Ermittlung der Grunderwerbsteuer

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2 Antworten

Die Grunderwerbssteuer bemisst sich immer nach dem Kaufpreis. Ausnahmen sind lediglich im Kaufvertrag erwähnte Dinge (z. B: Einbauküche, Mobilbar. Photovoltaik-Anlage ) und die Summen müssen angegeben sein. Bei unbebauten Grundstücken gibt es auch noch eine Ausnahme: Es muss der Wert für Grund und Boden angegeben werden. Daraus ergeben sich die Kosten für teilweise Erschließung, diese darf auch noch nicht abgeschlossen sein. Dann kommt der Wert für Grund und Boden zum tragen.

bemisst sich immer nach dem Kaufpreis

Nein.

Sie bemisst sich immer nach der Gegenleistung. Das ist ganz was anderes.

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Das Wohnrecht hat in diesem Fall keine direkte Auswirkungen auf die Höhe der Grunderwerbsteuer. Diese bemisst sich i.d.R. nach dem Kaufpreis. Eine Berücksichtigung des Wohnrecht kommt nur dann in betracht wenn dieses (im Rahmen des Kaufvorganges) für den Verkäufer entsteht bzw. eingetragen ist. Wenn man ein Haus, welches im Normalfall einen Wert von 300 TEUR hat erwirbt und es besteht ein Wohnrecht, dann muss man ggf. dessen Wert bereits vom Kaufpreis abziehen. Also aktuelle Sterbetafel gegriffen und festgestellt, dass der Wohnrechtinhaber z.B. noch 15 Jahre lebt (statistisch gesehen). 15 x Jahresmiete (hier 5.000 EUR) ergibt 75 TEUR als Wert des Wohnrechtes. Diesen Wert zieht man als Käufer sinnvollerweise vom aktuellen Wert des Objektes ab, kauft also das Haus für 225 TEUR. Hierauf bemisst sich dann auch die Grunderwerbsteuer. Würde dieses Wohnrecht jedoch dem Verkäufer eingeräumt werden, müsste die Grundwerbsteuer wiederum auf 300 TEUR bemessen werden.

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