Finanzamt hat Einnahmen gestrichen und Steuer zurückgezahlt. Was sollte ich tun?

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Ui, welches Finanzamt ist das? Ich ziehe dann auch in dessen Geltungsbereich.

Hier sind zwei Fragen zu beantworten:

Bin ich verpflichtet, das Finanzamt auf ihren Fehler hinzuweisen?

Nein. Wenn ihr die Eintragungen in der Einkommensteuererklärung zutreffend vorgenommen habt, ist alles in Ordnung. Das Finanzamt hat den Fall gewürdigt und im Ergebnis einen Steuerbescheid erlassen. Fertig.

Darf ich mich nun zurücklehnen?

Also die Frage ist, ob das Finanzamt den Bescheid noch ändern kann. Das kommt darauf an, ob er mit Nebenbestimmungen erlassen wurde. Also ob er unter dem Vorbehalt der Nachprüfung ergangen ist oder ob die Höhe der Einkünfte mit einem Vorläufigkeitsvermerk versehen ist. Ist beides nicht der Fall, kann das Finanzamt nicht mehr an den Bescheid ran.

Falls sie es dennoch versuchen (entweder begründungslos oder unter Verweis auf § 129 AO), ist aus verfahrensrechtlichen Gründen Einspruch einzulegen. Insbesondere § 129 AO zieht nicht, da das Finanzamt nicht abgeschrieben hat, sondern die Höhe der Einkünfte inhaltlich gewürdigt hat.

Im Zweifel wieder hier melden.

Aber tu dir einen Gefallen und schau dir den Bescheid daraufhin an, ob er unter VdN steht und was im Erläuterungsteil steht.

Vielen Dank für die Antwort.
Ja, wir haben alles Einnahmen von Hand eingetragen. Hab es extra nochmal geprüft.

Wir haben bei der Deutschen Rentenversicherung angefragt, ob dort gemeldet wurde. Nicht, dass es mit solchen Lücken später Probleme gibt. Dort ist alles gemeldet.
Gibt es noch weitere Stellen, die wir prüfen sollten?

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Steuerpflicht nach laengerem Auslandsaufenthalt

Hallo, ich bin von einem mehrjaehrigen Australienaufenthalt im August 2014 zurueckgekommen und hab mich hier angemeldet (da man das ja nach 2 Wochen muss) und wohne bei Verwandten. Ich plane Ende des Jahres wieder Deutschland zu verlassen und mich abzumelden und ein nicht-EU-Land zu bereisen (vielleicht Australien oder anderes Land, mich treibt immer die Reiselust).

Bin ich beschraenkt steuerpflichtig oder unbeschraenkt, da ich zwar weniger als 6 Monate mich in Deutschland aufhalten werde, aber dafuer angemeldet bin (was man ja machen muss). Wuerde die Antwort "unbeschraenkt" bedeuten: unbeschraenkt nur fuer die Zeit die ich in Deutschland gemeldet bin oder fuer das gesamte Jahr 2014? Muss ich irgendwas ueber meine Verdienste in Australien, die in Australien vorort fuer australische Firmen getaetigt wurden, mitteilen?

Ich gehe hier keiner Taetigkeit nach, fuehre aber natuerlich regelmaessige internationale Banktransfers von meinem australischen Konto aufs deutsche, um hier das Lebel bezahlen zu koennen. Bekommt das Finanzamt davon etwas mit, bzw. muss ich beweisen, dass es sich um in Australien Erspartes und nicht um auslaendische Gehaelter handelt? Hat mich das Finanzamt welches zustaendig ist fuer den Wohnort wo ich gemeldet bin sofort auf dem Kicker, wenn ich ueber 8.354 Euro auf mein Konto vom australischen Konto ueberweise? Ich schaetze mal, das Meldeamt hat meine Daten dem zustaedigen Finanzamt uebermittelt, muss ich mich trotzdem nochmal beim Finanzamt anmelden?

Danke fuer jegliche Antworten auf meine teils primitiven Fragen..

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Steuerschätzung trotz Steuerberater erlaubt?

Ich habe ein Taxibetrieb mit einer Taxe und hatte eine Betriebsprüfung für den Bereich 2009-2013. Seit 2011 habe ich auch einen Steuerberater und hatte mich eigentlich auf der sicheren Seite gefühlt. Die Steuererklärung und die zu zahlende Umsatzsteuer bereite ich immer mit der Steuersoftware von Buhl vor (tax). Um die entsprechenden Daten meines kleinen Betriebes in den Griff zu bekommen hatte ich mir eine Excel-Tabelle vorbereitet, die alle relevanten Daten (Datum, Schicht-Nr.; Kilometer-Anfang, Kilometer-Ende, Tageseinnahme, Trinkgeld usw.enthält. Die ganzen Daten wiederum habe ich mir von meinen handschriftlichen Einträgen (Terminplaner/Kalender) übertragen. Ich habe immer alle Steuerbescheide, die mein Steuerberater ermittelt hatte ordnungsgemäß bezahlt!!! ...also bis dato keine Steuerschulden.

Nun kam die Betriebsprüfung - und alles soll nun falsch gewesen sein??? Lt. Finanzamt sind meine Exceltabellen nicht erlaubt und somit unbrauchbar. Daraufhin wurde alles geschätzt und ich soll nun 19100€ !!!! nachzahlen. Das ist KEIN Schreibfehler Neunzehntausendeinhundert €.

Hauptgrund der Schätzung soll die Tatsache sein, dass ich meine handschriftlichen Unterlagen entsorgt habe. (Unterlagen von 2013, die ich noch retten konnte, würde ich noch nachreichen können)

Den Zahlungstermin (19100€) ist der 12.10.2016!!!!

So langsam kommen bei mir Selbstmordgedanken auf! Wie soll ich denn so eine Summe auftreiben? Das kann doch nicht rechtens sein! Im Umkehrschluss bedeutet das ja, dass ich trotz aller bezahlten Steuerbescheide noch eine Nachzahlung pro Jahr von ca. 4000€ leisten muss. Dafür wiederum hatte ich ja so 12000€/Monat verdienen müssen. Mit einem Taxi habe ich aber nur Einnahmen von ca. 3500€/Monat!!!

Das Finanzamt wird mir voraussichtlich am 12.10.2016 alle meine Konten sperren, meine Taxe und alles was ich besitze pfänden usw.

Ich bin somit recht verzweifelt, und weis nicht, wie ich mich wehren kann.

Mein Steuerberater hat zwar Einspruch eingelegt, aber nach allem was ich gelesen habe hat das auf den Zahlungstermin keinen Einfluss!

Wenn jemand einen Ausweg hat, dann bitte ich um eine sofortige Rückantwort! ...NERVEN LIGEN BLANK...

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