Frage von zeddi, 58

Festgeld Konto bei EURO (Währung) Kollaps?

Nachdem die Chance immer größer wird, dass der Euro dieses oder spätestens nächstes Jahr zusammenbrechen wird, ich aber ein Festgeld Konto habe, was noch drei Jahre läuft, überlege ich jetzt, ob ich das Konto schließe und das Geld anderweitig anlege. Worin ich es anlege weiß ich schon, nur ist die Frage, ob die Währung vielleicht doch die nächsten drei Jahre noch durchsteht. Angelegt sind 50.000€, ist also keine Kleinigkeit.

Antwort
von wfwbinder, 58

Ich schreibe nun angeblich 10 Jahre bei gute Frage und seit 8 Jahren 6 Monaten hier bei Finanzfrage.

In der Zeit ist so oft über das baldige Ende des Euros spekuliert worden, einschließlich Bildern von angeblich schon neugedruckten Scheinen der Folgewährung, dass mich dieses Theater wirklich nur müde grinsen läßt.

Ein Festgeldkonto mit einer Restlaufzeit von 3 Jahren, ist aber extrem selten. Ich habe bisher nur mit 1-jährigen und kürzeren Angeboten zu tun gehabt.

Wie auch immer, Du weißt schon was Du mit dem Geld machen willst, also einfach die Renditen vergleichen und sehen, wann Du ohne Kosten kündigen kannst.

Kommentar von Luscinia ,

Es ist so entspannend, nicht ständig einen Weltuntergang/Euro-Untergang/etc. vor sich zu sehen. Man kann dann einfach das Leben genießen. :)

Kommentar von wfwbinder ,

Vor allem wenn man die anderen Währungen so sieht. Wer verbreitet da eigentlich die Weltuntergangsstimmungen?

Kommentar von LittleArrow ,

:-))

Es gibt mehrjährige Festgeldkonten bei diversen Banken.

Kommentar von zeddi ,

Nichts für ungut, aber wer bei dem heutigen Klima nicht realisiert, dass die EU innerhalb des nächsten Jahres zusammenbrechen wird, der lebt eine Illusion. Wenn man Politik an den Menschen vorbei macht, werden die Menschen diejenigen Politiker wählen, die Politik für Sie machen und die Menschen wollen keinen EU-Superstaat.

Kommentar von wfwbinder ,

OK, dann wetten wir. Wenn die EU in den nächsten 12 Monaten zusammen bricht zahle ich Dir 1.000,- Euro. Wenn nicht, reichen mir 6 Flaschen Montrachet (je nach Weinhandel ca. 630,- bis 750,- Euro).

Kommentar von Rat2010 ,

Auch kein Euro-Optimist, oder?

Zeddi schreibt vom nächsten Jahr (also 21 Monate) und überlegt, weil sein Festgeld noch drei Jahre läuft.

Dein Wettangebot finde ich ziemlich vorsichtig oder gehe ich recht in der Annahme, dass du auch nicht darauf wetten möchtest, dass dieser Euro noch drei Jahre besteht?

Kommentar von wfwbinder ,

Ich würde die Wette auch eingehen, wenn der Stichtag 31. 12. 2018 wäre. Ausserdem kam die Zeitangabe von @Zeddi.

Ich bin der Überzeugung, dass meine Rente (Beginn August 2019)  in Euro gezahlt werden wird und dies nicht nur einige Monate.

Ausserdem ist das Wettangebot für mich nicht vorsichtig, weil ich sonst nie Wette. Ich brauche das Geld anderer Leute nicht.

Kommentar von zeddi ,

Dann sprechen wir uns am 31.12.2018 oder früher. Wenn ich dann noch genug Geld habe, um den Wein zu zahlen, bekommst du ihn. Sollte ich verlieren, zumindest. :)

Kommentar von wfwbinder ,

Sollte ich verlieren zahle ich in der dann gültigen Währung den Preis von 1.000 Tüten Gummibärchen. Die Kosten z.Z. 99 Cent die Tüte.

Antwort
von LittleArrow, 51

Fake News? Sieht fast genau so aus.

Dreijähriges Festgeld? Ja, gibt es, aber auch für andere Laufzeiten. Somit ist vielleicht für Dich eine betrags- und zeitmäßge Staffelung für Dich geeigneter und Du fühlst Dich besser. 

Anderweitige Anlage? Keine Antwort, aber die hätte auch "Währung".

