Erweiterte Gewerbesteuerkürzung und Sonderbetriebseinnahmen?

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1 Antwort

Der gesamte Vorgang ist aus meiner Sicht gewerbesteuerlich irrelevant.

Es ist vollkommen egal, ob ein Gesellschafter eine Einlage erbringt udn dafür ein Gewinnvorab bekommt, oder ein Darlehen gibt, was ihm verzinst wird und die Betriebsausgabe als Zinsen, von ihm als Sonderbetriebseinnahme wieder zugerechnet werden.

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Kommentar von SpecialTheo
20.02.2016, 11:04

Vielen Dank für die Antwort :) es geht mir aber viel mehr um die Kürzung nach 9 nr 1 Satz 2 GewStG

Im Satz 5 steht ja explizit:

Die Sätze 2 und 3 gelten nicht,

1a.
soweit der Gewerbeertrag Vergütungen im Sinne des § 15 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 Satz 1 des Einkommensteuergesetzes enthält, die der Gesellschafter von der Gesellschaft für seine Tätigkeit im Dienst der Gesellschaft oder für die Hingabe von Darlehen oder für die Überlassung von Wirtschaftsgütern, mit Ausnahme der Überlassung von Grundbesitz, bezogen hat.

Beispiel:

80TEUR Gewinn Gesamthand (enthält 50TEUR Zinsaufwand)

+ 50TEUR Zinsertrag Sonderbereich des Mitunternehmers

= 130TEUR Gewinn iS des 7 GewStG

Hinzurechnung der zinsanteile entfällt (da bereits neutralisiert)

In welcher Höhe kann ich jetzt nach 9 Nr 1 Satz 2 Kürzen? 80TEUR? Oder 130TEUR? Eigentlich doch nur 80TEUR, da diese 80 TEUR im Ertrag enthalten sind? 

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