Ferienimmobilie nur zur Geldanlage eine sinnvolle Überlegung?

4 Antworten

Also, in einigen Ausnahmefällen mag es ja so sein, dass eine solche Immobilie eine sichere Geldanlage ist. In den meisten Fällen ist sie jedoch, und das ist jetzt meine Meinung, nur eine reine Geldverschwendung. Und nicht nur das. Denn zu den Kosten, die einmalig entstehen, kommt ja auch noch ein sehr hoher Verwaltungsaufwand. Mieter die wöchentlich wechseln und betreut werden müssen, jemand der sich um das Haus kümmer, jemand der die steuerlichen Dinge etc. regelt. All dies kostet Zeit und Nerven und ist ohne überhaupt da hin zu fahren meiner Ansicht nicht zu schaffen. Und das dann am Ende eine schwarze Zahl steht, darf in den meisten Fällen bezweifelt werden.

Eine "sichere" Anlage? Hast Du Dich mal über die Wertentwicklung von Immobilien in so beliebten Ferienländern wie Spanien oder Portugal informiert? Von Sicherheit ist da keine Spur. Wer vor Jahren zu hohen Preisen gekauft hat und heute verkaufen muß, ist ruiniert. Ausnahme ist vielleicht Mallorca, allerdings sind da die Preise höher als in vielen deutschen Großstädten nur mir dem Unterschied, dass man als Ausländer diese Preise in der Regel mit Eigenkapital bezahlen muß weil man keinen Bankkredit bekommt. Mal eben ein schlankes Milliönchen für eine sanierungsbedürftige Finca auf den Tisch legen kann aber nicht jeder. Und, wie willst Du eigentlich die Immobilie verwalten, wenn Du nicht dahin fahren willst? Wovon willst Du die laufenden Kosten eigentlich bezahlen? Oder glaubst Du, im Ausland würden nicht auch Steuern und Gebühren oder Versicherungen anfallen?

Gute Antwort. Hinzuzufügen wäre nur noch, dass man gerade in Spanien schneller enteignet ist, als man piep sagen kann - wenn keiner da ist, der sich kümmert.

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@FREDL2

Und wenn es die Spanier nicht machen, dann machen es die hiesigen: Spanien soll ja alle deutschen Eigentümer an deutsche Finanzbehörden gemeldet haben. Da kam so manches seit Jahrzehnten gut gehütete Geheimnis dahin, wo es keiner sehen sollte: Ans Licht des Tages!

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@Privatier59

Enteignet nicht immer. Ich habe gehört (also wirklich nur Hörensagen), dass die Spanier bei Grundstücks"pfändungen" nicht wie bei uns gleich auf Zwangsversteigerung pochen, sondern das Ding dann über Zwangsverwaltung erledigen, bis die Sache bezahlt ist. Dann gehört es wieder dem Eigentümer. Die Zwangsverwaltung soll dort allerdings auch bei selbstbewohntem Wohneigentum möglich sein.

Bestätigt hab ich leider noch nicht bekommen.

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Gar nicht!

Alleine die ordnungsmäßige Hausverwaltung und Mietverwaltung, sowie die regelmäßige Instandhaltung nach den temporären Vermietungen verschlingt zuviel an Ertrag. Überdies wirst Du bei allfälligen Reparaturen durch Kickbacks an die Hausverwaltung überzogene Kosten haben. Die Angemessenheit dieser und anderer Kosten kannst Du einfach nicht kontrollieren.

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