Erstattung von Mietkaution?

6 Antworten

Das ist rechtlich ein schwieriges Thema.

Überwiegend wird Anspruch auf Rückzahlung eher nach 6 Monaten gesehen. Vorher lohnen sich rechtliche Einwände (per Anwalt) wohl nicht.

Bis dahin wird die Nebenkostenabrechnung für 2018 evtl. vorliegen. Es ist auch nicht unüblich, einen Teil der Kaution einzubehalten für eventuelle Nebenkostenabrechnungen.

Hier findest Du einen Artikel der die Problematik des (un)berechtigten Kautionsrückzahlungsverlangens beleuchtet:

https://www.mietrechtslexikon.de/a1lexikon2/k1/kaution_rueckzahlg.htm

Es wird darin auch der Zeitpunkt für den möglichen Rechtsweg thematisiert. Ein offener, klarer Knackpunkt in Deinem Falle sind die noch ausstehenden Betriebskostenabrechnungen. Aber der Vermieter muss diesen Rückbehalt begründen und nicht behaupten.

Ich erinnere mich ferner, dass der Rückbehalt des diesbezüglichen Kautionsteils nicht vorgenommen werden durfte, wenn die beiden vorausgehenden Abrechnungen jeweils mit einem Mieterguthaben endeten. Leider fällt mir hierzu nicht mehr die Quelle ein oder weshalb dieser Fall im o.a. Link nicht erwähnt wurde.

Wir erwarten auch für die beiden NB-Abrechnungen eine Rückzahlung vom Vermieter.

Da muss ich Euch für die Abrechnung 2019 möglicherweise enttäuschen. Denn für die viermonatige Abrechnung 2019 ist aber m. E. gerade dann ein Rückbehalt angemessen, wenn der Vermieter die Energiekosten für Heizung und Warmwasser zunächst zu zahlen hatte, denn durch die übliche monatsgleiche Vorauszahlung auf die Energiekosten fehlen für die Abrechnung der kalten Monate Jan. - April 2019 die "Sommeranteile". Hieraus resultiert also nicht ein Rückbehaltsanspruch in vierfacher Vorauszahlungshöhe der gesamten Betriebskosten, sondern nur bezogen auf die angemessenen Energiekosten. Leider hast Du nichts dazu geschrieben, welche Primärenergieart vorliegt und wer diese bei Euch zunächst zu zahlen hatte.

Da muss man so lange warten! Das ist ja unglaublich.. Ich würde da aber direkt nach den 6 Monaten wöchentlich anrufen und nachhaken, wann denn das Geld kommt. Dass die komplette Kaution über ein Jahr behalten wird habe ich noch nie gehabt/gehört.

Liegt hier ein fristloser Kündigungsgrund für eine Mietwohnung vor?

