Ferienjob bei Hartz IV Jobcenter über mehrere Monate verteilt, AG weigert sich einzelne Wochen anzugeben?

4 Antworten

Die Firma hat Dich also offiziell für vier Monate als Minijobber angemeldet, obwohl Du nur maximal während zweier Kalendermonate (6Wochen Sommerferien) gearbeitest hast und dabei über die 450,-€-Grenze gekommen bist.

Natürlich bescheinigt sie jetzt nicht etwas anderes. Denn das dürfte nicht legal gewesen sein.

Wenn Du noch Nachweise über Deine Arbeitszeiten hast, könntest Du evtl. mithilfe der Arge versuchen, gegen die Firma vorzugehen. Ich weiß allerdings nicht, ob Du selbst da auch an Illegalem beteiligt warst. Vielleicht antwortet ja noch jemand anders.

Mir war nicht wirklich bewusst, dass ich auf 450€ Basis angemeldet war bzw. Wusste ich nicht dass das einen Unterschied macht. Sie haben mich angemeldet und ich habe den Arbeitsvertrag unterschrieben. Ich bin davon ausgegangen dass die schon wissen wie sie mich korrekt anmelden. Es war so, dass ich im Juni mit dem Abitur fertig geworden bin, und 1 Woche im Juni gearbeitet habe, dann nochmal 2 Wochen im August und 1 Woche im September.

Also 1 Woche außerhalb der regulären Ferienzeiten. Das könnte ich gerade nich verkraften, wenn sie mir die 1 Woche anrechnen aber 1000€ sind schon extrem viel Geld für mich (bin jetzt Studentin)...

Bringt es etwas das so dem Jobcenter zu schildern? Oder lieber wo anders Hilfe holen.

Wusstest Du damals, dass man Dich als 450 €-Jobber angemeldet hatte? Wenn ja und das sogar schriftlich bestätigt hattest, hast Du schlechte Karten.

Deine Frage verstehe ich aber so, dass Du wohl "aus allen Wolken gefallen" warst, als Du das mit der 450-er-Anmeldung erfahren hast.

Hast Du Zeugen dafür, dass Du lediglich in den Ferien gearbeitet hattest? Das könnte vielleicht helfen. - Ansonsten empfehle ich Dir, hole Dir Rat in einer

  • Arbeitslosen-Initiative in Deiner Nähe (google so mit Deinem Wohnort), mach mit denen einen Termin aus.
  • Sozialberatung - google ebenfalls so. Dir werden so (behördenunabhängige) Beratungsstellen gezeigt wie die Diakonie / Diakonisches Werk, Caritas, Paritätischer Wohlfahrtsverband oder die Arbeiterwohlfahrt (AWO).
  • Als dritte Möglichkeit (wenn Du die ersten ergebnislos ausgeschöpft hast) fällt mir noch die Verbraucherzentrale ein. Ob man sich dort für Dein Anliegen zuständig fühlt, erfrage dann.

Wohnst Du in Hamburg, hole Dir Rat bei der sehr guten Beratungsstelle Arbeitslosen Telefonhilfe 0800 111 0 444 (Handy: 040 - 22 75 74 73). Dort ist man zu Fragen rund um das Thema Arbeitslosigkeit sehr erfahren (die dürfen nur Hamburger beraten).

Wohnst Du nicht in Hamburg, und Arbeitslosen-Initiative und Sozialberatung konnten Dir nicht helfen, google mit

rechtsberatung für arme (und füge Deinen Wohnort hinzu)

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Bist Du jetzt vielleicht Azubi? Falls ja, dann google mit

azubi + azubine

Das ist eine supertolle hilfreiche und informelle Seite für Auszubildende.

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Weil Du mit dem Jobcenter zu tun hast, empfehle ich Dir meine Hinweise, was Du beachten solltest. - In meiner Antwort auf die Frage

Darf das Jobcenter das ALG1 von meinem Sohn (22) komplett vom ALG2 abziehen?

https://www.finanzfrage.net/frage/darf-das-jobcenter-das-alg1-von-meinem-sohn-22-komplett--vom-alg2-abziehen?foundIn=list-answers-by-user#answer-1121352

erkläre ich ausführlich den

Umgang mit Sozialbehörden

Bitte lies das sorgfältig. - Und lade Dir die dort von mir empfohlene Datei runter

legitimation eines beistands pdf

Wenn Du diese Angelegenheit (oder eine andere eventuell schwierige) im Jobcenter besprichst, geh nicht allein hin, sondern lass Dich von einem erfahrenen (!!) Beistand / Ämterlotsen begleiten (mehr dazu in meinen Hinweisen). - Und beachte unbedingt dort den letzten Absatz extra für Hartz IV-Bezieher. (In der Arbeitslosen-Initiativen-Szene wird vielfach empfohlen, sich immer von einem Beistand begleiten zu lassen.)

Viel Glück, dass es klappt und der Ex-Arbeitgeber Dir die Bescheinigung ausstellen muss oder dies auf Kulanz macht. - Falls Du zum Ex-Arbeitgeber hingehen willst, könntest Du Dich hierzu auch von einem Ämterlotsen begleiten lassen. Ämterlotsen wie zum Beispiel von der Diakonie können allein schon durch ihre Gegenwart "Türen öffnen".

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