Es gibt lt. Medien einen anhaltenden Trend zur immer längeren Pendelstrecken zum Job. Wesentliche Ursachen dieser Entwicklung?

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Ich denke, dass das Pendeln vor allem damit zu tun hat, dass Menschen aus kleineren Ortschaften immer weiter in Städte pendeln müssen, da immer weniger Jobs außerhalb von größeren Städten angeboten werden. Homeoffice wird zwar immer häufiger angeboten, ist jedoch bei einer Großzahl an Berufen so auch auch nicht möglich...

Ich habe dazu die Meinung, dass es dann, wenn die Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten wollen, ganz wenige und in Wirklichkeit keine Gründe gibt, das nicht sofort und im gewünschten Umfang umzusetzen. Wenn, liegen sie wie bei Pflegern aller Art oder in manchen Bereichen der Industrie (ich meine die, die bald von Robotern erledigt werden können) auf der Hand.

Nur mangelt es halt oft an der Vorstellungskraft. Nicht und nicht vor allem bei den Chefs sondern auch bei den Mitarbeitern. Das legt sich, wenn die ersten aufsteigen, die man das letzte Mal vor ein paar Jahren gesehen hat.

In unserem Unternehmen gibt es bei vier Mitarbeitern drei Homeoffices und ein kleines Büro, weil der Mitarbeiter nicht zu Hause arbeiten kann.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Diese Arbeitsmethode passt gut bei Leuten, die in DEr Beratung für Versicherungen, Kapitalanlagen usw. tätig sind.

Da wird es selten so sein, dass 1-4 75er Ordner die Unterlagen für einen Monat enthalten.

Passt bei mir ja auch, wenn ich Vertragsentwürfe, Konzepte usw. entwickele. Aber für das, was unsere Mitarbeiter machen ist es nicht so praktisch.

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@wfwbinder

Ich denke, dass das Verbuchen von 1 - 4 75er Ordner für einen Monat in die Kategorie fällt, die ich mit "Bereichen, die bald von Robotern erledigt werden" meine.

Es ist nicht logisch, dass in zwei Jahren irgendwer irgendwas verbucht. Schon heute kann eine Bank aus einem Konto eine Einnahmenüberschussrechnung machen. Wie hoch sollte da der Aufwand sein, die verschiedenen Konten und das Kassenbuch oder die elektronischen Kassen zusammenzuführen? Ich bin mir sicher, dass es das schon gibt und dass es funktioniert. Vor allem hat man dann auch laufend das Ergebnis.

Wir lassen buchen aber bei dem, was die Banken liefern frage ich mich, warum.

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WAs sind denn geeignete Jobs für Homeoffice?

Das sind Jobs, wo man nicht Zeit bezahlt, sondern Leistung.

Das sind Jobs, wo ich den Mitarbeiter nicht vor mir haben muss.

Gut, ich bin eine andere Generation, trotzdem weiß ich, dass man viel an einem x-beliebigen Ort machen kann (ich arbeiten auf Geschäftsreisen gern in der Bahn).

Aber z. B. kann ich doch keine Mandantenunterlagen einem Mitarbeiter mit nach Hause geben.

Wenn ich alles mit Unterlagen im PDf Format machen will brauche ich mindestens 2 Bildschirme, besser 3. Da bin ich schon bei einer ziemlich aufwendigen Anlage.

Ausserdem mag ich es eben, wenn ich etwas zu besprechen habe, dass ich den Mitarbeiter nur am Telefon habe.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Steuerbevollmächtigtenprüfung 1979, Steuerberaterprüfg .1986
WAs sind denn geeignete Jobs für Homeoffice?

Raumpflegerin. Wenn unsere Putzfrau krank ist, behaupte ich auch immer, sie arbeitet heute von zu Hause aus.

Ich selbst teile mir die Arbeiten ein in solchge, die ich zu Hause machen kann udn solche, für die ich lieber ins Büro gehe. Gibt's beides.

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@EnnoWarMal

Klar, so mache ich das auch, aber wenn Mitarbeiter Unterlagen mit nach Hause nehmen wollten, wäre mir unwohl dabei.

Aber die Idee mit der von Daheim aus arbeitenden Putzfrau ist klasse. Warten wir mal ab, wann der erste darauf kommt, die Arbeit der Putzfrau nach Thailand outzusourcen.

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@Meandor

Wenn das nicht klappt, werde ich von @EnnoWarMal die Telefonnummer seiner Putzfrau erbitten, die das ja wohl auch von Daheim kann. ;-) :-)

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Gerade alles in der Steuerberatung aber auch ähnlichen Berufen (Anwalt ...) aber auch alles, bei dem der Kunde im Mittelpunkt steht (Handel, Großhandel) eignet sich perfekt für Homeoffices. Überlege mal, dass bis vor einigen Jahren Vertreter noch Bürotage hatten. Jetzt haben sie alle paar Monate ein Meeting. Natürlich auch meine Branche im weitesten Sinn, also alles was mit Finanzen oder Banken zu tun hat.

