Erst- oder Zweitstudium?

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4 Antworten

  1. in 2012 Habt ihr den Sonderausgabenabzug gewählt, aber hat die Eintragung zum Erfolg geführt. Wurde es auch entsprechend abgezogen?

  2. Bei denen genannten Verhältnissen (verheiratet und Ehemann hat Einkünfte) gäbe es mit ziemlicher Sicherheit sowieso keinen Verlustvortrag, sondern höchstens den Verlustausgleich im Veranlagungsjahr mit den Einkünften des Ehemanns. Ein Vorteil durch den Werbungskostenabzug hast Du dabei nur, wenn die Kosten über 6.000,- Euro (Höchstgrenze bei § 10 Abs. 1 Nr. 7) lägen.

  3. Wie lang war denn das Studium? 2012-2014? Wann habt ihr geheiratet? wurden Erklärungen für 2010 + 2011 abgegeben. Die Festsetzungsfrist für die Jahre ist noch nciht abgelaufen.

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kczekolada7 04.11.2014, 13:02
  1. Ja es wurde als Sonderausgabe abgezogen, aber es hat uns nicht wirklich was gebracht.
  2. Ich studiere seit 2010 (bis 2014). Mein Mann arbeitet seit 2011 und seit 2011 sind wir verheiratet. Wir haben vor 2012 kein Steuererklärung abgegeben. Kann ich für 2010,2011 noch Rückwirkend Steuererklärung mit Verlustvortrag machen?
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wfwbinder 04.11.2014, 13:14
@kczekolada7

Du (2010), Ihr (2011) könnt noch die Steuererklärungen abgeben.

Die Sache mit dem Verlustvortrag haben Dir auch Blackleather udn EnnoBecker versucht klar zu machen, wie auch ich mit etwas anderen Worten.

Einen Verlust kannst Du nur haben, wenn die Kosten höher sind, als die Einkünfte. Da Du z. B. vor dem Studium, wie Du schreibst, 3 Monate gearbeitet hast, wirken sich die Kosten in 2010 erstmal als Werbungskosten bei diesen Einnahmen aus. Erst wenn DEine Werbungskosten in 2010 höher sind, al die Einkünfte, Entsteht ein Verlust, der Vortragsfähig ist.

in 2011 werden Verluste erstmal mit den Einkünften von Deinem Mann verrechnet. WEnn Deine Verluste aus 2011 höher wären als die Einkünfte Deines Mannes, dann würden die auf 2012 vorgetragen udn so der Bescheid entsprechend geändert.

Da in Deinem Sachverhalt keine Zahlen sind, kann man zu den Auswirkungen nichts sagen.

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EnnoBecker 04.11.2014, 13:35
@wfwbinder
Ihr (2011)

Bloß nicht! Bei einer Zusammenveranlagung 2011 frisst das Einkommen des Mannes den Verlust der Frau auf. Es sei denn, das Einkommen war sehr hoch, dann bringt es aber wenigstens 2011 was, wenn auchg keinen VV.

Beispiel?

Der Mann verdient 10.000, der VV aus 2010 und die WK aus 2011 seien zusammen 6.000.

Damit würden die 6.000 in 2011 abgezogen werden mit dem Effekt, dass die Steuer Null ist und der schöne VV weg. Bei einer getrennten Veranlagung entsteht für den Mann zwar ebenfalls keine Steuer, aber der Verlust kann ins nächste Jahr gerettet werden.

Man muss die Zahlen kennen, um das auszurechnen. Und zwar für jedes Jahr.

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wfwbinder 04.11.2014, 13:41
@EnnoBecker

Guter Tipp, daran, das das Einkommen des Mannes im Bereich nahe des Punktes sein könnte, wo er keine Steuern zahlt, hatte ich eben nciht gedacht. Dabei hatte ich den Fall selbst schon mal.

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Für 2013 sind die Studienkosten zweifelsfrei als Werbungskosten ansetzbar.

Kann ich trotzdem das Verlustvortrag beantragen?

Ich fürchte, nein.

Erstens erwähnst du für 2012 eine Zusammenveranlagung mit deinem Mann. Nun hast du zwar nicht davon gesprochen, dass der irgendwelche Einkünfte hatte, aber wenn es so wäre, wären - wenn man deine Studienkosten nicht als Sonderausgaben, sondern als Werbungskosten berücksichtigt hätte - deine negativen Einkünfte ohnehin mit seinen positiven verrechnet worden und vermutlich überhaupt kein vorzutragender Verlust übrig geblieben.

