ETF Währung egal?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wenn aus irgendeinem Gund nicht das gleiche drin ist oder wenn die Währung gehedgt wurde, gibt es in der Wertentwicklung Unterschiede.

Wenn die Zusammensetzung gleich ist und nur der eine auf USD lautet und der andere auf Euro, ist diene Wertentwicklung (in Euro!) identisch. Außer natürlich, irgendwer genehmigt sich irgendwas für die Umrechnung. 

Dein Fehler ist wahrscheinlich, dass du den MSCI in verschiedenen Währungen vergleichst, dann aber nicht auf Euro umrechnest. Natürlich ist die Dollar-Wertentwicklung eine andere als die Euro-Wertentwicklung. Nur musst du in Euro denkend auf die Dollar-Wertentwicklung im letzten Jahr um die 30 % draufrechnen, wenn du den Fonds in Euro tauschst.

Aus der Fondswährung (selber Fonds in verschiedenen Währungen; so ist es üblich), die für Anleger aus verschiedenen Regionen unterschiedlich ist ergibt sich weder ein Währungsrisiko noch eine Chance. Man nimmt dann, um Umrechnungskosten zu sparen, die Anteilsklasse in der eigenen Währung. 

Bei jedem Fonds wirst Du als Euro-Mensch ein Währungsrisiko haben, außer bei Euro-Anleihen.

Du betrachtest in Deinem Fall ein spezielles Aktienfondspaket, wenn Du auf den MSCI World als Vermögensposition schaust, die mal in US-Dollar mal in Euro bewertet wird. Als Schweizer würdest Du das noch ganz anders sehen, nämlich in CHF.

Angenommen, Deine Vermögensposition MSCI World würde sich seit 6 Monaten nicht verändert haben, dann wäre alleine aufgrund der Euro-Abwertung gegenüber dem USD der €-Wert Deiner in USD ausgedrückten Vermögensposition MSCI World um ca. 14 % gestiegen, so als ob Du damals einen Betrag von - sagen wir - $ 1.000 in USD-Banknoten angelegt hättest. 

Würde sich der Euro gegenüber dem USD um 18 % aufwerten, dann wäre es vorbei mit dieser rechnerischen MSCI World-Performance von 15 % (bitte bei 15 und 18 % die unterschiedliche Bezugsbasis beachten!).

Dieses vorausgeschickt, kannst Du nun Deine eigenen Schlüsse aus den verfeinernden Antworten von gandalf94305 und Rat2010 ziehen, wenn es um die Fondswährung eines ETFs geht.




Zunächst mal: die Fondswährung ist nicht egal. Bei der Umrechnung fallen Spreads von 0,2-1,5% an, die natürlich Deine Kosten erhöhen bzw. Gewinne schmälern. Daher würde ich immer die EUR-Tranche eines Fonds oder anderen Instruments nehmen, wenn sie existiert.

Vernachlässigt man diesen Effekt, dann wäre theoretisch bei einem Fonds die in EUR umgerechnete USD-Tranche gleich von der Entwicklung wie die EUR-Tranche des gleichen Fonds.

Bei ETFs wird das nicht immer ganz zutreffen, da die Indices häufig keine Total Return Indices sind, sondern Gross Return, d.h. mit Berücksichtigung von Steuern. Die Indices sind also nicht notwendigerweise bei ETFs in EUR und USD identisch.

Da Du im EUR-Raum lebst und arbeitest, ist der EUR-Betrag für Dich relevant. Abgesehen davon ist für die meisten globalen Unternehmen ohnehin der Kurs nicht so währungssensitiv, da die Unternehmen in verschiedensten Währungsregionen aktiv sind. Daher hängen CHF-Unternehmen eher an der Entwicklung des EUR als an der des CHF.

Wenn Du also einen ETF in USD kaufst und der Index gegenüber einer EUR-Anteilsklasse wirklich identisch ist, sollte der EUR-Betrag des USD-ETF praktisch gleich zum EUR-ETF sein. Unterschiede kannst Du auf Spreads der Währungsumrechnung schieben.

Von der Ausschüttung her gibt es auch ggf. noch Unterschiede. Die FFB beispielsweise schüttet nur EUR-Beträge aus, keine Fremdwährungen. Diese werden obligatorisch wiederangelegt.

Zur Nachfrage:

Stell Dir vor, der Index steht bei 1.700 Punkten und wird in USD gemessen (z.B. ein MSCI World). Ein Monat später steht er bei 1.800 Punkten. In der gleichen Zeit ging der EURUSD von 1,0500 auf 1,0800.

Die Performance des Index in USD ist damit +5,88%. In EUR ist die Performance allerdings nur +2,94%. Die USD-Beträge müssen ja jeweils in EUR umgerechnet werden.

Da Du im EUR-Raum lebst, sind die EUR-Werte für Dich relevant. Also wäre die Position in Deinem Portfolio bei +2,94%.

