, dass er selbst falsch hochgerechnet hat. Aber er hat mir oben geschrieben, dass er jeweils 2x 867,-€ zahlen soll am 10.9. und 10.12.

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@Andri123

Wie auch immer, wenn er meinen Text rauskopiert zahlt er vermutlich gar nichts, zumindest nicht, wenn nicht noch andere Einkünfte hat. Nur anrufen darf er eben nicht.

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@wfwbinder

vielen dank euch - werde es postalisch versuchen mit der empfehlung... daumen hoch

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