Erbschaft vermietete Immobilie

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Schuldzinsen können nur abgesetzt werden, wenn sie im Zusammenhang mit der Anschaffung einer vermieteten Immobilie gezahlt werden. Eine Erbschaft ist jedoch keine Anschaffung. Deswegen kann hier kein Abzug erfolgen.

Ist die Steuerschuld aber nur durch Verkauf der Immobilie zu begleichen, muss das Finanzamt einer Stundung zustimmen. Auf Antrag geht das über 10 Jahre und zinsfrei. Du hättest also ggf. die Möglichkeit, die Steuerschulden über die Mieterträge zu zahlen.

Ach so, du meinst, er wollte die Zinsen bei der Einkommensteuer ansetzen. Ich dachte, er wollte die Mieteinnahmen in die Erbschaftsteuer bringen.

Wie kommst du denn auf den letzten Absatz, das würde mich mal inhaltlich interessieren.

1
@EnnoBecker

Du bist natürlich der Fachmann - aber gilt das hier nicht?:

http://www.erbrecht-ratgeber.de/erbrecht/steuern/stundung_erbschaftsteuer.html

Eine Stundung der Erbschaftssteuer kommt weiter dann in Betracht, wenn zum steuerpflichtigen Erwerb ein Grundstück, das zu Wohnzwecken vermietet ist, oder ein Ein- oder Zweifamilienhaus bzw. eine Eigentumswohnung gehört, die der Erbe selber zu Wohnzwecken nutzt. Wenn der Erbe oder Vermächtnisnehmer die auf diese Immobilien entfallende Erbschaftsteuer nur dadurch aufbringen kann, indem er die Immobilien veräußert, dann ist ihm auf Antrag eine Steuerstundung zu gewähren.

Ich verstehe auch den § 28 ErbStG so.

0
@EnnoBecker

Auf ein "richtig" von Dir zu eigentlich Deinem Thema werde ich mir heute abend noch richtig einen gönnen :-))

0

Ich würde Rubinek da zustimmen, es hilft am besten, wenn man einen Exptern befragt. Der kann einem mit einer größeren Sicherheit sagen, was stimmt, was nicht und was man machen soll.

Wie wäre es (sinnvoll) einen Steuerberater einzuschalten, der sich damit auskennt? Nähere Daten von Dir sind ja hier nicht bekannt!

Nein, weil die Mieteinnahmen zur Einkommensteuer gehören und nicht zur Erbschaftsteuer. Allenfalls könnte man prüfen, ob die Zinsen bzw. Finanzierungskosten als Nachlassverbindlichkeiten abgezogen werden können. Aber dazu müsste es schon eine Spezialvorschrift geben, denn es sind ja nun tatsächlich keine Nachlassverbindlichkeiten, sondern deine eigenen Verbindlichkeiten für die Bezahlung von Steuern.

Was möchtest Du wissen?