Erwerbsunfähigkeit und Zuverdienst?

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5 Antworten

Zum Verständnis, ein kurzer Rückblick über die Rentenänderungen: schon im Jahr 2000 hat der Gesetzgeber beschlossen, daß der Schutz bei Berufsunfähigkeit in der gesetzlichen Rente beendet werden soll. Ab 2001 wurden dann die bisherige Renten wegen Berufs- bzw. Erwerbsunfähigkeit reformiert und durch eine zweistufige Rente wegen Erwerbsminderung ersetzt. Es gibt seit 2001 die Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung (arbeitsfähig über 3 bis unter 6 Stunden am Tag)- auch hier kann man "mehr" dazuverdienen, da man ja nur teilweise verrentet ist und eine Rente wegen voller Erwerbsminderung (arbeitsfähig unter 3 h pro Tag), Hinzuverdienst 400 Euro pro Monat. Einen Vertrauensschutz auf die Rente wegen Berufsunfähigkeit haben nur Versicherte, die VOR dem 2. Januar 1961 geboren sind.

Die Berufsunfähigkeitsrente war eine 2/3-Rente, man konnte dazuverdienen. Die alten -höheren Hinzuverdienstgrenzen bei der BU-Rente blei Die Erwerbsunfähigkeitsrente war eine volle Rente, daneben konnte nur geringfügig dazuverdient werden - nun ab 1.1.08 einheitlich 400 Euro monatlich). ben.

Die Frage habe ich mir auch schon heäufig gestellt. Ist aber wohl so, dass be Herz- und Kreislauferkrankungen, Lungenerkrankungen usw. die die Person in Probleme bringen, eine 100 % Erwerbsminderung/Erwerbsunfähigkeit zugestaden wird, aber die Leute sich ab und zu noch in der lage führlen leichte Tätigkeit auszuüben, wenn sie sich die Zeit frei einteilen können.

dazu gehöre ich z.B. aufgrund meiner Dialyseplicht, sprich 3x p. Woche jeweils 5 Std. KH.Aufenthalt und hernach gesundheitlich nicht in der Lage einer geregelten Arbeit nachzugehen (Begleiterscheiningen, Herz, Kreislauf) Dennoch an Dialysefreien Tagen, Stundenweise Zeit und Kraft bestimmte wenig kraftaufwändigen Tätigkeiten nachzugehen.

Der Unterschied zwischen den Rentenansprüchen liegt darin, wann sie entstanden sind.

Während die Erwerbsunfähigkeitsrente dem AVG (Angestelltenversicherungsgesetz) oder der RVO (Reichsversicherungsordnung) entstammt, gibt es die Erwerbsminderungsrente im SGB VI.

Man kann eine Erwerbsunfähigkeitsrente nur haben, wenn der Rentenanspruch schon vor 1992, der Einführung des SGB, entstanden und festgestellt war.

Im alten Recht (EU-Rente)hing der Rentenanspruch sowohl an der Gesundheit als auch an den Stunden, die man damit noch arbeiten konnte.

Es gab die EU-Rente als Vollrente und die BU-Rente (Berufsunfähigkeitsrente), die 2/3 davon betrug.

Selbständige bekamen auch wenn sie gesundheitlich nicht mehr arbeiten konnten (unter 2 Stunden) nur die BU-Rente.

Bei diesen Renten hing der Anspruch sowohl an der gesundheitlichen Einschränkung als auch an den Stunden, die man noch arbeiten konnte und da war der Anspruch weg, wenn man mehr arbeitete.

An 1992 gibt es die Unterscheidung zwischen der Schwere der gesundheitlichen Einschränkung (über 6 Stunden/ keine Rente, zwischen 3 und 6 Stunden/ teilweise EM-Rente/Halbe Rente und unter 3 Stunden/ volle Rente) Das ist das Erste, was festgestellt wird.

Und dann geht es darum, ob und wieviel jemand noch verdient.

Zur teilweisen EM-Rente kann und soll man noch hinzuverdienen.

Der Hinzuverdienst richtet sich nach dem, was vor Rentenbeginn verdient wurde und steht im Rentenbescheid.

Und im Rentenbescheid ist geregelt, bei welchem Hinzuverdienst man welchen Anteil seiner Rente noch bekommt.

Einheitlich wurde geregelt, dass man bei allen Renten bis zu 400 Euro hinzuverdienen darf, ohne die Rente zu gefährden.

Da gibt es schon Unterschiede. Ich bin stark sehbehindert, kann mich in meiner Wohnung aber problemlos bewegen. Es gibt Jobs, in denen man von zuhause telefonieren kann. Die Datensätze die im Rahmen dieser Tätigkeit zu bearbeiten sind, werden von meiner Tochter gepflegt. Ich kenne keinen Arbeitgeber außerhalb meiner Wohnung, der mich und meine Tochter gleichzeitig einstellen würde.

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