Erbrecht der türkischen Zweitfrau, wenn 2 Kinder aus 1. Ehe vorhanden sind?

4 Antworten

Gesetzliches Erbrecht:

Gem. § 1371 BGB 1/4 + gem. § 1931 1/4 an die Ehefrau, also 1/2.

Für die Kinder die andere Hälfte.

Den Hausrat bekommt die Ehefrau vorab.

Bezüglich aller anderen Sachen ist die Ehefrau auskunfts- und rechenschaftspflichtig § 2027 BGB.

Also weg zum Anwalt und ggf. eine einstweilige Anordnung erwirken lassen.

Woher ich das weiß:
Berufserfahrung
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Vielen Dank für die qualifizierte Auskunft

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Da es kein Testament gibt und der Erbfall hier in Deutschland eingetreten ist, sind die Kinder aus erster Ehe natürlich erbberechtigt. Der gemeinsame Hausrat fällt der Ehefrau zu, aber der Erlös aus dem Verkauf des Fahrzeug fällt in die Erbmasse. Die beiden Kinder sollten schnellstmöglich sich an das Nachlaßgericht wenden, um dort auch ihre Ansprüche melden. Da es sich so liest, wie wenn die zweite Ehefrau den Wohnort Deutschland aufgeben will, sollten die Kinder dem auch mittels Anwalt verhindern, dass die Erbmasse vor der Aufteilung aus Deutschland in die Türkei verbracht wird, denn dort werden sie Ihre Ansprüche nicht mehr durchsetzen können.

Das Verhalten der türkischen Ehefrau ist rechtswidrig.

Insgesamt ist das Thema hier ausführlich behandelt:

https://www.erbrecht-ratgeber.de/erbrecht/erbschaft/nachlassgegenstand.html

Die Erbfolge hat ja der geschätzte Kollege "wfwbinder" bereits erklärt.

Auch von mir der dringende Rat, hier unverzüglich einen Anwalt einzuschalten bevor die beiden Kinder noch mehr hinterherlaufen müssen.

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Man müsste wissen, wann das Auto verkauft wurde.

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vielen Dank für die qualizierte Auskunft

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Erbe von Halbschwester?

Guten Tag! Mein Vater hatte schon zwei Toechter aus erster Ehe und war geschieden, als ich als Tochter seiner zweiten Lebensgefaehrtin (keine Heirat) geboren wurde. Sowohl unser Vater wie die Mutter meiner zwei Halbschwestern sind seit wenigen Monaten (kurz nacheinander) verstorben. Nun ist leider auch eine meiner Halbschwestern ploetzlich verstorben. Letztere war nicht verheiratet, hatte keine Kinder und auch kein eigenes Vermoegen, aber hatte natuerlich kuerzlich von ihren beiden verstorbenen Eltern geerbt. Ich moechte wissen, ob ich nun von meiner verstorbenen Halbschwester einen Teil von diesen Ebanteilen ihrer Eltern erbe, und wenn ja, zu welchem Anteil mit der noch lebenden (vollbluetigen) Schwester der Verstorbenen. Uebrigens war unser Vater Italiener und lebte in Italien, in seinem Fall gilt also das italienische Erbrecht. Hierueber kann ich mich anderweitig informieren, meine Frage gilt also insbesondere dem Erbanteil, den meine Halbschwester von ihrer (mit mir nicht verwandten) Mutter geerbt hatte, die Deutsche war und in Deutschland wohnhaft war, aber ausser einer Wohnung in Deutschland noch eine in Italien besass. Ich hoffe, diese vertrackte und wohl eher ungewoehnliche Lage einigermassen verstaendlich ausgedrueckt zu haben. Vielen Dank!

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muss Unterhalt gezahlt werden trotz grundsichrung

Aus erster Ehe habe ich einen fast 21 jährigen behinderten sohn. Bis zum 18. Lebensjahr habe ich regelmäßig Unterhalt gezahlt danach wurde die Zahlung ihrerseits nicht mehr eingezogen und nicht neu gefordert. Ich habe neu geheiratet und 2 Kinder im Alter von 4 und 14 jahren. Mein 1. Sohn lebt bei der Mutter und bezieht Grundsicherung, Lohn aus der Arbeit der behinderter werkstatt und blindengeld. Jetzt nach 3 jahren kam Post vom Anwalt auf Berechnung des kindesunterhalt. Frage 1: müsste ich trotz Grundsicherung Unterhalt zahlen ? Frage 2 : muss ich dem Anwalt alle finanziellen Einkünfe offen legen oder reicht es wenn ich ihm mitteile das kein Vermögen vorhanden ist und mein Einkommen weit unter 100.000 € liegt ? . Frage 3 : es wird mit Gericht gedroht , hinhalte Taktik ?? Oder soll ich es darauf ankommen lassen

