Erbrechtsfrage: wenn ich Erbteil nicht einfordere und Konten auf Mutter umgeschrieben werden...

3 Antworten

Als Erbe ist es deine Entscheidung, ob du das Erbe annehmen willst oder ob du es ablehnst. Die Entscheidung beeinflusst die anderen Erben in dem Sinne, dass ich der Betrag der aufgeteilt wird nicht verändert, aber deren Teile mehr werden. Das ist dann aber keine Schenkung. Ein Schenkung wäre es wenn du das Erbe annimmst und es dann sofort an deine Mutter weitergibst. Das macht wenig Sinn, deswegen macht man das auch nicht... So wie du es beschreibst ist es aber keine Schenkung sondern Erbe.

Wenn Dein Mann das Haus bewohnt, hat er auch ein Recht auf seine Privatsphäre.

Vereinbare einen Termin, hole Deine Sachen ab (alle) und alles ist gut.

Sorry, hab das Ändern nicht mehr geschafft, hier gehört diese Antwort nicht hin.

Aber zu der Frage:

Der Verzicht auf einen Erbanteil ist keine Schenkung, da der Anteil der Mutter dadurch erhöht wurde, hat es für sie steuerlich denselben Effekt.

Nach dem Verzicht erlöscht Dein Anspruch, Du kannst nur den Anteil (zusammen mit dem Rest) zu gegebener Zeit von der Mutter erben.

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@Mikkey

das hat mir gerade ein Stirnrunzeln und einen verwunderten Blick gemacht, es ist zwar spät aber von Höusern und Privatsphäre war da wirklich nicht die Rede ;-) Kann mal vorkommen

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@Mikkey

Du verwechselst schon wieder etwas: Hier ist nicht von Verzicht, sondern Ruhenlassen eines 1/4-Miterbanspruchs die Rede. Und der besteht 30 Jahre lang fort.

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gilt das dann als Schenkung gegenüber der Mutter?

Nein.

Ohne anderslautendes Testament wäre dir nach der gestzlichen Erbfolge dein Erbe zur Erbquote automatisch zugefallen, Vonselbsterwerb der Gesamtrechtsnachfolge, § 1922 BGB.

Oder hat man nach wie vor einen Anspruch, der nur verschoben wird?

Richtig.

Ob man den Erbanspruch faktisch zeitnah zum Erbfall ausgezahlt bekommt oder nicht: 6 Wochen nach Kenntnis der Erbenstellung wären Nachlassgegenstände oder Vermögenswerte 30 Jahre lang beanspruchbar, aber auch sämtliche Erbfallschulden innerhalb der Verfristung von FGorderungen (meist 3 Jahre) auch allein und in voller Höhe von dir beanspruchbar.

Nur mit Erbausschlagung, also ausdrücklichen Verzicht (nach dem Erbfall auch formlos durch mündliche Erklärung der Erbengemeinschaft gegegnüber wirksam erklärt) verlörst du diesen Anspruch bzw. Haftung.

G imager761

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