€ 50.000 - keine Kleinigkeit? Also Klumpenrisiko!

Ob "die" Währung durchsteht? Keine Ahnung. Aber es wird immer eine Währung geben und keinen luftleeren Raum dort, wo Du lebst. Du musst nicht befürchten, mit "Windbeuteln" bezahlen zu müssen.

Kommentar von Rat2010 ,

Warum sollte eine Anlage "Währung" haben?

Gold, Betongold aber auch Unternehmensanteile (vulgo: Aktien) sind von der Währung, in der man sie kauft, sehr, sehr unabhängig und in einem Land wie Deutschland, das in den letzten hundert Jahren fünf Währungen hatte (wobei die alte Währung nur zwei mal wertlos wurde) sollte das eigentlich jeder wissen.

Kommentar von LittleArrow ,

Rat2010: Ich bezweifele Deine These, dass es einen währungslosen bzw. -unabhängigen Zustand gibt. Nach der Währung X kommt die Währung Y und manchmal bzw. meistens laufen sie beide eine Zeit lang parallel.

Eine Wertmessung bzw. ein Wertvergleich erfolgt m. E. immer in einer existierenden Währung, seitdem die pazifische Handelswährung Kaurimuscheln und "ein Königreich für ein Pferd" abgeschafft wurden. Fast hätte ich noch von einer realen Währung gesprochen, aber in Zeiten von Bitcoins wäre das vielleicht nicht mehr der letzte Stand der Währungskunde.

Kommentar von Rat2010 ,

Was hat das Thema, ob eine Anlage Währung haben muss mit einem währungslosen Zustand zu tun?

Nur ist es Unternehmen egal, ob sie in Zloty, Euro, Dollar, Franken, Kronen, Gold, Zigaretten, Reisszwecken, Arbeit, Weizen oder Kaninchen bewertet werden. So, wie ich hier Anlagen aus aller Welt in Euro verkaufen kann, ist es auch im Rest der Welt mit der örtlichen Währung. Sinkt der Euro, steigt der Wert in Euro stärker als z. B. in einer stärkeren Währung (wie in den letzten Jahren ja auch erlebt).

Man hat sich daran gewöhnt und deshalb gibt es Währugnen oder Reservewährungen. Einer Sachanlage ist es aber egal, welche Währung.

Ein Beispiel: Ein weltweit gestreutes Portfolio oder genauer dessen Sachwertanteil hat man doch ebenso, wenn man in die Schweiz, die USA oder nach Spanien, wenn dort wieder Peseten eingeführt sind, ausgewandert ist.

Im Vergleich dazu ist eine Immobilie irgendwo, Gold, ein Tagesgeldkonto oder sonstwas wesentlich unsicherer.

Thema ist, dass das komischerweise außerhalb Deutschlands auch von fast allen so gesehen und entsprechend gehandelt wird. Nur wir tun so, als ob Geld sicher wäre.

Kommentar von LittleArrow ,

Ich hatte dem Fragesteller geschrieben: "Aber es wird immer eine Währung geben und keinen luftleeren Raum dort, wo Du lebst."

Was Du kommentierst zeigt, dass es (Reserve)Währung(en) gibt, überall. Auch beim breit gestreuten (Sachanlage)Portfolio.

Ob man allerdings im Katastrophenfall(!) noch über sein Portfolio verfügen kann, läßt sich nicht per se für die Zukunft absehen. Wir kennen dazu weder die künftige persönliche Freiheitssituation des Portfolioinhabers, der Rechtslage des Portfolioinhaberlandes, der Länder im Portfolio noch wo der Portfolioinhaber sein "Panama" etabliert haben mag. Aber diese Extremsituationen sollte man für die Diskussion vielleicht doch ausschließen und lieber zu meiner obigen Antwort zurückkehren:-)

Antwort
von Privatier59, 12

Recht so! Die Sorgen sind berechtigt! Ich habe mir von meinem Zahnarzt Goldzähne machen lassen und den Rest der Barschaft in Sachwerte wie Muscheln und Hinkelsteine investiert.

Antwort
von betroffen, 5

Hallo Zeddi,

ich hätte gerne eine andere Frage (Gegenfrage) von Dir beantwortet:

Festgeldkonten haben ihren Namen ja nicht umsonst. Wie schließt man denn ein Festgeldkonto, wo doch die Anlagedauer festgelegt ist?

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