Fehler von Lohnsteuerhilfeverein?

2 Antworten

Also der LoHi hat gewiss keinen Fehler gemacht, indem die Rente der Besteuerung zugeführt wurde. Man kann höchstens nachprüfen, ob der steuerfreie Teil der Rente zutreffend angesetzt wurde, da sich dieser nicht nach §22 EStG bemisst, sondern nach § 55 EStDV. Das ist dann deutlich günstiger.

Auch der durch den Arbeitgeber durchgeführte Lohnsteuerjahresausgleich ist irrelevant, weil sämtliche Fehler, die dort eventuell drin stecken, durch die Einkommensteuererklärung erledigt sind. Es sei denn, diese Fehler sind durch den LoHi wiederholt worden.

Angriffspunkt kann daher ausschließlich die Einkommensteuererklärung sein. Ich würde mir hier an deiner Stelle die Berechnungsgrundlagen erläutern lassen, insbesondere wegen des von dir genannten Umstands mit den steuerfreien Zahlen. Zu denen kann ich nichts sagen, denn ich habe nicht mal verstanden, was BfG überhaupt ist.

Es geht ja darum dass ich vermute, dass mein Lohi-Verein das Taschengeld aus dem Bfd ebenfalls zum steuerpflichtigen Einkommen gerechnet hat. Denn durch den Lohnsteuerjahresausgleich habe ich ja alle Steuern zurückbekommen (obwohl da das Taschengeld zum Einkommen dazu gezählt wurde), d.h. wenn bei der Steuererklärung die Rente hinzugerechnet, dafür aber das Taschengeld abgezogen wird, bin ich sogar bei einem niedrigeren SV-pflichtigen Einkommen in dem Jahr und müsste dann nichts nachzahlen.

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@bazingarrr

PS: oh, grade gesehen dass Sie nicht wissen was ein BfD ist - Bundesfreiwilligendienst. 

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@bazingarrr

Naja, diese Erkenntnis hilft mir ja auch nicht weiter. Es bleibt dabei: Es muss beim LoHi nachgefragt werden, wie die Berechnung zustandekommt.

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Aus der Webseite des Bundesfreiwilligendienstes:

Gem. § 2 Absatz 1 der Lohnsteuerdurchführungsverordnung gehören zum steuerpflichtigen Arbeitslohn alle Einnahmen, die einem Arbeitnehmer aus einem Dienstverhältnis zufließen. Die Geld- und Sachbezüge aus dem Bundesfreiwilligendienst sind folglich dem Grundsatz nach steuerpflichtige Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit, vgl. § 19 Einkommensteuergesetz, EStG. Sie unterliegen dem Lohnsteuerabzug gem. § 38 EStG. Bei der Ermittlung des zu versteuernden Einkommens gelten die allgemeinen Regelungen; so etwa hinsichtlich der Berücksichtigung von Werbungskosten und Sonderausgaben.

Bei den Summen ist nur keine Steuer angefallen.

Steuer fällt erst dadurch an, dass Du auch Rente bekommst. Trotzdem erscheint es mir so, als wäre etwas verkehrt.

Bufdi 12*475,- = 5.700,-

Rente 8 * 270 = 2.160,-

Das kann noch nicht zu einem steuerpflichtigen Einkommen führen, was zu einer Steuerzahlung Anlass gibt.

Es fehlen für die Beurteilung die Beträge, die Du als Pflegehelferin bekommen hast.

Hallo,

danke erstmal für die Antwort.

Ich habe den BfD bis August absolviert, dann von September bis Dezember als Pflegehelferin. Als Pflegehelferin habe ich ca. 1750 Euro brutto monatlich, plus einmal Weihnachtsgeld von (ich glaube) 600 Euro erhalten. 

Es geht mir nur darum, dass mir das Taschengeld des BfDs bisher als steuerpflichtiges Einkommen angerechnet wird. In der von Ihnen zitierten Quelle steht nämlich weiter unten auch noch, dass das Taschengeld steuerfrei ist und nur die restlichen Geldbezüge zu versteuern sind. Bei mir waren das 300 Euro monatliches Taschengeld, die mit zum steuerpflichtigen Einkommen gezählt wurden, obwohl das Taschengeld eigentlich steuerfrei ist.