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Erbe meines Vaters

Hallo Ihr Lieben, ich habe eine ungewöhnliche Frage an Euch. Es liegt folgendes Konstellation vor mein Vater ist recht vermögend und verheiratet in zweiter Ehe. Es gibt meine Schwester und mich. Ausserdem gibt es von meinem Vaters Frau einen Sohn weswegen ich das ganze hier für meinen Vater schreibe. Mein Vater möchte ganz gerne das nach seinem Ableben alles in soweit geregelt ist das der Sohn seiner Frau möglichst nichts von dem Erbe abbekommt. Mein Vater würde gerne sein Testatment so gestalten das er seiner Frau eine monatliche Rente zukommen lässt aber es irgendwie so gestalten das Sie den Pflichtteil nicht bekommt.

Es sind Immobilien vorhanden ca. im Wert von 2 Mio Euro, die Immobilien möchte er auf uns beiden Kinder aufteilen und meiner Stiefmutter eine Wohnung kaufen für ca. 170.000 Euro die aber auf den Pflichtteil angerechnet werden soll. Gibt es die Möglichkeit eine Rente für meine Stiefmama einzurichten die Ihr Ihr Einkommen sichert. Wie kann so etwas umgesetzt werden. Vielen Dank für Eure Antworten

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Kann der Alleinerbe (Ehegatte) das Haus verkaufen und Geld verjubeln?

Erbvertrag

§ 1 Vorbemerkung

Wir sind beiderseits in erster Ehe miteinander verheiratet und leben im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft. Aus unserer Ehe sind 2 Kinder hervorgegangen, namens X und Y

In der Verfügung über unseren Nachlass sind wir weder duch erbvertragliche noch durch wechselbezügliche Verfügungen von Todes wegen eingeschränkt. Vorsorglich widerrufen wir alle bisher von uns errichteten Verfügungen von Todes wegen ausdrücklich.

§ 2 Erbeinsetzung auf den Tod des Zuerststerbenden

Der zuerst sterbende Ehegatte setzt den überlebenden Ehegatten zu seinem·

Alleinerben

ein. Ersatzerben sind die nachstehend genannten Schlusserben

§ 3 Herausgabevermächtnis

Der Erststerbende wendet hiermit im Wege des Vermächtnisses (nicht Nacherbschaft) denjenigen, die nachstehend als Schlusserben eingesetzt werden - zu dem dort genannten Erwerbsverhältnis - alles zu, was aus seinem Nachlass beim Tod des Überlebenden noch vorhanden sein wird, ohne die hieraus gezogenen Nutzungen.

Jeder Vermächtnisnehmer hat seinem Bruchteil gemäß einen selbständigen Anspruch · Die Vermächtnisse werden erst mit dem Erbfall des Uberlebenden fallig. Sicherheitsleistung kann nicht verlangt werden. Die Vorschriften der§§ 2111, 2121 Absatz 1 und 2 sowie 2130 Absatz 2 BGB finden für das Vermächntnis entsprechende Anwendung.

Sollte ein Abkömmling den Pflichtteil geltend machen, so entfällt sein Vermächtnis
zugunsten des Alleinerben.

Ersatzvermächtnisnehmer sind je deren Abkömmlinge, unter sich nach den Regeln der gesetzlichen Erbfolgeordnung. Stirbt ein als Schlusserbe eingesetzter Abkömmling vor dem überlebenden Ehepartner, so ist der Vermächtnisgegenstand an den anderen als Schlusserben eingesetzten Abkömmlinge , ersatzweise an die übrigen vom Erststerben­ den vorhandenen Abkömmlinge, unter sich nach den Regeln der gesetzlichen Erbfolgenordnung herauszugeben

§ 4 Erbeinsetzung des überlebenden Ehegatten

Der überlebende Ehegatte setzt zu seinen Erben

  1. die Tochter XXX, geb. am XXXX, wohnhaft in .....

