Erwerbsminderungsrente (voll) aber befristet und Grundsicherung - zum Lebensunterhalt werden nur 23

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3 Antworten

Strom und Internet/Telefon müssen alle aus dem Regelsatz bezahlen. Es ist bekannt, dass die Kosten hierfür sehr viel höher sind als im Regelsatz berücksichtigt. Zumindest bezüglich Strom hat das Bundesverfassungsgericht auch schon Besserung angemahnt.- Lies dazu dies:

Verfassungsrichter weisen Hartz IV-Klage ab

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/verfassungsrichter-weisen-hartz-iv-klage-ab-90016242.php

Wann die Politiker diesbezüglich in die Puschen kommen, ist fraglich. Wenn es um die Grundsicherung geht, lassen die sich ja gerne Zeit (bei der Rettung der Banken und ihren eigenen Diäten geht's ja schneller).

Dir fehlen die 60 Euro, die Du für die Miete selbst tragen musst. - Diesbezüglich lass Dich vorsichtshalber beraten von einer Sozialberatung ** - google so und füge Deinen Wohnort hinzu (oder den nächstgrößeren, falls Deiner klein ist). - Dir werden so Beratungsstellen wie die Caritas, Diakonisches Werk, Paritätischer Wohlfahrtsverband oder die Arbeiterwohlfahrt (AWO) gezeigt. Vereinbare dort einen Beratungstermin.

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Vorsorglich diese Hinweise von mir:

Umgang mit Sozialbehörden

Mit dem Amt nichts telefonisch klären (das kann man später nie beweisen). Alles schriftlich machen. Am besten Schreiben, Belege und Anträge persönlich abgeben. - Den Erhalt des Schreibens lässt man sich auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel, Datum und Unterschrift bestätigen. (Dies verlangt man mit ruhigem, freundlichem Ton und reicht das Schreiben rüber, „und hier brauche ich noch Stempel mit Datum und Unterschrift“).

Wenn man nur etwas abgeben will, dann wie üblich ein Schreiben aufsetzen, in dem erklärt wird, was "als Anlage" überreicht wird. - Wiederum dieses Anschreiben auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel und Unterschrift bestätigen lassen.

Diese Bestätigungen sind Gold wert, sie sind mehr wert als ein Einschreibebeleg (mit dem ja nur der Eingang eines Umschlags bestätigt wird).

Mit einer solchen Bestätigung kann von Seiten der Behörde nicht behauptet werden, Schreiben und Belege seien nicht eingegangen. Und wenn doch, eine Fotokopie von deren Bestätigung vorlegen (das Original unbedingt wie eine Kostbarkeit hüten). - Werden so die Unterlagen / Belege abgegeben, wird erfahrungsgemäß allgemein die Sache sogar zügiger bearbeitet.

Falls Du meinst, ich würde übertreiben, google mit jobcenter unterlagen verloren.

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Im Gespräch mit den Mitarbeitern immer korrekt und konzentriert sein. Wenn die Mitarbeiter freundlich und zugewandt sind: Auch Infos im Vertrauen landen in der Akte und können später gegen den „Kunden“ (wie es vollmundig bei Sozialbehörden heißt) verwendet werden.

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Oft ist es ratsam, zum Amt einen Beistand als Begleitung mitzunehmen. Dieser muss nur zuhören und kann dabei Protokoll führen, oder hinterher macht man gemeinsam ein Erinnerungsprotokoll. Der Beistand kann aber auch für Dich Erklärungen abgeben, dazu § 13, Absatz 4 SGB X (google mit 13 sgb 10):

  • (4) Ein Beteiligter kann zu Verhandlungen und Besprechungen mit einem Beistand erscheinen. Das von dem Beistand Vorgetragene gilt als von dem Beteiligten vorgebracht, soweit dieser nicht unverzüglich widerspricht.

Für einen ehrenamtliche Behördenbegleiter = Beistand google jeweils mit Deinem Wohnort (oder dem nächstgrößeren, wenn Deiner klein ist) mit

Ämterlotsen

Behördenlotsen

Behördenbegleiter

Hartz IV Mitläufer

Hartz IV Gegenwind e.V.

Wir gehen mit org

Diese Ämterbegleiter sind wertvolle Hilfen und notfalls auch Zeugen, und (die meisten? alle?) haben für diesen ehrenamtlichen Dienst eine kleine Ausbildung genossen und kennen sich bestenfalls mit den Gesetzen aus. (Sag beim Amt niemals, Du hättest einen Zeugen dabei! Zeugen dürfen des Raumes verwiesen werden - Beistände dagegen nicht, auf die hast Du ein Recht.)

