Fälschlicher Lohnsteuerjahresausgleich vom Arbeitgeber?

3 Antworten

Zunächst hat er alle seine Daten in das "Programm" eingegeben und es würde gut was bei rumkommen, wir dachten dann, sobald meine Daten kommen würden, wird sich ja nicht mehr viel ändern, da ich ja bereits die Lohnsteuer beim Arbeitgeber gelassen habe ABER es wurden auf Schlag über 1.000 € weniger.

Meint ihr damit das private Programm für die Steuererklärung oder das Lohnprogramm des Arbeitgebers?

Auch wenn der Arbeitgeber einen Lohnsteuerausgleich für dich macht, kann es, je nach Wahl der Steuerklassen, bei der Einkommensteuererklärung (allgemein auch als Lohnsteuerjahresausgleich bezeichnet) zu einer Nachzahlung kommen. Das hat dann aber nichts damit zu tun, ob der Arbeitgeber die Lohnsteuer vorher korrekt berechnet hat.

Ja, genau das private Programm.

Mein Arbeitgeber hätte ja, so hab ich es verstanden den Ausgleich eigentlich nicht machen dürfen unter den o.g. Umständen. Fand ich nicht schlimm, jedem passiert mal ein Fehler und hab es so gelassen.

Aber erst 500,- über den Arbeitgeber und jetzt verringert sich die Rückerstattung im privaten Lohnsteuerprogramm NUR durch dir Eingabe meiner Daten von der Lohnsteuerbescheinigung um 1000,-.

Steuern sind nicht mein Ding, aber ich hätte gedacht, dass sich da evtl. ein bisschen verschiebt, aber nicht so drastisch.

Lieben Dank für die Antwort

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@Jenny80

Ich habe da mal eine Vermutung:

Ihr habt zuerst die Personendaten eingegeben und dass ihr als Ehegatten die Zusammenveranlagung durchführen wollt.

Anschließend habt ihr die Lohndaten des Ehemannes eingegeben und euch gefreut, dass da eine größere Erstattung als Ergebnis entsteht.

Dann habt ihr die Lohndaten von Dir dazu eingegeben und die Erstattung wurde plötzlich viel geringer.

Das ist ganz normal und richtig so. Das Programm geht ja davon aus, dass für euch beide der günstigere Splittingtarif angewandt wird. Durch den Splittingtarif bei Ehegatten ist der Steuersatz meist geringer als bei Alleinstehenden.

Wenn ihr nur die Daten des Ehemannes eingebt, wird auf sein Einkommen der Splittingtarif angewandt und die zuvor einbehaltene Lohnsteuer angerechnet. Da mit Steuerklasse I bzw dann IV so viel Lohnsteuer einbehalten wird wie bei einem Alleinstehenden, führt dies zu einer hohen Erstattung.

Ergänzt man nun die Einkünfte der Ehefrau, steigt der progressive Steuersatz für alle Einkünfte ja an. Im Gegenzug bleibt die prozentual einbehaltene Lohnsteuer aber gleich.

Folglich verringert sich die Einkommensteuererstattung.

Persönlich und mit Aufmalen lässt sich das besser erklären als hier zu schreiben.

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@Frommwood

Vielen lieben Dank.

Genau so sind wir vorgegangen.

Jetzt bin ich/sind wir aufgeklärt.

Herzlichen Dank für deine Zeit.

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@Jenny80

Was meinst Du mit 500,-€ Lohnsteuer im Januar? Wie hoch war denn Dein Brutto Verdienst im Januar? Meinst Du, diese 500,-€ wären eine Rückzahlung des Lohnsteuerjahresausgleiches im Dezember gewesen?

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@Andri123

Die 500,- sind durch den Lohnsteuerausgleich vom Arbeitgeber entstanden aus dem vergangenen Jahr.

Das sind Lohnsteuer.

Mein Brutto war 1.360,-

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@Jenny80

Wenn das eine Korrektur für 2020 war, müsstest Du die Zahlen auf der Lohnsteuerbescheinigung mit der real gezahlten Lohnsteuer insgesamt in 2020 vergleichen.

Aber im Prinzip hat frommwood schon recht, diese 500 könnten aber in der Bescheinigung fehlen.

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Der Lohnsteuerjahresausgleich hätte bei dir nicht durchgeführt werden dürfen.

Der Lohnsteuerjahresausgleich ist ein Erstattungsverfahren, es kann dir deshalb keine Lohnsteuer "mehr" einbehalten werden.

Ist es sicher der Lohnsteuerjahresausgleich und nicht einfach nur Korrekturen auf Grund des Steuerklassenwechsels? Das erscheint mir plausibler...

Nein, es sicher der Jahresausgleich durchgeführt wurden.

Eigentlich hätte ich gem. der Korrektur von Dezember gar kein Gehalt bekommen dürfen und stehe nun auch beim Arbeitgeber mit 950,- Euro in der Kreide.

Was nun? Muss mein chef6das rückgängig machen? Geht das?

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@Jenny80

Mit welcher Steuerklasse ist bisher der November und Dezember abgerechnet worden?

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@Wassonst

Mit 5.

Auf der Korrekturabrechnung Dez. steht drauf "Lohnsteuerjahresausgleich wurde durchgeführt"

Brutto 1.400

Lohnsteuer 1.500,- + Lohnsteuer Dez 300,- und sonsige Abzüge = -500,- (hab aber vor der Korrektur ja mein Gehalt (950,-) ausbezahlt bekommen.

Die 500,- wurden dann vom Januar abgezogen.

Somit hab ich nun im Dezember nichts bekommen und im Januar wurden noch 500,- abgezogen ...

Wenn wir nun unsere Steuererklärung machen, bekommen wir gerade mal das und ein paar Fahrkosten etc. wieder!

Das kann doch nicht angehen!?

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Diesen "vereinfachten" Steuerausgleich machen viele Arbeitgeber.

Das hindert Dich NULL daran, gemeinsam mit Deinem Mann eure Steuerklärung anzufertigen und einzureichen.

Viel Erfolg!

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