ETF thesaurierend = Ponzi?

4 Antworten

Etfs wachsen ja hauptsächlich durch Inflation Wirtschaftswachstum und Dividenden, also wenn man langfristig anlegt. Bei langfristigen Anlagen gilt das greater fool prinzip nicht, da die Person, die dir den Etf abkauft selber nach ner Zeit den teurer verkaufen kann. Das greater fool prinzip gilt bei kurzfristigen Anlagen, wo du nur an kurzfristigen kurssteigerungen profitierst, die durch Angebot und Nachfrage entstehen.

Naja das "greater fool" Prinzip kann schon auch bei langfristigen Anlagen gelten. Wenn mir z. B. jemand mit gefälschten Dokumenten eine Immobilie verkaufen will und ich denke super, da kann ich langfristig Miete einnehmen.

Was ich mich frage ist, ob man mit einem ETF wirklich die Sicherheit hat, ausgezahlt zu werden. Dass die Aktienkurse steigen mag sein. Aber man ist (nach Antworten hier) nicht Eigentümer der Aktien.

Wenn die Fondsgesellschaft definitiv zum aktuellen Kurs auszahlen muss und wird, welcher den enthaltenen Aktien entspricht, dann ist schätze ich ein guter ETF eine prima Anlage.

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@Karl22

Etfs werden nicht bei der Fondsgesellschaft aufbewahrt und sind gesetzlich geschützt. Selbst wenn die Fondsgesellschaft pleite geht, bekommst du dein Geld wieder.

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@abcdefgqwertz

Habe weiter recherchiert: Ja, die Depotbank des ETF Emittenten kann im Fall des Konkurses einspringen, es ist dort als Sondervermögen hinterlegt.

Die ETF Anteile kann man anscheinend über einen Zwischenhändler, einem Market Maker, einlösen, welcher verpflichtet ist, Kurse anzubieten, welche dem aktuellen Marktwert der im ETF enthaltenen Aktien entprechen.

Hier eine Erklärung von der Börse:

https://www.six-group.com/exchanges/participants/trading/etf_funds/market_making_de.html

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Das steht immer in den Infos die für jedes ETF hinterlegt sind. Die muss man sich selbstverständlich immer durchlesen, später reicht überfliegen aus.

Selbstverständlich enthält der ETF immer Werte, entweder physisch oder durch Derivate abgebildet.

Was mit greater Fool / Ponzi gemeint sein soll, weiß ich nicht.

Beim Ponzi Schema zahlen Leute ein, aber bekommen dann keinen wirklichen Wert dafür. Zum Beispiel jemand behauptet überzeugend mit gefälschten Dokumenten, dass ihm eine Immobilie gehört. Man kann damit aber dennoch Gewinn machen, wenn ein "greater fool" das Wertlose zu einem noch höheren Preis abkauft.

Im Kommentar auf Privatier hab ich ein Beispiel mit einer Aktie genannt, wo die Firma sogar ankündigt, dass sie niemals den Aktionären irgend einen Vorteil geben oder auch nur einen einzigen Cent auszahlen wird. Die Aktionäre würden also Geld geben, aber null Prozent zurück bekommen.

Man kann dann doch nur noch hoffen, dass jemand den Titel abkauft - obwohl die Firma klar gemacht hat, dass es auf ewig nichts für den Titel gibt, völlig egal wie die Wertsteigerung der Firma sein mag.

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Du hast das ETF-Prinzip nicht verstanden. Informier Dich u.a. hier

https://www.finanztip.de/blog/kritik-etf/

Betrüger und und Verschwörungstheorien gibt es in jedem Bereich. Deine diversen Beispiele und das dubiose "Ponzi-Prinzip" passen nicht für ETFs.

Ich hab inzwischen weiter recherchiert und inzwischen blicke ich die Grundlagen halbwegs durch.

1) man überweist z. B. Euros auf ein Depot-Konto eines Brokers

2) man gibt Auftrag an den Broker, ETF-Anteile zu kaufen

3) ein Market Maker kauft die Aktien, wie sie für die Zusammensetzung eines ETF benötigt werden.

4) der Market Maker überschreibt die Aktien an die emittierende ETF Gesellschaft und erhält hierfür die ETF-Anteile. Die Aktien werden vom ETF-Emittenten wiederum in einem Bankdepot hinterlegt und sind Sondervermögen, welches von Konkurs nicht berührt wird.

5) der Market Maker überschreibt den ETF Anteil für den Betrag, welchen man beim Broker in Auftrag gegeben hat

6) später möchte man den ETF wieder verkaufen. Der Market Maker ist verpflichtet, Kurse entsprechend der Marktlage anzubieten. Man gibt Auftrag an den Broker entsprechend des Kurses und erhält das Geld vom Market Maker für das Überschreiben des ETF.

7) der Market Maker löst den ETF Anteil bei der Gesellschaft ein und erhält hierfür die Aktien

8) der Market Maker kann nun die Aktien verkaufen und hat somit das Geld, welches er den Verkäufern von ETF geben kann.

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@Karl22

Man muss also anscheinend nicht auf einen irrationalen Käufer hoffen, sondern hat über den verpflichteten Kurs des Market Makers einen fairen Marktpreis entsprechend der enthaltenen Aktien, welche bei der Depotbank des Emittenten hinterlegt sind.

Hab hier ein Video von der Börse gefunden:

https://m.youtube.com/watch?v=brEQ5x1Iafk

Auch hier in der Schweiz ist es so, dass die Market Maker die Pflicht haben, die ETF zu verbindlichen Kursen anzubieten und auszuzahlen.

https://www.six-group.com/exchanges/participants/trading/etf_funds/market_making_de.html

Werde aber noch mehr recherchieren und hoffentlich mehr hilfreiche Antworten erhalten, dann weiss ich hoffe ich ausreichend viel.

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Du glaubst bestimmt auch, dass der Corona-Virus in einem Labor in China unter finanzieller Beteiligung der üblichen Verdächtigen an internationalen Verschwörungen hergestellt wurden!

Der Wert des Fondsvermögens wird nicht nur regelmäßig, in der Regel börsentäglich, ermittelt, er wird auch jährlich nach Prüfung durch einen Wirtschaftsprüfer veröffentlicht. Da gibt es keine Verschwörung.

Das meinte ich gar nicht. Wobei das natürlich auch möglich wäre, einen Wirtschaftsprüfer zu bestechen, wenn es um viele Milliarden geht.

Angenommen ich halte eine einzelne Aktie. Die Firma zahlt aber niemals Dividenden aus und gibt oder zahlt ihren Aktionären niemals etwas. Auch nicht in hundert Jahren, egal wie sehr die Firma wächst.

Die Firma kündigt es sogar an, dass sie niemals in irgendeiner Weise die Aktionäre begünstigen wird, niemals.

Dann könnte ich doch nur noch hoffen, dass mir jemand den Titel abkauft, obwohl derjenige von der Firma auch nichts für den Titel erhält.

Ich frage mich, ob es bei thesaurierenden ETF so wäre wie im Beispiel. Thesaurierend heisst ja, es wird alles reinvestiert, also niemals eine Auszahlung.

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