Erfahre ich, was ich erbe, bevor ich mich entscheiden muss?

2 Antworten

In Deinem Fall beginnt die Ausschlagungsfrist von 6 Wochen mit dem Notartermin zu laufen.

Ihr müßt euch aber keine Sorgen machen. Innerhalb der 6 Wochen werdet ihr ja die Wohnung inspizieren und die Kontoauszüge usw. finden. Mal zur Bank gehen, wo man dann auf ein Darlehn oder so hinweisen wird.

Sollte dann nach 10 Wochen plötzlich jemand mit einem Uraltttitel auftauchen über den es bei der Tante keine unterlagen gab, würde die Frist neu aufleben.

Aber wenn dann schon Geld vom Konto verbraucht wäre, oder Wertpapiere verkauft, müßte man das Geld natürlich wieder herausgeben.

Die Ausschlagungsfrist von 6 Wochen beginnt in deinem Fall sicher nicht vor der gerichtlichen Verkündung bzw. notariellen Eröffnung. Also es besteht in der Tat für dich kein Grund zu deiner Sorge.

Erbschaftssteuer zusätzlich zur Schenkungssteuer?

Die Sache ist ein bisschen kompliziert: Meine Oma hat 2 Häuser. Um der hohen Erbschaftssteuer zu entgehen, hat sie vor 10 Jahren eines davon meiner Mutter geschenkt (da viel also Schenkungssteuer an), nun möchte sie ihr das nächste schenken. Das erste Haus allerdings, das sie meiner Mutter bereits geschenkt hat, will sie jetzt mir vererben (sie kann das Haus wohl von meiner Mutter zurückfordern). Nun meine Frage: Wenn für das Haus vorher bereits Schenkungssteuer gezahlt wurde, fällt es ja aus der Erbmasse raus. Wenn meine Oma das Haus jetzt wieder zurücknimmt, und an mich vererbt, muss man dann nochmal Erbschaftssteuer dafür zahlen obwohl davor schon Schenkungssteuer bezahlt wurde? Leider baut meine Oma derzeit geistig stark ab und wir schauen alle hilflos zu, wie sie die Immobilien hin und her schieben will und machen uns natürlich Sorgen, dass wir die Steuern dafür später nicht bezahlne können. Danke schonmal.

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Eltern verstorben. Wir Geschwister bilden vorrübergehend Erbengemeinschaft einer Immobilie bis ich ausgezahlt bin. Sind Reparaturkosten bis dahin zu teilen?

Unsere Eltern sind vor 3 Monaten verstorben und haben uns 2 Geschwistern u.a. eine Immobilie hinterlassen. Ich will mich auszahlen lassen. Die Immobilie soll dann auf meine Schwester überschrieben werden, da sie diese auch bewohnt und zu 75% Haupterbin ist, während ich 25% Anteil erbe. Bis wir uns auf den Auszahlungsbetrag geeinigt haben, bilden wir somit vorrübergehend eine Erbengemeinschaft. Meine Schwester zieht den ganzen Prozess leider sehr in die Länge. Nun verlangt sie, dass ich mich an plötzlich notwendigen Reparaturkosten für das Dach der Immobilie beteiligen soll, da ich ja offiziell noch Miteigentümer bin. Hat sie das Recht auf ihrer Seite? Wenn ja, was ist, wenn wir uns wegen ihr in 6 oder 12 Monaten immer noch nicht einigen können und plötzlich weitere Reparaturarbeiten anfallen? Gibt es da gesetzliche Regelungen und Grenzen? Vielen Dank!

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Kapital im Ausland, als was am besten nach Deutschland bringen?

Hallo,

meine Familie und ich möchten uns den Traum vom Eigenheim verwirklichen. Die Familie meines Vaters hatte im Ausland vor Jahren Geld vererbt bekommen. Davon hat mein Vater das Recht auf 20.000 Euro die derzeit auf dem Konto seines Bruders im Ausland liegen.

Diese 20tsd würden wir gerne als Eigenkapital für die Hausfinanzierung verwenden.

Nun brauchen wir natürlich einen Eigenkapitalnachweis um bei der Bank nachweisen zu können dass dieses geld existiert. Unsere Beraterin sagte, dass zunächst der Kontonachweis und ein Zweizeiler meines Onkels, dass er das Geld meinem Vater "schenkt" genügen.

Dies ist alles soweit machbar. Nun Frage ich mich jedoch ob dieses geld versteuert werden muss. Ich habe gelesen dass der Freibetrag bei Geschwistern bei 20.000 euro liegt, also würde dies ja genau passen. Gilt das auch für Schenkungen aus dem Ausland? Und macht es einen Unterschied dass Geld als Schenkung oder als Erbe zu verzeichnen?

