Erfolgt rückwirkend Berücksichtigung Steuerklassenwechsel durch Arbeitgeber?

2 Antworten

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für gesamt 2013 rückwirkend berücksichtigt

für 2013 auf keinen Fall. Das Jahr ist zu.

Es stellt sich die generelle Frage, ob rückwirkend geht, denn was ist denn der Grund für die Umstellung? Der Arbeitgeber kann oft nicht feststellen, was der Grund ist und wenn du bisher die Konstellation A hattest, dann die B, dann ist für den Arbeitgeber das entscheidend, dass dir das Finanzamt bescheinigt auf der ElStAM. Auch das Finanzamt will wissen, warum du rückwirkend was ändern willst.

Ich sehe einen Fall, der rückwirkend (nicht für 2013) gehen könnte: wenn du die 6 bekommst, weil keine Unterlagen vorliegen. Wenn du dann die Nachweise lieferst, kann hier auf die relevante Steuerklasse abgerechnet werden - auch rückwirkend. Wir reden hier aber von wenigen Monaten, nicht von Jahren.

Geh davon aus, dass ein Arbeitgeber nur aus Kulanz in Sonderfällen irgendwas neu aufrollt. Wenn man die Steuerklasse ändert, dann gilt das für den Folgemonat.


Letztlich ist es egal, wie agiert wird, denn du korrigierst deine Steuerlast über die Steuererklärung. Das gilt auch für 2013.

Steuerklassenwechsel werden ab dem Zeitpunkt des Steuerklassenwechsels in ELStAM berücksichtigt (für alle zukünftigen Gehaltszahlungen). Die Änderung der Lohnsteuerabzugsmerkmale kann auch rückwirkend (aber nicht über Veranlagungszeiträume hinweg, d.h. in 2014 rückwirkend für 2013) berücksichtigt werden. Die ELStAM-Einträge haben dazu ein Gültigkeitsdatum, ab dem sie gelten.

Wenn Du jetzt einen Steuerklassenwechsel durchführen läßt, dann gilt das nicht einmal mehr für 2013, denn es gibt ja auch keine Gehaltszahlungen für 2013 mehr, für die ein Lohnsteuerabzug in Frage kommt, oder?

Manche Unternehmen oder Abrechnungsdienstleister machen diese Läufe bereits Anfang oder Mitte eines Monats, so daß bis dahin die Daten vorliegen müssen. Außerdem ist zu beachten, daß normalerweise nicht jeden Monat eine neue ELStAM-Abfrage automatisch erfolgt, sondern nur ein- oder zweimal im Jahr. Man sollte also den Arbeitgeber auf die Änderung hinweisen und damit eine Neuabfrage auslösen.

Wieso ändert das Finanzamt eigenmächtig und ohne Vorabinfo meine Steuerklasse von II in I?

Hallo, ich habe letzte Woche meine Gehaltsabrechnung erhalten und es fehlten knapp 300 Euro. Auf Nachfrage beim Arbeitgeber, sei meine Steuerklasse rückwirkend zum Januar von II in die I geändert worden. Ich bin seit 2014 in der Steuerklasse II, habe eine 2jährige Tochter, bin alleinerziehend, wohne in einem Mehrfamilienhaus in eigenem Wohnbereich, wirtschafte also allein. Dies hat sich auch nicht verändert, es ist niemand bei mir eingezogen o.Ä. Ich habe beim Finanzamt angerufen. Die Dame am Telefon sagte mir, sie kann sehen, dass die Steuerklasse am 8. April geändert wurde, aber nicht warum. Ich soll einen erneuten Antrag auf Änderung stellen und ihr zukommen lassen. Das habe ich getan und die Situation noch einmal schriftlich genau geschildert. Meine Frage - wie kann es sein, dass die Lohnsteuerklasse einfach und ohne dass sich bei mir etwas verändert hat, vom Finanzamt wieder geändert wird? Und dies auch noch ohne Vorabinfo, habe mit meinem Gehalt natürlich voll gerechnet und nun unverschuldet diesen Monat dadurch Probleme. Darf das Finanzamt selbst die Steuerklassen einfach so ändern?

Wenn es sich um einen Computerfehler handelt, erhalte ich das zuviel gezahlte Geld im nächsten Monat wenigstens zurück - ich lese überall ich müsste es mir über die Steuererklärung im nächsten Jahr wieder holen, das finde ich dann aber schon dreist, denn ich brauche mein Geld jetzt und es ist ja deren Fehler?

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