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@bazingarrr

Gut, wir kennen nicht alle Daten, aber 300,- Nachzahlung kommt mir eine Idee zuviel vor. ich käme auf ca. 220,- im ungünstigen Fall.

Aber es liegt doch so nahe beieinander das schon kleinere Ungenauigkeiten in Deinen Angaben (z. B. Bufdi Geld 475,- brutto einschl. Sachbezügen?), die Differenz erklären würden.

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Vorauszahlungsbescheid - Anzurechnende Lohnsteuerabzugsbeträge viel zu niedrig

Guten Tag,

ich bekam gestern den Steuerbescheid und das Ergebnis entsprach auch dann dem, was mein Steuerprogramm ausgespuckt hatte: Nachzahlung von 40 Euro. Zusätzlich jedoch war auch noch ein Vorauszahlungsbescheid dabei - mit nicht gerade geringen Vorauszahlungen. Ich bin das jetzt mal durchgegangen und ich kann da einfach einen Punkt nicht nachvollziehen. Und bevor ich da jetzt Einspruch einlege, frage ich hier erst mal nach. Ich versuche, mal zusammenzufassen (Zahlen leicht gerundet/abgeändert):

Grundlage/Info zu meiner Steuererklärung 2013:

  • bis Juni 2013 war ich selbstständig. Die Einkünfte aus Gewerbebetrieb betrugen ca. 6.000 Euro

  • seit Juni 2013 bin ich nun angestellt, verdiene knapp 2.300 brutto (insgesamt = 16.000 für 2013), wovon ca. 280 Euro mtl. als Lohnsteuer abgeführt werden

  • Die Einkünfte aus dem Gewerbe in der 2. Jahreshälfte betrugen - zeitlich bedingt - nur ca. 500 Euro, so dass ich insgesamt für das Jahr auf 6.500 komme und auch jetzt ist es deutlich nicht mehr in dem Maße wie vor dem Angestelltsein.

Die Summe der Einkünfte abzgl. der Ausgaben ergab dann eine Einkommensteuer von 2.000 Euro. Aber da ich ja 7x die 280 vom Lohn schon abgegeben habe, musste ich jetzt nur noch den Differenzbetrag (40 Euro) ans FA überweisen.

Vorauszahlungsbescheid

So weit kann ich alles nachvollziehen. Aber den mitgeschickten Vorauszahlungsbescheid verstehe ich überhaupt nicht:

Ergebnis: Dieses Jahr soll ich noch 2x über 700 Euro vorauszahlen und nächstes Jahr dann vierteljährlich knapp 400 Euro.

Folgende Rechnung ist da zu sehen:

  • Die haben wieder 6.800 (aus Gewerbebetrieb) und 16.000 (aus nichtselbständiger Arbeit) genommen, haben die Kosten kalkuliert, und sind dann am Ende wieder auf diese knapp 2.000 Einkommensteuer gekommen. Aber unter "anzurechnende Lohnsteuerabzugsbeträge" steht dort nun ein Betrag von ca. 700 Euro, der von den 2.000 Euro abgezogen wird.

Jetzt habe ich aber bis Juni schon knapp 1.400 Euro an Lohnsteuer gezahlt und werde in 2014 wohl insgesamt auf über 3.000 Euro Lohnsteuer kommen. Und trotzdem soll ich jetzt Vorauszahlungen leisten? Kann das richtig sein? Macht für mich zumindest jetzt keinen Sinn.

Frage: Macht es Sinn, wenn ich das FA über die Entwicklung in 2014 informiere, also dass die selbstständigen Einkünfte auf ein Minimum runtergefahren wurden und letztendlich die ganze Steuer über die Lohnsteuer schon eingezogen wird? Ist ja letztlich ein Sonderfall gewesen, da sich ja in der Mitte des Jahres alles geändert hat. Die gehen ja von ganz anderen Werten aus. Oder ist so was hoffnungslos? Ich meine, ich würde das Geld doch dann nächstes Jahr eh wieder zurückbekommen.

Vielen Dank schon mal für eure/Ihre Hilfe

Andreas

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