Fahrtkosten Abrechnung mit einem Tag Homeoffice

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2 Antworten

  1. Es gibt keine Pendlerpauschale. Es gibt eine Entfernungspauschale.

  2. Die Entfernungspauschale wird für diejenigen Tage geltend gemacht, an denen Du die Firma besucht hast. Ob an diesem Tag außerdem auch noch Arbeit im Home Office oder im Garten stattfand, spielt keine Rolle.

§9 Abs 1 Nr 4 EStG sagt "[...] für jeden Arbeitstag, an dem der Arbeitnehmer die erste Tätigkeitsstätte aufsucht eine Entfernungspauschale für jeden vollen Kilometer der Entfernung zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte von 0,30 Euro anzusetzen [...]", d.h. das hat mit zusätzlichem Home Office nichts zu tun.

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EnnoBecker 16.01.2015, 09:33

Wesentlich ist hier die Textstelle:

"für jeden Arbeitstag, an dem der Arbeitnehmer die erste Tätigkeitsstätte aufsucht"

Ich finde, so unklar sind Gesetze doch meistens gar nicht geschrieben.

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LittleArrow 16.01.2015, 12:46
@EnnoBecker

Aha, der Weg vom Badezimmer ins Home Office ist also das Aufsuchen der ersten Tätigkeitsstätte, allerdings mit 0 km Entfernungspauschale.

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gandalf94305 16.01.2015, 14:22
@LittleArrow

§9 Abs 4 EStG sagt:

Erste Tätigkeitsstätte ist die ortsfeste betriebliche Einrichtung des Arbeitgebers, eines verbundenen Unternehmens (§ 15 des Aktiengesetzes) oder eines vom Arbeitgeber bestimmten Dritten, der der Arbeitnehmer dauerhaft zugeordnet ist. Die Zuordnung im Sinne des Satzes 1 wird durch die dienst- oder arbeitsrechtlichen Festlegungen sowie die diese ausfüllenden Absprachen und Weisungen bestimmt. Von einer dauerhaften Zuordnung ist insbesondere auszugehen, wenn der Arbeitnehmer unbefristet, für die Dauer des Dienstverhältnisses oder über einen Zeitraum von 48 Monaten hinaus an einer solchen Tätigkeitsstätte tätig werden soll. Fehlt eine solche dienst- oder arbeitsrechtliche Festlegung auf eine Tätigkeitsstätte oder ist sie nicht eindeutig, ist erste Tätigkeitsstätte die betriebliche Einrichtung, an der der Arbeitnehmer

  • typischerweise arbeitstäglich tätig werden soll oder

  • je Arbeitswoche zwei volle Arbeitstage oder mindestens ein Drittel seiner vereinbarten regelmäßigen Arbeitszeit tätig werden soll.

Je Dienstverhältnis hat der Arbeitnehmer höchstens eine erste Tätigkeitsstätte. Liegen die Voraussetzungen der Sätze 1 bis 4 für mehrere Tätigkeitsstätten vor, ist diejenige Tätigkeitsstätte erste Tätigkeitsstätte, die der Arbeitgeber bestimmt. Fehlt es an dieser Bestimmung oder ist sie nicht eindeutig, ist die der Wohnung örtlich am nächsten liegende Tätigkeitsstätte die erste Tätigkeitsstätte. Als erste Tätigkeitsstätte gilt auch eine Bildungseinrichtung, die außerhalb eines Dienstverhältnisses zum Zwecke eines Vollzeitstudiums oder einer vollzeitigen Bildungsmaßnahme aufgesucht wird.

Das Home Office ist bei einer Regelung, die nur einen Tag in selbigem pro Woche vorsieht, wohl nicht im Sinne des Gesetzes zu verstehen.

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Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Ob du nun 8 Stunden im Büro warst oder nur kurz Unterlagen abgeholt hast und nach 5 Minuten wieder nach Hause gefahren bist, ist vollkommen irrelevant.

Hast du bisher immer alle Tage notiert an denen du zur Arbeit gefahren bist? Ich habe das für meine Steuererklärung noch nie gemacht. Es gibt übliche Werte, die du bei der Steuererklärung angeben kannst. Für die Fünf-Tage-Woche und Sechs-Tage-Woche sind sie wie folgt:

5 Tage Woche: 230 Arbeitstage pro Kalenderjahr und

6 Tage Woche: 280 Arbeitstage pro Kalenderjahr.

Werden mehr als die 230/280 Arbeitstage angegeben, erhöht dies die Wahrscheinlichkeit, dass das Finanzamt nachprüft.

Im Finanzamt wird sich niemand hinsetzen und überprüfen, ob du 190 oder 191 Tage zur Arbeit gefahren bist. Solange du dich an den üblichen Werten orientierst, bist du auf der sicheren Seite.

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