Lebst Du in einer Bedarfsgemeinschaft (oder Haushaltsgemeinschaft): Andere Mitglieder solch einer Gemeinschaft können für Dich kein Beistand sein, denn sie sind nicht neutral, sondern automatisch selbst Betroffene.

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Und google mit

legitimation eines beistands pdf

und lade Dir die Datei vom elo-forum runter. Darin erfährst Du die gesetzliche Grundlage für Beistände und dass jeder Bürger ein Recht darauf hat, sich bei Behördengängen von einem Beistand begleiten zu lassen.

Auch erfährst Du so, dass wenn Dein Beistand für Dich etwas sagt, und Du widersprichst nicht, gilt es so, als hättest Du selbst es gesagt.

Wenn Du bei einer Sozialberatung bist, frage dort, ob dort Beistände / Behördenbegleiter ehrenamtlich Dienst machen.

cyracus 05.10.2014, 11:45

Zum Thema Nebenjob lies bitte diese Diskussion im elo-Forum, dort wird darauf hingewiesen:

“Wenn du Eu-Rente beziehst und anfängst dazu zu verdienen, musst du das der DRV melden und die kann (wird wahrscheinlich) dich zum Gutachter schicken.“

http://www.elo-forum.org/allgemeine-fragen/52374-zuverdienst-grundsicherung.html

Wie Du hier in einem Kommentar schreibst: Richtig, vom Zuverdienst darf ab dem 1. Euro 30% behalten werden. Zusätzlich ist der Freibetrag gedeckelt, die Grenze liegt bei der Hälfte des Regelsatzes = 50% von 391 Euro. Alles darüber wird angerechnet, es sei denn, man verdient so viel, dass man sich von der Grundsicherung abnabeln kann.

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Du hast hoffentlich daran gedacht, Dich von der GEZ befreien zu lassen. Und falls es Ermäßigung bei den öffentlichen Verkehrsmitteln gibt, beantrage auch das.

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Das ist tatsächlich bitter wenig.

Wie sieht`s denn mit einem Schwerbehindertenausweis aus? Sobald dieser das Merkzeichen G erhält, hast Du Anspruch auf Mehrbedarf und dieser beträgt 17% vom Regelsatz.

Gib mal in folgendem Rechner Deine Daten ein und überprüfe, was dabei herauskommt:

http://www.hartz4hilfthartz4.de/cms/html/was-ist-grundsicherung.html

Nach diesem Grundsicherungsrechner:

http://www.brutto-netto-rechner.info/grundsicherung.php

stehen Dir 291,- Euro Grundsicherung zu.

Werden da eventuell noch 100,- Euro Bezüge angerechnet aus Deiner früheren 3 Std. Tätigkeit?

Lege doch gegen den Bescheid Widerspruch ein und lasse die den Vorgang überprüfen.

HHJupp 04.10.2014, 19:47

Ich vergass: Nein der Nebenerwerb seinerzeit wird laut Bescheid nicht mehr gegengerechnet, von den 100 blieben damals eh nur 30 Euro für mich über ....

Ich habe einen Schwerbehindertenausweis mit 50 % - kein G - Ich kann zwar Fette nicht mehr richtig aufspalten, aber dafür gibt es laut gesetz keine Mehrkostenerstattung (ach wäre ich doh nur schwanger oder Junkie ....)

Widerspruch: na ja man scheut sich etwas davor: jeder kennt hier im Ort jeden und ich nerv ja schon jeden Monat persönlich ... daher wollte ich auch erstmal das ganze vom rechtlichen Grundsatz ausloten um mich bei Null Chance auch nicht noch lächerlich zu machen.

aähäm gg. Depression werde ich eh schon behandelt.....

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wfwbinder 04.10.2014, 20:00
@HHJupp

Widerspruch ist aber das Einzige, was man raten kann.

Wir kennen den Bescheid nicht. Nur die Vorschriften udn Deine Angaben.

Danach müßtest Du aus meiner sich 100,- Euro mehr bekommen. Das ist der Punkt.

Ich weis, wie schwer ist aus Deiner Position das richtige zu tun, aber mache das mit dem Widerspruch. Du bruchst ihn nicht groß zu begründen. Drucke einfach die Sache aus dem Grundsicherungsrechner aus.

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