erwerbs minderungs rente

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4 Antworten

Wohngeld und Grundicherung schließen sich gegenseitig aus. Man kann nur eines bekommen.

Bei Bezug einer vollen EM-Rente dürfen 450,- € im Monat abzugsfrei hinzuverdient werden.

Dieses Geld wäre allerdings bei Bezug der Grundsicherung als Einkommen, unter Berücksichtigung der Freibeträge, anzurechnen.

Wohngeld schließt andere Sozialleistungen aus. Wer also Grundsicherung oder Hartz IV bezieht, kann nicht gleichzeitig auch Wohngeld erhalten.

Außerdem muss ein 450 € Job gemeldet werden, denn bei Bezug von Grundsicherung darf von dem Verdienst maximal 30 % behalten werden.

Also Du siehst, nun muss sie damit leben, dass sie eine Rückzahlung leisten muss.

Sich vorher zu informieren wäre besser gewesen

Ich gehe mal davon aus, dass sie die erhaltene Grundsicherung zurückzahlen soll.

Das kann gut so sein.

Neben einer Rente wegen Erwerbsminderung darf man bis zu 450 Euro monatlich verdienen. Deshalb dürfte es kein Problem mit der Rentenversicherung geben.

Anders sieht es mit der Grundsicherung, in der auch das Wohngeld enthalten ist, aus.

Diese bekommt deine Freundin nur, weil sie mit ihrer Rente unterhalb des Regelsatzes liegt.

Kommt zu der Rente noch eigenen Einkommen- wie das aus dem Minijob-, wird dieses auf die Grundsicherung angerechnet.

Da gibt es nur geringe Freibeträge.

Das hat zur Folge, dass die Grundsicherung um einen großen Teil des Minijoblohns gekürzt wird.

Hat sie weniger Grundsicherung erhalten, als sie mit dem Minijob verdient, kann es sein, dass sie die gesamte Grundsicherung zurückzahlen muss, weil sie nicht bedürftig war und ihr überhaupt keine Grundsicherung zugestanden hätte.

dankeschön werde es ihr erzählen

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Hallo buffyline,

Sie schreiben:

erwerbs minderungs rente.meine freundin bekommt erwerbs minderungsrente ,hat jetzt aber ein 400 euro job angenommen .Dazu bekommt sie noch wohngeld und grundsicherung zum leben .Jetzt soll sie alles zurück zahlen ,ist das rechtens oder nicht<

Antwort:

Wenn die DRV eine Erwerbsminderungsrente bewilligt, dann geschieht dies in Form eines ausführlichen Rentenbescheides!

In diesem Rentenbescheid ist ganz genau aufgeschlüsselt, was ggf. noch dazu verdient werden darf!

Die DRV und das zuständige Sozialamt (Amt für Grundsicherung) ermitteln des weiteren die eventuell zustehenden Ansprüche auf weitere Sozialleistungen wie in diesem Fall Wohngeld und Grundsicherungsleistungen!

Natürlich gilt hier ganz knallhart, daß gewisse Freibeträge auf keinen Fall überschritten werden dürfen!

Dies setzt im Regelfall grundsätzlich voraus, daß man sich, bevor man eine Tätigkeit mit Zuverdienst antritt, sich vorher mit der DRV und mit dem Sozialamt absprechen muß!

Bitte schauen Sie in Ihre Bescheide, den dort ist dies in der Regel ausdrücklich vorgegeben!

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/232620/publicationFile/54129/grundsicherung_hilfe_fuer_rentner.pdf

Bevor Sie jetzt in panik geraten und ggf. falsche Schlüsse ziehen, sollten Sie sich von Ihrem Rechtsbeistand gründlich beraten lassen!

Sie haben z.B. die Möglichkeit, bei Ihrem zuständigen Amtsgericht einen Antrag auf Beratungskostenhilfe zu stellen!

Wird Ihnen diese bewilligt, können Sie ggf. einen Fachanwalt für Sozialrecht in Anspruch nehmen und sich fachkundig beraten und unterstützen lassen!

google>>justlaw.de/service/beratungshilfe-antrag.pdf

Alternative:

Mitgliedschaft im VDK oder in einem anderen Sozialverband mit Sozialrechtsschutz!

Link:

googel>>vdk.de/deutschland/pages/mitgliedschaft/64026/rechtsberatung

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

dankeschön war eine hilfe

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