Falschüberweisung wegen Zahlendreher des Empfängers was tun

1 Antwort

Generell hast Du nach §812ff BGB ein Rückforderungsrecht gegen den falschen Empfänger. Da Dir die falsche Kontonummer von dem korrekten Empfänger falsch mitgeteilt wurde und dies wohl nachzuweisen ist, könnten Aufwände die Dir dadurch entstehen, dem korrekten Empfänger in Rechnung gestellt werden bzw. durch Aufrechnung gegen den ursprünglichen Zahlbetrag sogar verrechnet werden.

Wenn ich das recht verstehe, hast Du jedoch einen Betrag von Deiner Bank in bar abgehoben, bist zur Zielbank gegangen und hast dort per Einzahlungsformular den Betrag auf das (falsche) Konto eingezahlt. Korrekt? In diesem Fall dürfte die Bank eine Prüfungspflicht für die Übereinstimmung von Name und Kontonummer haben. Bei einer Online-Überweisung wäre das nicht der Fall.

Wesentlich für den Vorgang (wenn er als Bareinzahlung durchgeführt wurde) ist natürlich auch die Frage, ob Du noch den Einzahlungsbeleg hast, denn das ist im Zweifelsfall das einzige Stück Papier, das schlüssig beweist, daß das Geld wirklich von Dir stammt - vielleicht hat die Bank ja noch eine archivierte Kopie.

Wenn es um einen signifikanten Betrag geht und die Bank bzw. der Empfänger sich querstellen, lohnt sich die Einschaltung eines Anwalts.

Was möchtest Du wissen?