Frage von Brigi123, 92

ESt-Erklärung: Monatskarte absetzen statt km-Pauschale?

Hallo, meine Tochter hat von 1/16 bis 9/16 angestellt gearbeitet. Die Monatskarte kostete ca. 84,- Euro pro Monat, also insgesamt 756,- Euro für diesen Zeitraum.

Die km-Pauschale bringt viel weniger. Kann sie diese real angefallenen Kosten absetzen?

Und muß man ggf. die Kosten belegen? Es war ein Abo, also ggf. über die Kontoauszüge?

Die Monatskarte war natürlich auch privat nutzbar, muß man da Anteile rausrechnen?

Schonmal danke im Voraus.

Antwort
von Gaenseliesel, 47

Hallo,

da auch Privatnutzung, sind auch die Kosten nur anteilig abzugsfähig, denke ich. Ich würde sicherheitshalber die privat genutzten Tage grob schätzen und einfach herausrechnen, damit bist du auf der sicheren Seite. 

Wer wird schon dem FA die private Nutzung im Einzelnen haargenau nachweisen können. 

Kommentar von Brigi123 ,

Danke für die Antwort.

Ich hab mir jetzt gedacht, dass das FA ggf. selbst einen Privatanteil herausrechnen könnte, wenn es meint, dies tun zu müssen.

 Dass man dies also nicht vorsorglich selbst tun muß. Die Monatskarte wurde ja aus beruflichen Gründen angeschafft. Mal sehen, was dabei herauskommt.

Ich hab bei google nichts rechtes gefunden. Es ist ja auch merkwürdig, wenn bei der km-Regelung nur die einfache Strecke abgesetzt werden kann, aber bei Monatskarte die gesamten Fahrtkosten abgesetzt werden könnten?

Wenn die Monatskarte nur anteilig abgesetzt werden kann, wäre evtl. wieder die km-Regelung günstiger. Hilfe, ich kenn mich nicht aus.

Kommentar von Brigi123 ,

Ich hab jetzt gefunden: § 9 Abs. 2 EStG.

Aber interessant wären natürlich irgendwelche Durchführungsverordnungen, Richtlinien o.ä. Oder Erfahrungswerte.

Kommentar von Gaenseliesel ,

Brigi123,

ich weiß, dass es wie von mir beschrieben, bei Selbständigen steuerlich so gehandhabt wird. Deshalb vermute ich mal, dass es bei den AN steuerlich nicht viel anders sein wird. 

Ich würde ein paar (nicht zu viele Tage) fiktive Privatfahrten herausrechnen und hätte ein (fast) reines Gewissen. ;-) 

Antwort
von michaelbaumann, 29

ich würde auch mal die Kilometer-Pauschale ausrechnen: wenn der Unterschied nicht allzu groß ist, würde ich die km-Pauschale nehmen.

Man weiß ja nicht, wie viel das Finanzamt für die auch privat nutzbare Monatskarte anerkennt

Antwort
von wurzlsepp6682, 74

der bereits in die Lohnsteuertabelle eingearbeitete Freibetrag beträgt 1.000 € .......

da die enstandenen Kosten UNTER diesem Betrag liegen ....

Kommentar von Brigi123 ,

Insgesamt kommt sie über 1000,- Euro, da noch anderes dazu kommt, u.a. 1600,- Euro Verpflegungsmehraufwand.

Vielleicht könntest Du trotzdem noch meine Frage beantworten? Wäre nett.

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