Euribor 3M steigt - beim letzten Mal ein Zeichen von Krise im Finanzsystem, im Interbankenmarkt

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3 Antworten

Wie heißt das ? Paranoid ???

Du willst partout eine Krise in der Bankenwelt ?

Übrigens, als das letzte mal Stress im Gebälk war, 2008 , sind die Euriborsätze massiv gefallen, weil die Zentralbanken massiv die Zinsen gesenkt haben.

Der Anstieg des Euribor hängt größtenteils mit dem Anstieg des EONIA zusammen, der, wie ich schon schrieb, eher sogar eine Normalisierung anzeigt, da er sich wieder näher an den Hauptzins des Interbankgeldmarktes , den Hauptrefinanzierungssatz annähert.

"Mein" Indikator für Stress unter Banken ist seit einiger Zeit der Spread zwischen unbesicherten und besicherten ( Repo ) 3 Monatskrediten unter Banken. Dieser Spread bewegte sich vom 4. Q 2012 bis Mitte 2013 zwischen 0,18 und 0,22 , dann eine Weile zwischen 0,17 und 0,18 , fiel zum Jahresende bis auf 0,13 ( im Zusammenhang damit, dass die Bankenabgabe zum Jahresende fällig wurde ) und ist seitdem wieder auf 0,16 gestiegen. In der absoluten Hochphase der Euphorie ( die aber der Grund für die Krise war ) lag der Spread beständig zwischen 0,05 und 0,10 %. Also langfrsitig gesehen - sieht man auch an den galoppieren Aktienmärkten - sind wir eher am low risk Punkt im Moment.

Was natürlich nicht bedeutet, dass wir schon nächste Woche einen schwarzen Schwan sehen, und das ganze vor vorne los geht.

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Kommentar von jo123
12.02.2014, 19:59

weder paranoid noch der Wunsch nach einer Bankenkrise.

Ich habe durch die Finanzkrise einiges verloren und daher bin ich lieber vorsichtig als zu wenig.

Danke für deinen Indikator für Stress unter Banken.

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Schau Dir doch bitte erst mal die Ansicht des Charts mit dem Zeitraum "MAX" an :-)

Nun sagst Du mir, ob da noch ein Anstieg erkennbar ist.

Der Grund für den steigenden EURIBOR-3M ist recht einfach. Man rechnet mit einer kleinen Wahrscheinlichkeit, aber eben mit zunehmenden Chancen damit, daß eine Zinserhöhung stattfinden könnte. Daher wird der EURIBOR-3M weiter steigen, wenn diese Marktmeinung stärker wird. Ungesund sind solche Bereiche allerdings nicht wirklich, wie Du im langfristigen Chart klar erkennen kannst.

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Kommentar von Finanzschlumpf
12.02.2014, 17:47

Sry, aber ich würde wetten das auf Sicht drei Monate niemand mit einer Zinserhöhung rechnet , wegen der "forward guidance". Und erst heute faselte wieder einer von der EZB von Minuszinsen.

Dass immer mehr auf Sicht der nächsten 12 Monate mit einer Zinserhöhung rechnen, mag stimmen, aber dann muss ich Laufzeiten > 12 Monate "long" gehen, und nicht die 3 Monate. ( Da würde man dann sogar u.U. einen gegenläufigen Effekt sehen können, Stichwort : Indifferenzkurve ).

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Das sind ganz normale Schwankungen. Dein Gedanke würde ich teilen, wenn es ein paar Prozentpunkte wären. Aber der Unterschied ist winzig gering, so daß ich nicht mit Dir konform bin.

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