Erteilte Abbuchung wird nach GB weitergeleitet?

1 Antwort

Die 8 Wochen gelten für eine "Lastschrift mit SEPA-Mandat" (berechtigte Lastschrift). Das ist die Erlaubnis, welcher Du explizit einer Firma gibst.

Anders ist es bei einer "Lastschrift ohne SEPA-Mandat" (unberechtigte Lastschrift). Hier bucht eine andere Firma ab als die welche Du explizit beauftragt hast. Dann gilt eine Frist von 13 Monaten ab Fälligkeitsdatum.

Wesentlich ist hier die Firma und nicht, auf welches Konto der Firma der Lastschrifteinzug gutgeschrieben wird. Im Kontoauszug findest Du dazu die "GläubigerID" und die "Mandatsreferenz". Beides vergleichst Du dann mit den Angaben in der Mitteilung, welche BEV Dir vor dem ersten Einzug schicken musste.

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Ja die Gläubiger ID und Mandatsreferenz stimmen. Aber eine Sepa Lastschrift aus GB habe ich nicht autorisiert, auch nicht die Weitergabe meiner Bankverbindung und Daten. Es ist ja ein Problem, wenn dann die Zahlung an eine andere Firma erfolgt. Die Schuld gegenüber dem Lieferanten bleibt dann ja. Der Insolvenzverwalter wird die Zahlung noch einmal verlangen.

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@hildefeuer

Wenn die GläubigerID und die Mandatsreferenz korrekt und mit der Information vor dem Ersteinzug identisch sind, dann ist auch die Abbuchung korrekt.

Kannst ja mit der Bank darüber sprechen, aber die werden auch mit der 8-Wochern-Frist argumentieren.

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@wjgmuc

So jetzt überlege mal, woran kann ich ersehen ob die Abbuchung auch von der Firma erfolgt ist, die legitimiert wurde. Die können meine Daten jederezeit weitergegeben haben an eine andere Firma. Wenn dann jemand zahlungsunfähig wird, bleibe ich zahlungsverpflichtet, wenn ich an ein Unternehmen zahle, das die Gegenleistung nicht erbringt, sondern nur den Betrag weiter leiten sollte. So war es damals bei Teldafax. Da wurde auch alle Zahlungen von eine Tochterfirma eingezogen. Die Mutter war insolvent. Als Folge war dann Wochen später auch die Tochter insolvent. Dann haben beide IV Voraus-Zahlungen von den Kunden verlangt, obwohl eine Rückzahlung von Guthaben nicht gewährleistet war.

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@hildefeuer

Die "GläubigerID" definiert eindeutig diejenige Firma., welche zum Einzug berechtigt ist. Eine Weitergabe der Ermächtigung an eine andere Firma bedeutet auch eine andere "GläubigerID".

Vor dem Ersteinzug muss die berechtigte Firma an den Schuldner diese Angabe zusammen mit der "Mandatsreferenz" bekanntgeben.

Deshalb ja mein Hinweis, diese ID mit der ID abzugleichen, welche BEV Dir vor dem Ersteinzug schriftlich mitgeteilt hat.

Wenn Du das Schreiben nicht mehr hast, dann vergleiche einfach diese Pflichtangaben anhand des Kontoauszugs des Ersteinzugs mit den Angaben, bei denen Du der Meinung bist, es wäre unberechtigt. Und schon hast Du Gewissheit, ob hier eine Änderung erfolgte.

Wenn es sich um eine Zahlung handelt, die länger als 8 Wochern zurückliegt, dann ist der Einzug ohnehin berechtigt, denn Du hast ja auch die Gegenleistung bekommen. Und die Insolvenz ist noch keine 8 Wochen her.

Relevant wäre die Lastschriftrückgabe nur, wenn sie für Leistungen erfolgt, welche nicht erbracht sind. Mir ist der vertraglich vereinbarte Abrechnungsmodus nicht bekannt, also ob Vorausleistung oder Zahlung hinterher. Sogar wenn es im Voraus ist, dann kann sich eine unberechtigte Zahlung lediglich für den Januar 2019 handeln, und damit bist Du innerhalb der 8-Wochen-Frist.

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@wjgmuc

Der vertraglich vereinbarte Abrechnungsmodus wird ja nicht eingehalten, da ja insolvent. Energiezahlungen sind immer im Voraus zu zahlen Anfang des Monats und wenn die Abschlag-Zahlungen auf den Gesamtpreis durch 11 Abschläge aufgeteilt werden und Boni hier nicht einfließen, ist man quai Prepaid Kunde.

Aber das sollte Dir doch klar sein? Schon Deine Betrachtung " also ob Vorausleistung oder Zahlung hinterher" zeigt das Du all dies nicht aus der Praxis kennst und dies rein akademisch ab handelst. Die Gegenseit ist aber viel schlauer als der Gesetzgeber. Wenn GB am 31.03. die EU verlässt, kann die Tochterfirma in GB immer noch Forderungen gegen mich erheben. Der Insolvenzverwalter in München wird es ebenfalls tun. Ich darf dann 2x bezahlen.

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@wjgmuc

Keines update zur BEV Insolvenz und Abbuchungen mit GB IBAN durch englisches Fintec Unternehmen.

Ich hatte ja per online Banking die Januar Abbuchung zurückholen können am 30.01.2018.

Bei den Abbuchungen 03.10, 1.11. und 4.12 war ja die Frist abgelaufen. Lt. telef. Auskunft meiner Bank sollte ja eine Rückholung nicht mehr möglich sein. Ich hatte trotzdem schriftlich widersprochen und alles geschildert, das ich einen Vertrag mit einer Fa. in München hätte und keinen mit einem Unternehmen in GB.

Heute kamen alle 3 Abbuchungen zurück. Kein gültiges Lastschrift-Mandat lt. ING-Diba.

So sieht das aus.

Bonuszahlung am 4.10 Sofortbonus kam via Commerzbank IBAN. Die habe ich natürlich behalten.

Ich hatte ja den Ärger am Hals und musste alles klären und neuen Anbieter suchen.

Es ist also nicht so wie hier erklärt wurde, das nur ausschließlich die Mandatsreferenz Gläubiger ID entscheidend ist.

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