Erbsteuer umgehen

6 Antworten

Gute wenn man rechtzeitig daran denkt, aber vermutlich kaum Gefahr.

  1. Freibetrag pro Kind und Elternteil 400.000,-. Also können insgesamt 800.000,- pro Kind steuerfrei alle 10 Jahre übertragen werden.

  2. Danach fängt es mit vergleichsweise moderaten 7 % für den überschießenden Betrag an.

  3. wenn man die 10 Jahre Regelung möchte, das Datum der Schenkung genau festhalten (bei Immobilien kein Problem, weil Beurkundung notwendig), damit man nciht versehentlich etwas zu früh die nächste Schenkung macht. Es wird tag genau gerechnet.

  4. Fall bei Immobilien noch die Rechte der Eltern gesichert werden sollen. Das Wohnrecht nehmen, nicht den Nießbrauch. Damit verliert man die AfA (wenn sie denn benötigt wird), weil der Nießbraucher keine Basis für die Abschreibung hat, und der Nießbrauchverpflichtete hat keine Einnahmen, wogegen er sie setzen kann.

Wäre noch anzumerken, es wäre zu prüfen, ob die Erbmasse wirklich 1,2 Mio € übersteigt. Erst dann sollte man sich Gedanken über Schenkungen machen um Erbschafts-/Schenkungssteuer zu sparen. Ansonsten haben die Beschenkten nämlich auch für die Instandhaltung und Modernisierung der Immobilie zu sorgen.

0
@Snooopy155

Wieso 1,2 Mio?

pro Kind 800.000, also 0,8, oder 1,6, oder .... usw.

0

Mach Dir mal Gedanken darüber, wieso das einschlägige Gesetz "Erbschaft- und Schenkungsteuergesetz" heißt! Wenn es so einfach wäre Steuern zu sparen wie es Dir vorschwebt, würde es ja jeder machen. Ein gravierender Vorteil besteht aber: Während man nur einmal stirbt, kann man alle 10 Jahre wieder steuerfrei schenken, sofern man sich innerhalb der Freibeträge bewegt.

Der Freibetrag beträgt im übrigen bei Erbschaften UND Schenkungen an Kinder PRO Elternteil 500.000 Euro. Sag mir jetzt nicht, dass Du mehr erwartest.

Ehen zwischen Eltern und ihren Kindern sind in "D" nicht zulässig. Daher nur 400.000,-.

2
@Privatier59

Erinnert mich an die preisfindung. "Was nehmen wir dafür?" "89,- Euro". "Gerundet 100,-". "Nimm 115,-, sieht nicht so pauschal aus."

4

Hallo,

wollte mich nur für die zahlreichen Antworten bedanken, das hilft uns wirklich sehr weiter.

LG!

Hilfe Steuer nach Hausverkauf (Erbe)

Hallo liebe Mitglieder! Ich habe eine recht komplexe Frage, die mir bisher niemand so recht beantworten konnte bzw ich viele widersprüchliche Ratschläge, auch von "Profis", erhalten habe. Darum hoffe ich, ich finde hier Hilfe :-) Nach dem Tod meiner Mutter 2005 habe ich das Elternhaus gemeinsam mit meinen beiden Geschwistern zu gleichen Teilen geerbt. Leider gab es keinen Konsens, wie wir als Erbgemeinschaft mit dem Haus verfahren, so dass meine Schwester 2009 die Teilungsversteigerung beantragt hat. Beim 2. Versteigerungstermin 2010 haben mein Bruder und ich unser Elternhaus gemeinsam ersteigert. Der Kauferlös wurde, abzüglich der Gerichtskosten, zu gleichen Teilen zwischen allen drei Geschwistern aufgeteilt. Ab diesem Zeitpunkt, 2010, haben mein Bruder und ich alles versucht, das ersteigerte Haus zu verkaufen. Summa summarum hat der Prozess knapp vier Jahre gedauert, denn es ist nicht einfach, auf dem platten Land ein älteres Haus zu verkaufen. Im Sommer 2014 haben wir endlich einen Käufer gefunden; Notartermin usw. Nun habe ich Post vom Finanzamt, dass ich als Rentnerin wie auch mein Bruder Spekulationssteuer zahlen müssen für den Hausverkauf - und zwar nicht zu knapp! Der Steuerberater meines Bruders sagt, dass dies rechtens ist weil das Haus uns beiden erst seit vier Jahren gehört und leer stand (nicht von einem von uns bewohnt). Mein früherer Kollege aus der Buchhaltung hingegen spricht auch hier vom Fußstapfenprinzip, da die Erben das Eigebtum der Eltern zurück ersteigert haben. Wer weiß Rat, wie die Sachlage tatsächlich ist? Ich bin dankbar für jeden Hinweis! :-)

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?