Ich hatte meinen vater vorgeschlagen, dass mein Onkel das geld sofort überweisen könnte und uns somit der Nachweis leichter fallen würde. Jedoch hat mein Vater bedenken dass es sofort Probleme mit dem Finanzamt geben könnte und diese das Geld konfiszieren.

Wir sind da sehr unerfahren und möchten nichts von dem geld verlieren.

Ich bedanke mich fur Alle Helfer im voraus. :)

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Hilfe Steuer nach Hausverkauf (Erbe)

Hallo liebe Mitglieder! Ich habe eine recht komplexe Frage, die mir bisher niemand so recht beantworten konnte bzw ich viele widersprüchliche Ratschläge, auch von "Profis", erhalten habe. Darum hoffe ich, ich finde hier Hilfe :-) Nach dem Tod meiner Mutter 2005 habe ich das Elternhaus gemeinsam mit meinen beiden Geschwistern zu gleichen Teilen geerbt. Leider gab es keinen Konsens, wie wir als Erbgemeinschaft mit dem Haus verfahren, so dass meine Schwester 2009 die Teilungsversteigerung beantragt hat. Beim 2. Versteigerungstermin 2010 haben mein Bruder und ich unser Elternhaus gemeinsam ersteigert. Der Kauferlös wurde, abzüglich der Gerichtskosten, zu gleichen Teilen zwischen allen drei Geschwistern aufgeteilt. Ab diesem Zeitpunkt, 2010, haben mein Bruder und ich alles versucht, das ersteigerte Haus zu verkaufen. Summa summarum hat der Prozess knapp vier Jahre gedauert, denn es ist nicht einfach, auf dem platten Land ein älteres Haus zu verkaufen. Im Sommer 2014 haben wir endlich einen Käufer gefunden; Notartermin usw. Nun habe ich Post vom Finanzamt, dass ich als Rentnerin wie auch mein Bruder Spekulationssteuer zahlen müssen für den Hausverkauf - und zwar nicht zu knapp! Der Steuerberater meines Bruders sagt, dass dies rechtens ist weil das Haus uns beiden erst seit vier Jahren gehört und leer stand (nicht von einem von uns bewohnt). Mein früherer Kollege aus der Buchhaltung hingegen spricht auch hier vom Fußstapfenprinzip, da die Erben das Eigebtum der Eltern zurück ersteigert haben. Wer weiß Rat, wie die Sachlage tatsächlich ist? Ich bin dankbar für jeden Hinweis! :-)

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Erbe und Elternunterhalt bei Alkoholikerin?

Hallo,

mein Opa ist vor ca. 2 Jahren gestorben und hat meiner Schwester und mir zwei Wohnungen per Testament vererbt. Mein Opa hat zwei Töchter. Meine Tante hat bereits eine andere Wohnung per Schenkung erhalten, meine Mutter wurde bis auf das Nießbrauchrecht einer unserer Wohnungen, welche zudem noch nicht vollständig abgezahlt ist, enterbt. 

Leider entwickelt sich meine Mutter (52 J.) durch ihr Verhalten (Alkoholikerin) immer schneller zum Pflegefall. Aufgrund der Zeichenbegrenzung etwas mehr Hintergrund dazu im ersten Kommentar.

Sie hatte bereits früher (unbegründet) eine Pflegekraft, wodurch uns damals das Sozialamt anschrieb aber glücklicherweise befreite. Da sie ihren Lebensstil nicht geändert hat, kommen mittlerweile auch (alkoholbedingte) Krankheiten hinzu, wodurch sie wirklich bald ein Pflegefall werden könnte. 

Nun versuchen meine Schwester und ich natürlich, unser Erbe und "Vermögen" zu schützen, da unsere Mutter uns im Leben bisher ausschließlich geschadet hat, zudem nichts (außer Schulden) hinterlassen wird. Auch haben wir im letzten Jahrzehnt sehr sparsam gelebt, um aus diesen Verhältnisse rauszukommen. Jetzt zusehen zu müssen, wie dies uns ggf. wieder genommen wird, fühlt sich sehr unfair an. 

Daher haben wir folgende Fragen:

