Erfüllung eines Erbvertrages über eine Immobilie-Testament

2 Antworten

Was steht denn im Erbvertrag?

Du schreibst nur, dass nach dem Tode beider, die Kinder je zur Hälfte erben sollen.

Aber was steht zum Thema "der erste stirbt" drin? Seid nur ihr beide an dem Erbvertrag beteiligt gewesen?

Habt ihr Euch im Erbvertrag beide gegenseitig eingesetzt? Gibt es ausser Euren beiden Kindern noch weitere Erben?

Dein Sachverhalt ist unvollständig/unklar.

Wenn ihr nur einen Vertrag habt, dass Ihr Euch Gegenseitig zu Erben einsetzt und der zweiversterbende auf die beiden Kinder überträgt, so habt ihr Euch gegenseitig zu Alleinerben eingesetzt. Das hat für alle anderen Erben die Bedeutung, dass sie im Moment des Erstversterbenden auf ihren Pflichtteil verzichten können (Eure gemeinsamen Kinder), aber eben nicht müssen.

Mit dem Verkauf verfällt ausserdem das Vermögen. Man kann dann den anderen Erben (hatte DEin Lebensgefährte noch andere pflichtteilsberechtigte Erben) nur raten den Pflichtteil auch in Anspruch zu nehmen und einzufordern. Denn wenn Du verkaufst ist ja nicht gesagt, das später noch etwas da ist, bzw. andere mögliche Erben ausser Euren Kindern würden dann ja nichts mehr bekommen können, weil Sie bei Dir nicht erbberechtigt sind.

Erst einmal danke für die Antwort. Im Erbvertrag steht, dass wir uns gegenseitig als Alleinerben einsetzen. Und dass die Erben ihren Pflichtteil beanspruchen können. Was sie auch tun werden, verzichten wird keiner. Es sind insgesamt 5 Pflichterben da. Der Erbvertrag kann von dem Überlebenden geändert werden, aber die Erben des Erstverstorbenen dürfen nicht schlechter gestellt werden als im Erbvertrag (also hälftig).

Die Tochter meines Lebensgefährten möchte mir jetzt die Wohnung abkaufen. Als Kaufpreis will sie nur meinen Teil ausbezahlten. Weil sie ja nach meinem Tod sowieso auf die Hälfte Anspruch hätte. Und meine Kinder müssten sich nach meinem Tod nict mehr mit den Kindern meines Lebensgefährten auseinander setzen.

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@rospet

Es gibt 5 Pflichterben, aber nur eine Tochter von Deinem Lebenspartner. Das wäre zwar noch verständlich, aber die Aussage, die Tochter würde die Hälfte des Hauses sowieso erben passt dann nicht dazu, denn diese kann nur dann die Hälfte erben, wenn der Lebenspartner nicht der Vater Deiner Kinder wäre. Wäre dies dann auch zutreffend, dann gibt es auch nur einen Pflichtteilberechtigten - der wäre dann seine Tochter.

Für eine gute Antwort wäre es also wichtig zu wissen, welche Kinder welchen Vater und welche Mutter haben.

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@rospet

@rospet

Problem ist, ich war bei "soll jedes unserer Kinder die Hälfte bekommen" von 2 und nciht von 5 Kinder ausgegangen.

Nun wird es für mich schwierig, weil Du auch sagst: "meine Kinder müssten sich nach meinem Tod nicht mehr mit den Kindern meines Lebensgefährten auseinander setzen"

Wenn aber Dein LG mehr als ein Kind hatte, müßte es ja nun auch mehr als einen Pflichtteilsberechtigten geben.

Daher die Rückfrage:

Wieviel Kinder hatte DEin LG aus früheren Verbindungen?

Wieviel Kinder hast Du allein?

Wieviel Kinder habt ihr gemeinsam?

Denn ihr habt/hättet im Zweifelsfall auch ein Problem im Beeich de Erbschaftsteuer, denn wenn das/die Kinder(er) DEines LG ihr Pflichtteil nicht einfordern, würde die Vererbung von Dir auf sie, viel ERbschaftsteuer kosten, weil es eben nicht mehr von Elternteil auf Kind wäre.

