Erbregelung treffen - ist das so zulässig?

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4 Antworten

Es ist ohnehin doch so, daß das Geld aus einer Erbschaft nicht an Ehegatten von Erben geht, sondern an Erben. Das sind mithin leibliche Verwandte, z.B. die Kinder. Verstirbt das Kind, so gibt es ggf. Nacherben (z.B. die Enkel, d.h. die Kinder des verstorbenen Kindes), nicht jedoch fällt das Erbe dann an den Ehegatten des Kindes.

Daher: die einfachste Regelung ist hier, keine Regelung zu treffen, denn dann werden irgendwelche anderen Erbberechtigten erben. In keinem Fall ist der Ehegatte des verstorbenen Kindes auf der Liste.

Überlebt das Kind die Eltern, so erbt es.

Überlebt das Kind die Eltern nicht, so erben die Kinder des Kindes und ggf. seine Großeltern (also die Eltern der verstorbenen Person).

Wo genau ist nun das Problem?

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Kommentar von EnnoBecker
17.10.2013, 06:27

DH!

Nachzulesen in §§ 1924 ff BGB.

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Kommentar von imager761
17.10.2013, 07:03

daß das Geld aus einer Erbschaft nicht an Ehegatten von Erben geht, sondern an Erben.

Die Frage war doch vielmehr, ob man verhindern könnte, dass doch.

Könnte man aber nur bezogen auf den Pflichtteil, also durch Ebterbung und in der Hoffnung, dass sie keine eigenen oder adoptierten Kinder bekäme. Nur ist von einer derartigen Halbierung des Anspruchs nicht die Rede, sondern von einer strikten Zweckgebundenheit "Tochter oder nichts", die nicht herstellbar wäre.

Merke: Erbfolgeregelungen sind von den Erben als Vorschlag der eigenen Nachlassteilung aufzufassen, an die sich keiner halten muss, so genial sie auch erdacht wurden.

G imager761

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Nein, für einen anderen oder über seinen eigenen Tod hinaus kann man keine Erbfolgeregelung treffen.

Seinen Nachlass bekommen immer die (testamentarisch oder) gesetzlichen Erbbrechtigten, demnach (auch) das Kind, nicht dessen Partner. Dass das indirekt anders verteilt würde, kann man weder bestimmen noch ausschliessen :-(.

Das ererbte und damit eigene Vermögen kann das Kind zuwenden, wem und wann immer es das möchte. Und der Ehepartner hätte mindestens ein Pflichteils- und Zugewinnanspruch, egal, ob dir - bezogen auf deinen ihm einmal zugefallenen Nachlassanteil daran - das dann gefiele oder nicht. Nur kostet dich das nun keine schlaflosen Nächte, da du es nie erfahren würdest.

G imager761

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du willst also über den Tod hinaus festlegen, wie das Vermögen weitervererbt werden soll, also für den Fall, dass die Mutter stirbt, die Tochter erbt. Wenn dann die Tochter stirbt, dann sollen die Vermögensteile der Mutter nicht an deren Ehegatten gehen?

Nein, das geht nicht. Über den Tod hinaus hat man keinen Einfluss. Man könnte das Erbe schon jetzt so gestalten, dass nicht die Tochter alle erbt, sondern die, die dann erben sollten.

Oder man trifft mit der Tochter eine Vereinbarung, wie sie zu Lebzeiten die entsprechenden Vermögensteile verteilen soll.

Man hätte die Möglichkeit zu verschenken und im Todesfalle des Kindes diese Vermögensteile wieder zu erhalten. Dann könnte die Mutter erneut entscheiden, wie das Erbe aussehen soll.

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Ja, da muss man im Testament das Kind als Vorerben und den anderen als Nacherben einsetzen.

Dabei sollte amn sich vom Notar helfen lassen. Das lohnt sich.

Viel Glück

Barmer

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