Erbschaftssteuer zusätzlich zur Schenkungssteuer?

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2 Antworten

Die Konstruktion st äußerst ungünstig gewählt.

Sie hat das Haus Deiner Mutter geschenkt, damit viel Schenkungssteuer an (ist sowieso das gleiche wie Erbschaftsteuer, nur eben, wie man sagt mit warmer Hand).

Wenn sie es nun zurückfordert, ist das eine Sache, die die frühere Steuer nciht mehr minder. Also fällt durch die Schenkung, oder Vererbung an Dich eine neue und dazu höhere Steuer an, weil die Freibeträge für Dich als enkel eringer sind.

Weit besser folgende konstruktion. Sie schenkt an die Tochter (weil hoher Freibetrag) mit der Auflage an Dich weiter zu vererben, oder zu schenken (weil wieder der hohe Freibetrag. Für das zweite Haus kann sie ja einen anderen Enkel einsetzen, wenn vorhanden und wenn Sie will).

Das wäre Steueroptimal.

Es ist vollkommen egal, ob ein verschenktes Objekt schon mal besteuert wurde. Jeder Schenkungs-/ Erbvorgang ist gemäss den steuerlichen Aspekten zu beleuchten. Wenn also deine Mutter das Haus zurück will und dir schenkt, dann zahlst du ggf. Schenkunssteuer.

Schenkungen "verfallen" nur insofern bei der Betrachtung eines Erbes, wenn 10 Jahre vergangen sind. Stirb der Schenkende 5 Jahre nach der letzten Schenkung, wird die Schenkung zum Erbe hinzugerechnet.

Freibeträge beachten: eine Tochter/Sohn hat deutlich höhere Freibeträge als ein Enkel bei Schenkunden/ Erbe. Also ist die Schenkung/ Erbe an einen Enkel meist besser über den "Umweg"

  1. Schenkung an Tochter/ Sohn
  2. Schenkung an Tochter/ Sohn der Tochter/ Sohn = Enkel.

Der skizzierte Fall ist also in meinen Augen "optimierbar". Deine Mutter sollte an die verschenken, nicht deine Oma nach Rücknahme des Hauses an dich.

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