Erst Kündigung, dann Aufhebung?

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die motivation kann man so nicht erkennen. das druckmittel mit dem arbeitszeugnis würde ich ignorieren. oder ich würde ihn diese aussage wiederholen lassen - vor zeugen :)

ich könnte mir vorstellen, dass er eigentlich kosten sparen will. die frage ist, bis wann die aufhebung erfolgen soll.

es kann sein, dass er die restl. vertragslaufzeit und damit das restgehalt als abfindung zahlen will. damit könnte er die sozialversicherungspflicht umgehen. in so einem falle wird er eine klausel in den aufhebungsvertrag packen, dass du ggf. steuerl. nachteile selbst tragen musst. und so eine art aufhebung ist nicht sozialversicherungsfrei. es könnte auch sein, dass er damit den anspruch auf die urlaubstage nicht mehr zahlen will. oder die überstunden.

solltest du dich durchringen, so einen vertrag zu unterschreiben, dann rede mit einem anwalt oder dem betriebsrat (sofern vorhanden). das klingt nach trickserei auf deine kosten.

Der Aufhebungsvertrag hat einen Vorteil, Dir stehen Sonderzahlungen und Boni zu, die möglicherweise bei einer Kündigung zurückgezahlt werden müssten. Was ausschlaggebende Gründe für den Arbeitgeber sind dies anzubieten kann ich mit den wenigen Informationen nicht einschätzen.

Der Aufhebungsvertrag hat Nachteile bei der Arbeitslosmeldung ( 3 Monate Sperre des Arbeitslosengeldes ) Zum Vorteil wird der Aufhebungsvertrag erst , wenn dein Arbeitgeber dir eine Abfindung zahlt bzw. dir sonstige Bonuszahlungen noch zustehen würden . Beachten solltest du aber , daß ab einer gewissen Obergrenze der Abfindung eine Anrechnung dieses Betrages auf das Arbeitslosengeld erfolgt. Wenn du aber übergangslos in ein neues Arbeitsverhältnis wechselst , ist vielleicht ein Aufhebungsvertrag besser .Die Drohung mit dem Zeugnis würde ich erstmal ignorieren. Das Beste abwägen und zur Not einen Anwalt einschalten. Gruß Z.....

Ich bin nur ein kleiner Arbeitgeber, aber mir ist nicht klar, was Dein Chef durch den Aufhebungsvertrag bewirken will. Wenn Du kündigst, hast ja Du den "schwarzen Peter" beim Arbeitsamt. Du mußt evtl. mit einer Sperre rechnen. Daß er als Druckmittel das Arbeitszeugnis einbringt, ist nicht ok, dagegen (also wenn es zu schlecht ausfällt), kannst Du sicher beim Arbeitsgericht vorgehen.

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