Finanzamt fordert Gewerbesteuererklärung von mir (ich bin Freiberufler) - Wie sich nun erklären?

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4 Antworten

Du könntest dem Finanzamt all das schreiben, was Du hier geschrieben hast. Das wäre eine gute Stellungnahme.

Wie Du Dich selbst nennst, und wie Du Deine Tätigkeit auf Rechnungen bezeichnest ist unwichtig. Wichtig ist, was Du tatsächlich tust, und zweitwichtigst ist, wie Du das beweisen kannst.

Das Problem beim Finanzamt ist: Keiner dort hat Ahnung von IT, sie müssen aber von Gesetzes wegen beurteilen, ob Deine Einkünfte freiberuflich oder gewerblich sind, daher müssen sich die mit Maßstäben messen, die sie kennen

Das Finanzamt erwartet von einem selbständigen IT-ler, dass er bei seiner Berufsausübung "kreativ" tätig werden kann. Entweder er entwickelt Software aus eigenen Antrieb, oder wenn er Entwicklungsaufträge erhält, muss er frei sein in der Entwicklung. Wenn der Auftraggeber fertige Vorgaben gibt, wie das Produkt letztlich sein muss, tendiert das in Richtung Gewerbebetrieb. Es wird zum Beispiel ein Ingenieur als Vergleich herangezogen. Wenn dieser den Auftrag bekommt etwas zu prüfen, spricht das für gewerblich, den er entwickelt nicht selbst, er erledigt nur Aufgaben. Wenn er für die Prüfung Werkzeuge herstellen muss, ist das nur eine Nebentätigkeit aber nicht maßgeblich.

Wenn das Finanzamt das heranzieht, dann bist Du für sie ein Gewerbetreibender, denn die Testtreiberprogrammierung ist nur eine Nebenarbeit zum prüfen, und das eine reine Auftragsarbeit für den Auftraggeber.

Ich würde gerade nicht auf den programmierenden Elementen der Tätigkeit herumreiten. Meiner Ansicht nach sind gerade das gewerbliche Aspekte. Eine reine Beratung hingegen, bei der nichts geschaffen (oder geschafft ;-) ), sondern nur gelabert wird, ist hingegen eher eine selbständige Tätigkeit. Wir sehen das bei z.B. bei Steuerberatern und Rechtsanwälten, aber auch bei Beratenden Betriebswirten.

Das hatte ich eigentlich auch gedacht. Somit nenne ich mich ja Berater und weise dies auch klar in meinen Rechnungen aus. Laut dem Schreiben vom FA fordern sie aber genau das Gegenteil.

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@GRme83

Die können fordern, was sie wollen. Mehr als die Wahrheit kannst und wirst du ihnen nicht darlegen.

Und du darfst dir nichts in deine Tätigkeit hineinreden lassen, was gar nicht darin enthalten ist.

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Ich denke, Du wirst wohl Rechnungen etc. nachweisen müssen und das Finanzamt orientiert sich bei der Einstufung an Deinem Tätigkeitsschwerpunkt und Deinen Einnahmen. Ich würde das Thema auf jeden Fall mit meinem Steuerberater durchgehen.

Die Frage wäre, ob es wirklich so dramatisch wäre, wenn Du "gewerblich" bist. Als Einzelunternehmer zahlst Du ja erst ab einem Hebesatz von 380% faktisch Gewerbesteuer.

Völlig vorbei, sorry.

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@EnnoBecker

Ganz so daneben ist es vielleicht gar nicht. Das FA hat zumindest geschrieben, dass es Rechnungen und Verträge haben möchte. Und dies sicher zur Einschätzung und Bewertung...

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@GRme83

Es hat geschrieben "...werde ich wie angegeben verfahren."

Angegeben hat es aber offenbar gar nichts :-)

Aber wie der Fragesteller schon richtig schreibt, ist "das "deutsch" des Kollegen vom Finanzamt nicht überragend".

Das FA verlangt aber - und das ist der Punkt - die Abgabe einer Gewerbesteuererklärung. Die Prüfung, ob es sich um eine gewerbliche oder selbständige Arbeit handelt, soll da irgendwie als Nebenprodukt anfallen. Und das ist der falschrumme Weg.

Recht hast du damit, dass zur Prüfung die Verträge und Rechungen (Tätigkeitsnachweise) vorgelegt werden müssen.

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@EnnoBecker

der falschrumme Weg

Dafür gibts doch von mir mal ein DH! außer der Reihe. Für überragendes deutsch. :-)

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Langer Text.

Also ich hab das Ganze so verstanden:

  1. Du hast einenn Steuerberater
  2. Du bist der Ansicht, dass deine Tätigkeit nicht der Gewerbesteuer unterliegt

Korrekt?

Wenn du der Ansicht bist, nicht gewerblich tätig zu sein, dann hast du ja grundsätzlich zwei Möglichkeiten:#

  1. Du kannst gegen den Verwaltungsakt, eine GewStErklärung abzugeben, Einspruch einlegen
  2. Du gibst eine ab und darin steht NULL drin

Die Frage, ob deine Arbeit 18 oder 15 ist, ist doch anganz anderer Stelle zu beantworten.

Was sagt denn der Berater dazu?

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