Bei einem Tracker-Zertifikat, das "den Index MSCI World EUR-hedged" verwendet, wäre der Index ein anderer. Es wäre nämlich der USD-Index gegen EUR abgesichert, d.h. Du kannst den USD-Wert als EUR-Betrag nehmen. Die Absicherung kostet zusätzlich, daher ist das meist nicht so sehr sinnvoll - besonders, wenn das Währungspaar recht volatil ist.

Was nützt Dir in der lokalen Währung eines Instruments ein Zuwachs von +50%, wenn diese Währung gegen den EUR in der entsprechenden Zeit genau in gleichem Maße abgewertet hat. Das war beispielsweise mit den hohen Einlagezinsen in der Türkei und der TRY der Fall. Netto hast Du in EUR sogar ggf. einen Verlust, obwohl Zinsen oder Renditen deutlich positiv sind.

MSCI Indexwerte in verschiedenen Geschmacksrichtungen findest Du hier: http://www.mscibarra.com/webapp/indexperf/pages/IEIPerformanceRegional.jsf

0

ETF Portfolio Zusammenstellung. Beginn mit 5.000€ & Sparplan, wie weit diversifizieren?

Hallo zusammen,

ich benötige objektive Stimmen zu meinem Portfolio, welches ich die Tage angehen möchte. Es geht mir nicht darum, meine exakten ETFs aufzuschreiben, sodass ich eine Meinung dazu bekomme. Vielmehr geht es um die Zusammenstellung meines Portfolios und ob die Sinn ergibt.

Ich wollte 5.000€ investieren mit einem darauffolgenden Sparplan von 200€ pro Monat. Ich kann bis zu 5 Sparplan-ETFS aufsetzen. Meine Risikostufe würde ich bei 7 einschätzen auf einer Skala bis 10. Ich möchte ein breit diversifiziertes Portfolio.

Meine Fragen: 1. Bei einer EInmaleinlage und dem Sparplan der darauf folgt: Würde es Sinn machen, die 5000€ vermehrt in nicht-sparplanfähige ETFs zu investieren? Macht es bei diesem Plan überhaupt Sinn auf mehr als 4/5 ETFs zu sparen? Genauere Details schreibe ich in die ETF-Beschreibungen. 2. Sollte es SInn machen, würde ich gerne weiter diversifizieren bei den Aktien-ETFs und Richtung Kommer's Weltportfolio gehen. Soweit ich das sehe, habe ich überhaupt keine Small & Mid Caps im Portfolio, allerdings macht dieses Portfolio bei den Summen glaube ich noch keinen SInn. 3. Würde ein S&P 500 bei einem MSCI World /ACWI überhaupt SInn machen? Der Fokus liegt erneut auf den USA und soweit ich das verstehe, bestehen diese zum großen Teil aus dem S&P 500. 4. Ich möchte sowohl Divididenden-Ausschüttende als auch thesaurierende ETFS, also keine 100% von keiner Sorte. Macht das Sinn oder gibt es hier etwas, was ich nicht verstehe? Ich habe es mir gut überlegt und möchte sowohl den Zinseszins-Effekt, als auch die kleine Motivation, wenn ich ab und zu was auf dem Konto sehe (zudem die Steuerfreiheit bis 800€).

65% Aktien (davon 70% MSCI World / 30% MSCI EM) 25% Anleihen 10% Rohstoffe / Immobilien

  1. MSCI World
  2. MSCI EM
  3. (Obwohl ich gerne weiter diversifizieren würde, da ich ja auch keine Small / Middle Caps wirklich habe. So habe ich dementsprechend auch über MSCI Europe/Asia Small Caps, Euro Stoxx50.. gedacht. Ebenso über den S&P 500 aber dieser ist ja mehr oder weniger vom MSCI World schon mitabgebildet, oder?)
  1. IShares Markit IBOXX EUR Liquid Sovereigns Capped oder X-Trackers II IBOXX Global Inflation
  2. X-Trackers DBLCI - OY Balanced ETF

Das wären meine Aktien-ETFS. Würde es jetzt in die weitere Diversifizierung gehen (Frage 2), würde ich auch über folgende ETFs nachdenken. 1. MSCI ACWI - thesaurierend - unfunded swap - 0,45% TER - Aktion (Ich habe auch diesen MScI ACWI gefunden, der ebenso kostenlos und sparplanfähig ist. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob der den MSCI World & EM einfach so ersetzen kann und ob dies Sinn macht..) 2. S&P 500 - thesaurierend - unfunded swap - 0,12% TER - Aktion (Alternative 1: ausschüttend - unfunded swap - 0,15% TER) (Alternative 2: thesaurierend - physisch - 0,07% TER) 3. MSCI Europe Small Caps - thesaurierend - physisch - 0,3% TER

Was denkt ihr hierzu?

Danke und LG

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?