  • Denkt ihr, dass wir für unsere Mutter aufkommen müssen? Diverse Nachweise über das Fehlverhalten unserer Mutter in der Kindheit (z.B. Unterhaltstitel) und ggü. unserem Vater liegen vor und hatte das Sozialamt bereits einmal akzeptiert. Allerdings war das Erbe damals noch kein Thema.
  • Könnte meine Mutter ihren Pflichtteil einklagen? Wie hoch wäre dieser?
  • Sie ist neu verheiratet, natürlich mit einem Alkoholiker. Dieser hat durchblicken lassen, nur wegen dem potenziellen Erbe geheiratet zu haben. Hat er hier irgendwelche Möglichkeiten?
  • Kann das Sozialamt, sobald eine Forderung vorliegt und es über die Nachlasssituation Bescheid weiß, den Pflichtteil einklagen?
  • Können private Gläubiger irgendwie dafür sorgen, dass der Pflichtanteil eingeklagt wird? Unserer Mutter ist vermutlich in einem privaten Insolvenzverfahren.
  • Das Nachlassverfahren ist noch nicht ganz durch - kann unsere Mutter das Erbe ablehnen? Gibt es eine Frist? Entfällt dadurch auch ihr Anspruch auf den Pflichtteil?
  • Kann das Sozialamt uns zwingen, die Wohnungen zu verkaufen, wenn wir nicht anderweitig für die Pflege aufkommen können?
  • Falls sie ihren Pflichtteil einklagen könnte, also z.B. einen Teil der Wohnungen, wer bekommt diesen dann, wenn sie verstirbt? Wir hatten eigentlich vor, ihr Erbe aufgrund der Schulden abzulehnen.
  • Wäre es vielleicht sinnvoll, direkt zu einem Anwalt für Familienrecht / vor Gericht zu gehen?

Wir versuchen aktuell, uns solange wie möglich selbst um sie zu kümmern. Bei einem Stundensatz von ca. 60€/h des Dienstes erledigen wir den Einkauf lieber selbst, soweit/solange noch möglich. Natürlich gegen unseren Willen, aber unsere Mutter scheint hier leider am längeren Hebel zu sitzen.

Vielen Dank für die Zeit und Auskünfte. 

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Wenn die Kinder das Erbe des Vaters ausschlagen, wird die Ehefrau dann Alleinerbin?

Hallo,

Leider ist mein Vater am letzten Montag verstorben. Die letzten Tage bis zur Beerdigung waren sehr schwer. Da meine Mutter in tiefer Trauer ist, kümmere ich mich seit gestern um den "Papierkram danach".

Der nächste wichtige Punkt ist nun das Erbe. Damit will ich mich vor allem kommende Woche befassen und beim Nachlassgericht (bzw. Notariat) anrufen. Doch ist mir nun aufgefallen, dass mehrere Unklarheiten bestehen.

Meine Eltern haben ein stattliches Vermögen angehäuft und beide haben zusammen einen privaten, letzten Willen verfasst. Aber dieser wurde mit dem PC erstellt und im Netz habe ich nun gelesen, dass er trotz Unterschrift rechtlich ungültig ist. D.h. es wird also zur gesetzlichen Erbfolge kommen. Neben meiner Mutter und mir (Sohn), wäre auch meine Schwester berechtigt. Meine Schwester und ich haben keine Kinder. Die Eltern meines Vaters leben nicht mehr, er hat jedoch eine Schwester (meine Tante), die ein Kind und zwei Enkelkinder hat.

Wenn ich das Erbrecht richtig verstehe, würden meine Mutter 1/2 erben und meine Schwester und ich jeweils 1/4 (nach Erbe 1. Ordnung). Jetzt ist es so, dass ich eigentlich aufs Erbe verzichten würde und ich auch meine Schwester dazu überreden möchte. Ich möchte einfach, dass meine Mutter das Geld nutzt, um sich schöne Dinge zu leisten, die ihr etwas Trost spenden. Allerdings frage ich mich jetzt, wird sie in diesem Fall Alleinerbin oder wird dann die Schwester meines Vaters erbberechtigt?

Ich will nicht, dass weitere Verwandte das Geld bekommen, mein Vater hat es für meine Mutter und sich gespart und es soll kein Dritter davon profitieren! Weiterhin ist es aber auch so, dass das Ausschlagen des Erbes auch Gebühren verursacht. Daher die Frage, muss dem Nachlassgericht nachgewiesen werden, dass die Erben ihren Erbanteil erhalten haben?

Die Idee ist, dass wir die gesetzliche Erbfolge akzeptieren und abzeichnen, das Geld aber von unserer Mutter nicht einfordern. Ist sowas überhaupt möglich?

Außerdem ist neben Bankkonten auch eine Immobilie vorhanden. Muss diese verkauft werden für eine Auszahlung oder reicht es, wenn der Pflichtteil der Kinder aus den Bankkonten erbracht wird?

Letzte Frage: Nehmen wir an, meine Schwester und ich schenken das Erbe zurück an die Mutter, gäbe es dann Probleme mit dem Finanzamt, wenn der jeweilige Freibetrag nicht überschritten wird?

Ich weiß, dass es nun mehrere Fragen waren, aber ich denke, dass es besser ist dies so zu erfragen statt entsprechend viele neue Fragen zu erstellen. Da der Fall noch etwas komplizierter ist (Thema Vermögensgegenstände für das Erbe), mir aber langsam der Platz ausgeht, muss ich die weiteren Punkten in einer anderen Frage nachfragen.

Danke

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