Also, wenn die Tochter wirklich das einzige Kind Deines LG wäre, würdest Du als Haupterbin ihr die Hälfte auszahlen müssen. Das kann man natürlich durch den Kauf umarrangieren in Form der Erbauseinandersetzung.

Hätte er jedoch 2 Kinder hinterlassen, dann wäre ja Deine Verpflichtung noch immer 50 % auszuzahlen, aber verteilt auf 2 Pflichtteilsberechtigte. Da wäre dann so eine Vereinbarung schon schwieriger.

Wenn Dein LG 2 Kinder hatte, dann wäre es schon schwieriger, denn ihr

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Das kommt darauf an:

Habt ihr euch wechselseitig als unbeschränkte Vorerben eingesetzt, könntest du den von deinem LG erworbenen Miteigentumsanteil und damit das gesamte Haus als Alleineigentümer zwar verkaufen, müsstest den entsprechenden (hälftigen) Verkaufserlös allerdings für seine Kinder sicher anlegen. Zudem einen Betrag, der der Differenz des Verkehswertes zu einem mglw. niedrigeren Verkaufspreis entspräche.

Darüber können seine Kinder Wertermittlung (Gutachten), im Übrigen noch bewertetes Nachlassverzeichnis und dann über den Gesamt-Reinnachlass eine Sicherung i. H. ihres Nacherbes beantragen.

Wären sie minderjährig, tritt hier eine Nachlasspflegschaft ein.

Hätte jeder von euch lediglich seine Kinder als Erben einegesetzt, hätten sie hingegen dessen Eigentumsanteil n. § 1922 BGB bereits erworben und damit ein Vorkaufs- oder Vetorecht , was deinen Fremdverkauf ausschliesst.

G imager761

Immobilie geschenkt bekommen; anfechtbar von Stiefgeschwistern?

Hallo.

Ich habe ein komplexes Problem aber erst eine wichtige Einleitung:

Mein Vater ist 74. Er war verheiratet mit seiner ersten Ehefrau, mit welcher er 5 Kinder hat. Mit dieser Frau ist er seit 2010 geschieden (Scheidung war viel früher eingereicht dauerte aber sehr lange).

Dann hat mein Vater meine Mutter kennengelernt (seit 30 Jahren ca.) und hat mit ihr mich (18 Jahre alt) und meine 9 jährige Schwester.

Meine Stiefgeschwister sind alle über 30 und erwarten immernoch "Pflege" von meinem Vater .. = Geld. Diese haben halt dazu geführt, dass es meinem Vater sehr schlecht geht und er diese Kinder nicht mehr als richtige Kinder ansieht, da diese ihn nur noch als Bank sehen.

Dadurch will er halt seine jetzige Immobilie (ein MFH) NUR mir und meiner Schwester "übergeben" / schenken. Wenn er es über den "Testamentweg" machen würde, und seine anderen 5 Kinder enterben würde, hätten diese dann trotzdem ein Recht auf ihren Pflichtanteil oder? Deswegen will mein Vater die Immobilie vor seinem Tod an uns übergeben. Wäre es da eine Option, dass er die Immobilie einfach auf mich und meine Schwester überschreibt (oder nur auf mich, da ich 18 bin)? Könnten meine Stiefgeschwister das irgendwie rechtlich anfechten und diese Schenkung rückgängig machen? Er hat die Immobilie 1994 gekauft, aber ist alleine im Grundbuch eingetragen und alleiniger Eigentümer. Seine alte Ehegatte hatte weder bei der Grundschuld geholfen zu bezahlen, noch war sie an den Gewinnen durch Vermietung etc beteiligt. Trotz dessen hat mein Vater in Vergangenheit eine Anklage auf Unterhalt verloren und bezahlt ihr schon monatlich einen Betrag (Hälfte seiner Rente). Diese haben jetzt erneut meinen Vater auf Unterhalt verklagt (da er ja Geld verdient durch die Immobilie) - Darf man eigdl. 2x auf Unterhalt klagen? Ich meine, ihre Kinder müssten doch für ihre Mutter sorgen oder nicht? Sie sind seid 6 Jahren geschieden.

Die große eigentliche Hauptfrage ist: Wie kann mein Vater mir (oder mir und meiner Schwester) unsere Immobilie übergeben, OHNE dass die anderen Kinder das irgendwie anfechten können?

MfG

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