Ersatzerben jedes eingesetzten Erben sind dessen Abkömmlinge nach den Regeln der gesetzlichen Erbfolgeordnung. Sind Abkömmlinge nicht vorhanden, tritt Anwachsung an die übrigen eingesetzten Erben ein.

Unsere Sohn XXX wird ausdrücklich enterbt.

§ 5 Pflichtteilsrecht

Wir wünschen nicht, dass auf den Tod des Zuerststerbenden von uns ein Abkömmling seinen Pflichtteil verlangt. Wer beim Ableben des Erstversterbenden Pflichtteilsansprüche geltend macht, wird auf Ableben des Längslebenden mit dem Vermächtnis beschwert, an die anderen Erben wertmässig das herauszugeben, was seinen Pflichtteil auf den Tod des Überlebenden übersteigt. Die danach gegünstigten Vermächtnisnehmer sind im Verhältnis der ihnen zugewandten Erbteile bedacht. Dem Vermächntisausgangsbetrag sind für den Zeitraum zwischen dem ersten und dem zweiten Todesfall Zinsen in Höhe von 5 % jährlich hinzuzurechnen.

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Wenn die Kinder das Erbe des Vaters ausschlagen, wird die Ehefrau dann Alleinerbin?

Hallo,

Leider ist mein Vater am letzten Montag verstorben. Die letzten Tage bis zur Beerdigung waren sehr schwer. Da meine Mutter in tiefer Trauer ist, kümmere ich mich seit gestern um den "Papierkram danach".

Der nächste wichtige Punkt ist nun das Erbe. Damit will ich mich vor allem kommende Woche befassen und beim Nachlassgericht (bzw. Notariat) anrufen. Doch ist mir nun aufgefallen, dass mehrere Unklarheiten bestehen.

Meine Eltern haben ein stattliches Vermögen angehäuft und beide haben zusammen einen privaten, letzten Willen verfasst. Aber dieser wurde mit dem PC erstellt und im Netz habe ich nun gelesen, dass er trotz Unterschrift rechtlich ungültig ist. D.h. es wird also zur gesetzlichen Erbfolge kommen. Neben meiner Mutter und mir (Sohn), wäre auch meine Schwester berechtigt. Meine Schwester und ich haben keine Kinder. Die Eltern meines Vaters leben nicht mehr, er hat jedoch eine Schwester (meine Tante), die ein Kind und zwei Enkelkinder hat.

Wenn ich das Erbrecht richtig verstehe, würden meine Mutter 1/2 erben und meine Schwester und ich jeweils 1/4 (nach Erbe 1. Ordnung). Jetzt ist es so, dass ich eigentlich aufs Erbe verzichten würde und ich auch meine Schwester dazu überreden möchte. Ich möchte einfach, dass meine Mutter das Geld nutzt, um sich schöne Dinge zu leisten, die ihr etwas Trost spenden. Allerdings frage ich mich jetzt, wird sie in diesem Fall Alleinerbin oder wird dann die Schwester meines Vaters erbberechtigt?

Ich will nicht, dass weitere Verwandte das Geld bekommen, mein Vater hat es für meine Mutter und sich gespart und es soll kein Dritter davon profitieren! Weiterhin ist es aber auch so, dass das Ausschlagen des Erbes auch Gebühren verursacht. Daher die Frage, muss dem Nachlassgericht nachgewiesen werden, dass die Erben ihren Erbanteil erhalten haben?

Die Idee ist, dass wir die gesetzliche Erbfolge akzeptieren und abzeichnen, das Geld aber von unserer Mutter nicht einfordern. Ist sowas überhaupt möglich?

Außerdem ist neben Bankkonten auch eine Immobilie vorhanden. Muss diese verkauft werden für eine Auszahlung oder reicht es, wenn der Pflichtteil der Kinder aus den Bankkonten erbracht wird?

Letzte Frage: Nehmen wir an, meine Schwester und ich schenken das Erbe zurück an die Mutter, gäbe es dann Probleme mit dem Finanzamt, wenn der jeweilige Freibetrag nicht überschritten wird?

Ich weiß, dass es nun mehrere Fragen waren, aber ich denke, dass es besser ist dies so zu erfragen statt entsprechend viele neue Fragen zu erstellen. Da der Fall noch etwas komplizierter ist (Thema Vermögensgegenstände für das Erbe), mir aber langsam der Platz ausgeht, muss ich die weiteren Punkten in einer anderen Frage nachfragen.

Danke

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