Erstellt ein Notar den Kaufvertrag beim Immobilienkauf?

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6 Antworten

Cathrin:

Der Notar erhält von deinem Bruder als Verkäufer Informationen ***zum Vertragsinhalt. Der Notar nimmt dann Einsicht in das Wohnungsgrundbuch und fertigt daraufhin einen Kaufvertragsentwurf, den er euch zur Prüfung aushändigt.

Ihr habt zwei Wochen Zeit, den Entwurf zuhause in aller Ruhe zu überprüfen. Änderungswünsche bringt der Notar in den Entwurf ein und es kommt schließlich bei ihm zur Beurkundung. Falls euch der Notar nicht persönlich kennt, müsst ihr euch durch gültigen Personalausweis oder Reisepass ausweisen.

Schwerpunkt des Kaufvertrags bildet die Kaufpreisfälligkeit. Hier hat der Notar erhebliche Belehrungspflichten und Gestaltungsmöglichkeiten, damit dem Sicherungsbedürfnis der beiden Vertragsschließenden Rechnung getragen wird. Soll die Eigentumsumschreibung im Grundbuch bereits vor der vollständigen Kaufpreiszahlung erfolgen (was allgemein unüblich ist), wird er euch auf die besonderen Gefahren hinweisen und einen Warnhinweis in den Vertrag aufnehmen.

Für die Fertigung des Vertragsentwurfs benötigt der Notar folgende Angaben: Personalien und Güterstand der Vertragsparteien, Grundbuchbeschrieb der ETW, Höhe des Kaufpreises, Fälligkeitstermin des Kaufpreises, Verzugszinsregelung im Falle des Zahlungsverzugs, Termin, an dem Besitz, Nutzungen und Lasten auf dich als Käuferin übergehen, evtl. Übernahme von Hypotheken und Grundschulden, Höhe der anteiligen Instandsetzungsrücklage.

Der Notar kassiert für seine Tätigkeit ein kleines Vermögen. Da ist doch wohl der Vertrag auch mit drin, wäre ja noch schöner. Keine Sorge: Den hat der ohnehin als Formular im Computer und läßt ihn von seinen Hiwis anpassen.

Die Kaufpreisfälligkeit kann man unter den Parteien regeln. Sag dem Notar aber rechtzeitig bescheid damit er das an die Hiwis weiter geben kann.

Der Notar macht den Kaufvertrag komplett. Das ist sein Job.

Es kann ziemlich viel vertraglich geregelt werden. Eintragung ins Grundbuch vor Kaufpreiszahlung ist nicht üblich aber sicher kann auch das vereinbart werden, wenn es beide Parteien wollen.

Der Notar wird deinen Bruder z. B. darauf hinweisen, dass du die Wohnung verkaufen könntest bevor du ihn bezahlt hast. Er sollte also auf jeden Fall mit im Boot sein, wenn du so etwas beabsichtigst.

Immobilienkaufverträge werden in Deutschland immer von einem Notar beurkundet. Die Kosten sind abhängig von der Kaufsumme. Der Kaufvertrag und deren Inhalte werden vorher zwischen Notar und Verkäufer besprochen und entsprechend rechtssicher formuliert.

Der Notar muss in D eingeschaltet werden, um den Kaufvertrag zu beurkunden und die Beteiligten anhand ihres Personalausweises zu legitimieren.

Der Notar entwirft auch den Kaufvertrag nach dem gemeinsamen Willen der beiden Parteien und veranlaßt die Eintragung (Auflassungsvormerkung, Bestellung der Grundschuld, Information des Finanzamtes und spätere Löschung der Auflassungsvormerkung) ins Grundbuch. Er informiert das Grundbuchamt. Das Grundbuchamt veranlaßt etwaige Prüfungen des Vorgangs.

Der Notar und das Grundbuchamt berechnen ihre jeweiligen Kosten.

Wenn Dein Bruder Dir den Kaufpreis zinsfrei stundet oder Dir einen verzinslichen Kredit einräumt, dann kann hierfür zugunsten Deines Bruders eine Grundschuld im Grundbuch eingetragen werden. Du solltest unbedingt auf einen lastenfreien Wohnungserwerb achten, damit Du nicht die Schulden Deines Bruders an den Hacken hast.

Wenn Du zum Erwerb einen Bankkredit aufnehmen mußt, dann wird die Bank die Eintragung einer Grundschuld an erster Rangstelle verlangen und die Kaufpreisfinanzierung Deines Bruders wäre dann an zweiter Rangstelle.

Auch bei Geschwistern sollte die Sicherstellung der Kaufpreiszahlung ersthaft diskutiert werden. Allzu großes Vertrauen und Großzügigkeit können überraschende Folgen haben.

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Das macht der Notar.

Man gibt ihm alle Daten von Käufer, Verkäufer und Grundstück.

sagt eventuelle Besonderheiten wie Zahlungsvereinbarungen und der Notar formuliert das.

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