Überlege mal, wer und wofür es wirklich einen Kollegen oder Chef braucht, für wen und warum es gar nicht so gut ist, dass noch wer da ist, den man fragen kann (!) und wer seine Arbeit unabgelenkt und motiviert in der halben zeit schaffen würde.

Wenn man es schafft, das Papier ganz weg zu bekommen ohne, sonst halt mit einem regelmäßigen Officetag.

Wesentliches Problem ist nicht "irgendwas mit Datensicherheit". Im Zweifel sind auf zehn Schränke in zehn Wohnungen verteilte Daten sicherer als zehn Schränke in einem Büro und dass die Computer gleich sind, dürfte eh normal sein.

Wesentliches Problem ist, dass die Mitarbeiter glauben, ihre Stunde im Auto zu brauchen. Arbeitgeber, die es anfangen, können nicht genug davon bekommen und haben trotz doppelter Technik-Ausstattung große Kostenvorteile zu Mitbewerbern. Vor allem weil sich manche Mitarbeiter statt ins Auto an den Schreibtisch setzen aber auch, weil sie "komischerweise" plötzlich besser werden hat der Arbeitgeber gewaltige Vorteile.

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@Rat2010

Ist alles gut und schön. Auch das alle Unterlagen weg sind, wenn unsere Kanzlei ausbrennt.

Deshalb habe ich für mein Notebook auch eine Datensicherung im Büro und eine Daheim.

Aber ich möchte einfach nicht, dass die Unterlagen eines Mandanten in irgendeiner Wohnung sind, wo ein Freund, LAG, ein Kind, oder sonst wer darin blättern könnte.

Wenn meine Unterlagen in der Aktentasche des Anwalts mit ihm unterwegs sind, weil er die im Zug auf dem weg nach München bearbeiten will, OK. Wenn meine Unterlagen auf dem privaten Schreibtisch seine Sekretärin in deren Wohnung wären, wo deren Kinder rumturnen, wäre das Mandatsverhältnis beendet.

Wenn die einen Kennwort geschützten Computer mitnehmen, OK. Aber Papierunterlagen verlassen meine Kanzlei nur in Richtung Mandant.

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@wfwbinder

Tut mir leid aber das ist antiquiert. Jeder, der ein Homeoffice hat, denkt zu einem Teil wie ein Angestellter, er "denkt" aber auch wie ein Einzelkämpfer und die gibt es auch (noch) in deiner Branche.

Bei uns sind normale Unterlagen auch nur in der "Zentrale", meinem etwas größeren Homeoffice. Das einscannen und Beratungen in der EDV zum Kunden sortieren ist der Preis dafür, dass Mitarbeiter auch dann im Bilde sind, wenn ich in Urlaub bin oder sie in Urlaub sind. Allerdings ist das wesentlich übersichtlicher als die Handakte oder wie ihr das macht.

Drucker gibt es in jedem Büro nur für Unterlagen, die ausgedruckt an Kunden gehen müssen. Das mit den Papierunterlagen klappt also auch so.

So was fällt bei uns aber unter "guter Wille". Etwas davon braucht es halt, wenn ein Mitarbeiter (auch) von zu Hause arbeiten will oder soll.

Im Steuerbereich gibt es noch mehr Papier aber eine Buchhaltung oder Belege zu einer Steuererklärung? Glaubst du wirklich, dass irgendein Kunde auf die Idee kommt, dass eine Kanzlei sicherer für diese Daten ist als ein Homeoffice oder Einzelkämpfer? In wirklichkeit ist ja mehr das Gegenteil der Fall, wenn ich an Anfragen hier denke, wonach das mit dem Bankgeheimnis manchmal nicht so eng gesehen wird.

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@Rat2010
Tut mir leid aber das ist antiquiert.

Kein Problem damit, ihc bin über 60 und werde nächstes Jahr in UnRuhestand gehen und vermutlich in 5-6 Jahren endgültig aufhören zu arbeiten.

Einscannen und elektronische Akten haben wir auch schon lange, weil ich nicht einsehe für Unterlagen Bäume abholzen zu lassen, die man auch elektronisch verwahren kann.

Aber was bei einer Steuererklärung gut geht, ein Bildschirm die Unterlagen, anderer Bildschirm das Steuerprogramm , empfinden unsere Buchhalter eher als Nerverei.

Und 3-4 Ordner mit nach Hause nehmen, auch wenn es antiquiert ist, gibt es bei mir nicht.

Dazu kommt, die Wege in Berlin von Daheim zur Arbeit sind nicht so weit, das ist zu schaffen. Hat ausserdem den Vorteil: "Frau A...., machen Sie uns bitte einen Kaffee" ist beim Abstand von 4 Metern mit einer Tür dazwischen, weitaus einfacher, als wenn Frau A..... in 15 Minuten Entfernung am Schreibtisch in ihrer Wohnung sitzt. ;-) :-)

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