Ich wohne derzeit in einer Mietwohnung und habe meine ordentliche Kündigung gemäß gesetzlicher Kündigungsfrist eingereicht. Ich erhielt vor kurzem eine - sagen wir es mal so eine Art - Nebenkostenabrechnung, worin nur zwei Sätze mit der Höhe des Guthabens vorhanden war, jedoch keinerlei Auflisung mit eingezahlten Vorauszahlung abzüglich den effektiven Nebenkosten. Da aber eine Anlage der Thermomess vorhanden war, konnte ich ohne größeren Aufwand die Berechnung durchführen um festzustellen, dass das Guthaben weitaus höher ist als auf der dargestellten Abrechnung. Die Abrechnung war formell wie inhaltlich zu beanstanden. Bevor ich hier einen schriftlichen Widerspruch mit Fristsetzung von 14 Tage einleiten wollte, habe ich mit den Vermieter den telefonischen Kontakt gesucht. Hier muss ich noch erwähnen während des Mietverhältnisses gab es einen spontanen Eigentümerwechsel. Die derzetigen Eigentümer und Vermieter gaben an, bewusst nur anteilige Nebenkosten zurückgezahlt zu haben mit der Angabe der ehemalige Vermieter hätte noch Miete weiterzuleiten. Um das verständlich zu erklären, die Mieter im Mehrfamilienhaus bekamen ca. 2 Monate später erst die Benachrichtung, dass es neue Eigentümer gibt die auch gleichzeitig die Vermieter sind. Während der Kautionsübergabe, wo wir von ehemaligen Eigentümer wieder erhielten und die Kaution die wir dann zeitgleich an die neuen Eigentümer übergeben haben, hatte der ehemalige Vermieter schon klar ausgesagt, dass die Miete, welche noch auf sein Konto einging entsprechend weitergeleitet wurde. Das war ein kurzer Umriss aus der Vergangenheit um die Situation zu verstehen. Um wieder in Jetzt sein: Die aktuellen Vermieter gaben an, es fehlen noch Miete samt Nebenkosten so dass nur eine anteilige Auszahlung möglich wäre. Ich habe gegoogelt und als Mieter kann es hierbei egal sein, da der interne Ausgleich der Betriebskostenabrechnung die beiden Eigentümer selbst klären müssten und der aktuelle Eigentümer in der Verpflichtung steht. Um das ganze etwas zu beschleunigen rief ich meinen ehemaligen Eigentümer mal an, was da vor sich ging. Er gab mir an, es gibt keine offene Forderungen mehr, sie hätten auch von der anderen Seite ein Anwaltsschreiben erhalten das noch Summen fehlten, aber der ehemalige konnte anhand passender Belege nachweisen, dass dem nicht so ist. Die Frage, die sich mir jetzt stellt, sollte ich von meinem ehemaligen Eigentümer diese Nachweise zur Verfügung gestellt bekommen, dass hier wirklich keine offene Forderung besteht. Könnte ich damit mein Mietverhältnis aufgrund Vertrauensbruchs bzw. argliste Täuschung fristlos kündigen 14 Tage Räumungsfrist? - da hier scheinbar bewusst eine falsche Abrechnung angefertigt wurde.

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5 Jahre falsche Nebenkostenabrechnungen bekommen

Ich wohne seit Februar 2008 in der aktuellen Mietwohnung. Der Vermieter vermietet noch weitere Wohnungen im gleichen Mehrparteienhaus. Von ersten Jahr an hatte ich Nebenkosten-Nachzahlungen zu leisten, die von Jahr zu Jahr immer höher wurden. Als ich bei 245 Kaltmiete (29 m² Wohnung) und 80 Euro Nebenkostenvorauszahlungen für 2012 eine Nachforderung von über 600 Euro erhalten habe, habe ich einen Nachbarn im gleichen Haus um seine Abrechnung gebeten zum Vergleich. Zu meiner Überraschung hatte er bei größerer Wohnfläche deutlich weniger Miteigentumsanteile (MEA) für die Umlagekosten auf seiner Rechnung als ich. Also habe ich den Vermieter gebeten, mir die Nachweise über die MEA der Wohnung zukommen zu lassen und die Zahlung zunächst nicht getätigt.

Nach 5 (!) Monaten habe ich endlich eine Liste aller MEA des Hauses erhalten, in der auch die Apartmentnummern und Quadratmeter der einzelnen Wohnungen standen.

Das Ergebnis: Ich habe seit Einzug die Nebenkostenabrechnungen für die Nachbarswohnung (51m²) - inklusive deren Heizkosten - bekommen und bezahlt! In den Nebenkostenabrechnungen stand außer den MEA nur die Apartmentnummer (die beide nicht aus meinem Mietvertrag hervorgehen!) und mein eigener Name. Ich hatte sogesehen also gar keine Chance, die Fehlzuordnung der Wohnungen festzustellen.

Meine Frage: Habe ich eine Chance, die Abrechnungen bis 2008 neu zu erhalten und das zu viel gezahlte Geld zurück, oder kann der Vermieter sich auf Verjährung berufen? Ich bin ja der Meinung, dass ich selbst bei größter Sorgfalt gar keine Chance hatte, den Fehler zu bemerken. Es geht um deutlich über 1000 Euro. Oder kann ich zumindest die Abrechnungen der letzten x Jahre mit der aktuellen, korrigierten Forderung verrechnen?

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