Erstattung Lohnsteuer als Student?

4 Antworten

Studenten bekommen nicht automatisch die gezahlte Einkommensteuer zurück. Das geht bei allen Steuerpflichtigen nach dem gleichen Muster: das Jahreseinkommen wird unter Berücksichtigung von Werbungskosten, außergewöhnlichen Belastungen und Sonderausgaben in ein zu besteuerndes Einkommen umgerechnet, auf dessen Basis dann die zu zahlenden Steuern erhoben werden.

Hast Du also während des Studiums in einer Firma mit "üblichem" Gehalt bereits gearbeitet, dann bringt Dir Dein Studentenstatus hier keine Vorteile. Das hat höchstens bei der Sozialversicherungspflicht und Krankenkassenbeiträgen Vorteile.

Prüfe jedoch, inwieweit Werbungskosten aufgrund des Studiums hier in besonderer Art absetzbar sind bzw. Verlustvorträge aus den Vorjahren anzuwenden wären. Dies könnte Deine Steuerbelastung in diesem Jahr mindern.

Meine Vorposter haben es schon erwähnt: Du kannst Dein Studium absetzen und für die Steuer wird Dein gesamtes Jahreseinkommen berücksichtigt. Meines Kenntnisstand zufolge aber orientiert sich die Lohnbuchhaltung in der Regel an den Steuertabellen. Bei 3000 brutto zahlst Du dann grob 500 € Lohnsteuer und Soli. Wenn Du aber bis Okt monatlich 800 € verdient hast, kommst Du auf ein Jahreseinkommen von 16200€ bei dem Du gerade mal auf insgesamt 800 € Jahreslohnsteuer kommst. Das was Du zu viel bezahlt hast, bekommst Du dann via Lohnsteuerausgleich wieder zurück.

Für Dich ist immer das Jahresgesamteinkommen entscheidend. Alle anderen Bauernregeln sind grob vereinfachend richtig und falsch. Du mußt im nächsten Jahr eine Steuererklärung abgeben und sämtliche Einkünfte, auch die während der Studienzeit angeben.

Du kannst hier grob ermitteln, wie Deine Jahresbesteuerung 2011 ausfallen wird: https://www.abgabenrechner.de/bl2011/index.jsp

Überlege, ob Du Deine Studienkosten als Werbungskosten geltend machen kannst und willst. Evtl. auch in einer Steuererklärung bzw. Verlustfeststellungserklärung für 2010.

AN-Anteil Lohnsteuer vom Steuerberater falsch berechnet

Bei der Abrechnung der Gehälter für März ist aufgefallen, dass unser (neuer) Steuerberater im letzten Jahr (Feb.-Dez. 2012) einen zu niedrigen Lohnsteuerbetrag für uns Mitarbeiter berechnet hat, so dass die Firma zu geringe Beträge abgeführt hat. Angeblich liegt es daran, dass bei der Datenübertragung vom alten zum neuen Steuerberater die Daten nicht vollständig übergeben wurden. Mit der Lohnabrechnung für Dezember 2012 wurde gleichzeitig ein Jahressteuerausgleich vorgenommen. Auch da wurde nichts bemerkt oder wir wurden nicht informiert. Erst jetzt will der Steuerberater das korrigieren und die zu wenig gezahlte Lohnsteuer von unseren Märzgehältern abführen. Das hätte zur Folge, dass wir diesen Monat nur ca. 50 % unseres normalen Netto-Einkommens erhalten würden. Pikanterweise verlässt mein Kollege Ende März das Unternehmen. Nimmt man die Lohnsteuerkorrektur nicht jetzt über die Gehaltsabrechnung vor, bleibt die Firma womöglich auf diesem Betrag "sitzen" bzw. muss diesen Betrag (anstelle des AN) nachzahlen. Somit entstünde der Firma ein Schaden.

Ist der Steuerberater für diesen Fehler in der Haftung?

Über Informationen und einen Rat, wie am besten vorzugehen ist, bin ich sehr dankbar.

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Muss ich als Werkstudent Lohnsteuer nachzahlen, wenn ich im Jahr mehr als 12000€ brutto verdiene?

Hallo, ich bin zurzeit als Werkstudent tätig und verdiene im Monat ca.1000€ brutto, so dass ich höchstwahrscheinlich auf ein Jahreseinkommen von 12000€ kommen werde.

Meine Frage: Ist das richtig, dass man im Jahr nicht mehr als ca. 11500€ verdienen darf, weil man sonst als Student sein LSt nicht zurück erstatten kann und eventuell sogar nachzahlen muss? Oder ist es nur wichtig, dass ich am Ende abzgl. Werbungskosten, Sonderausgaben, usw. nicht höher als der Grundfreibetrag (8652€) komme?

Für eure Antworten wäre ich sehr dankbar.

VG

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Student Freiberuflich & auf Lohnsteuer tätig.

Ich studiere nun seit einigen Jahren und habe nebenbei immer ein wenig gearbeitet. Bislang war das auch nie ein Problem, da ich immer unter den 766x € Freibetrag lag und daher nie Probleme mit Steuern hatte. Im Jahr 2009 hat sich das geändert:

Ich arbeite als Werksstudent und verdiene zwischen 600 - 1000€ im Monat.

Weiterhin bin ich als Einzelunternehmer freiberuflich für eine Firma tätig, wo ich im Dienstleistungsbereich arbeite und Support leiste und auch um die 300 - 400€ verdiene.

Ich frage mich jetzt, warum mein Werksstudentenjob und mein freiberuflicher Job zusammengerechnet werden für den Freibetrag? Wenn man zum Beispiel komplett selbstständig tätig is, zahlt man doch auch keine Lohnsteuer, sondern lediglich Umsatzsteuer, insofern man über ein gewissen Betrag kommt bzw. Mehrwertsteuer.

Eigentlich dürfte doch nur mein Werksstudentenjob in den Bereich des Freibetrages fallen und nicht meine selbstständige/freiberufliche Tätigkeit, oder? Ich bin da etwas verwirrt, denn wenn man komplett selbstständig ist, führt man ja auch keine Lohnsteuer ab, sondern zahlt die Einkommenssteuer (wenn über ein gewissen betrag verdient irgendwas mit 24000 oder so?) und eben die eingenommene Mehrwertsteuer monatlich an das Finanzamt oder - aber da gibt es doch keinen Freibetrag von 7668 €, den man übersteigt und dann noch zusätzlich irgendwelche Lohnsteuer zahlen muss?

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