Zweitens kann als Verlustvortrag (für 2013) nur beansprucht werden, was für 2012 auch als vortragsfähiger Verlust per 31.12.2012 festgestellt worden ist. An einem solchen Feststellungsbescheid dürfte es bislang wohl fehlen. Du wirst auch keinen mehr erhalten, denn "Bei der Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags sind die Besteuerungsgrundlagen so zu berücksichtigen, wie sie den Steuerfestsetzungen des Veranlagungszeitraums, auf dessen Schluss der verbleibende Verlustvortrag festgestellt wird, und des Veranlagungszeitraums, in dem ein Verlustrücktrag vorgenommen werden kann, zu Grunde gelegt worden sind." (§ 10d Abs. 4 Satz 4 1. Halbs. EStG) Das heißt: Da die Studienkosten nicht als Werbungskosten, sondern als Sonderausgaben durch die ESt-Veranlagung 2012 marschiert sind, können sie nicht nachträglich zu einem vortragsfähigen Verlust führen; nicht mal, wenn du einzeln veranlagt worden wärst.

Per 31.12.2013 könntest du - durch die Studienkosten 2013 - einen Verlustvortrag erhalten, wenn nicht die oben erwähnte Verrechnung mit positiven Einkünften deines Ehemannes vorzunehmen ist.

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kczekolada7 04.11.2014, 13:16

Also wenn ich richtig verstehe es Lohnt sich für mich ein Verlustvortrag zu machen für Jahr 2010 (weil ich da keine Einkünfte hatte und noch nicht verheiratet war) und Jahr 2011 (da mein Mann nur halbes Jahr gearbeitet hat und nicht so viele positive Einkünfte hatte)

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EnnoBecker 04.11.2014, 13:27
@kczekolada7
Lohnt sich für mich ein Verlustvortrag zu machen für Jahr 2010 (weil ich da keine Einkünfte hatte und noch nicht verheiratet war)

Und du auch keine Steuererklärung abgegeben hast? Dann ja.

und Jahr 2011 (da mein Mann nur halbes Jahr gearbeitet hat und nicht so viele positive Einkünfte hatte)

Und auch da keine Steuererklärung abgegeben? Dann ja.

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Nach meinem Verständnis sind es Werbungskosten, da dem Studium eine Ausbildung voranging.

2012 sollte aber durch sein.

Bin mal auf die Aussagen unserer Steuerexperten gespannt.

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Nach meinem Verständnis sind es ebenfalls Werbungskosten. Die Angabe als Sonderausgaben war zwar falsch, das macht aber nichts, wenn die Höhe der Steuer 2012 trotzdem zutreffend festgesetzt wurde.

Die Frage ist allerdings, ob du nur 2012 studiert hast. Was ist mit den Jahren davor und mit 2013?

Falls du eventuell meinst, die ganzen Kosten aus der Vergangenheit in 2014 ansetzen zu wollen, so bis du da auf dem falschen Holzdampfer. Das geht nicht.

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kczekolada7 04.11.2014, 13:07

Ich habe 2010-2014 Studiert und mein Mann arbeitet seit 2011. Wir sind seit 2011 verheiratet. Ich möchte Rückwirkend Steuererklärung für 2010,2011 machen weil ich erst 2012 meine erste Steuererklärung zusammen mit meinem Mann abgegeben habe.

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EnnoBecker 04.11.2014, 13:31
@kczekolada7

Dann hast du glücklicherweise alles richtig gemacht.

Und trotzdem heißt es rechnen:

Es wird darauf hinauslaufen, dass der bis 2011 "angesparte" Verlust im Jahr 2012 durch die dort erzielten Einkünfte zumindest zu einem Teil aufgefressen werden.

Für 2011 solltest du unbedingt eine getrennte Veranlagung wählen, weil sonst dein Verlust von den positiven Einkünften deines Mannes aufgefressen wird und du gar nichts davon hast.

2012 ist ja leider schon durch. Man hätte sonst noch prüfen können, ob man da etwas geschickter vorgehen kann.

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