Fällt die Spekulationssteuer an?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Deine Vermietung hat die Steuerfreiheit des Verkaufs zunichte gemacht. Entweder bis 2026 halten, oder möglichst noch am 31. 12. 2020 wieder einziehen, dann kannst Du ab Januar 2022 verkaufen.

Steuerfrei bleibt der Gewinn aus privaten Veräußerungsgeschäften (§ 23 EStG), wenn man die Wohnung im Jahr des Verkaufs und in den zwei Jahren davor zu eigenen Wohnzwecken genutzt hat. Ist das nicht der Fall, nur wenn man sie über 10 Jahre im Eigentum hatte (oder geerbt hat, dann zählt das Eigentum des Erblassers mit).

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Steuerbevollmächtigtenprüfung 1979, Steuerberaterprüfg .1986

Vielen Dank für deine Antwort! Ich habe übrigens gelesen, dass sich die Spekulationsfrist auf 5 Jahre verkürzen lässt. Dies gilt beispielsweise, wenn man aus beruflichen Gründen wegzieht (Sachzwang)

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@Amrom

Ist mir bekannt, aber ein extrem seltener Ausnahmefall, denn wer aus beruflichen Gründen verkauft, dürfte selbst darin gewohnt haben und ein neuesHaus kaufen wollen:

Der Bundesfinanzhof (BHF) hat anerkannt (Az. X R 28/00), dass es „offensichtliche Sachzwänge“ geben kann, die einen Immobilienverkauf notwendig machen – beispielsweise einen berufsbedingten Umzug. In solchen Fällen kann die Spekulationsfrist auf fünf Jahre verkürzt werden. Der Spekulationsgewinn bleibt steuerfrei, weil davon ausgegangen wird, dass er für die Anschaffung einer neuen Immobilie verwendet werden muss. Bislang ist die Rechtsprechung bezüglich des Sachzwangs jedoch überaus streng.

Das seinerzeitige Urteil, passt hier nun wirklich nicht.

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Wenn du im Jahr der Veräußerung und den beiden vorangegangenen Jahren in der gekauften Immobilie gewohnt hast, kannst du Sie danach steuerfrei verkaufen." Dabei zählen die Rand-Jahre zu der Drei-Jahres-Frist, ohne sie - mit Ausnahme des mittleren Jahres - voll ausfüllen zu müssen."

Und es heisst übrigens "Einkünfte aus privaten Veräußerungsgeschäften im Sinne des § 23“

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