Erbrecht - Wem ist das Geld zuzuordnen?

3 Antworten

Ich bin anderer Ansicht als der geschätzte Antworterkollege @hildefeuer.

Banktechnisch hat @hildefeuer Recht. entscheidend ist die Kontonummer, besser die IBAN. Keine Bank kümmert sich um den Namen im Feld "Empfänger."

Aber wir sind hier im bürgerlichen Recht, Erbrecht, BGB Buch 5, §§ 1922 ff.

Hier ist die Frage, wem wollte der alte Herr das Geld zuwenden?

Er hat mit dem Empfänger "Christine Meyer-Müller" ausdrücklich eine Zuwendung an seine Tochter beabsichtigt.

Das die Kontonummer von deren Tochter angegeben wurde kann unterschiedliche Gründe haben. Eventuell wollte seine Tochter nicht, dass es auf das gemeinsame Konto mit ihrem Ehemann geht, oder ein anderer Grund.

Wenn Du Dich durch diese Schenkung übervorteilt fühlst, gehe ruhig zu einem Anwalt.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Was soll der Anwalt denn nachweisen? Dass die Mutter das Geld von der Tochter erhalten hat? Nur tatsächlich erhaltene Zuwendungen können ihr zugerechnet werden, meine ich.

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@Andri123

Jein, Ich schlage den Bogen vom BGB (wem sollte es zugewendet werden) hier die Tochter, nicht die Enkelin, zum Steuerrecht in dem nicht gefragt wir, ist es auf dem Konto des begünstigten gelandet, sondern die Frage ist, ist es in den Verfügungsraum der Person gelangt.

Wenn ich ein Honorar zu bekommen habe und sage dem Zahlungspflichtigen, "zahlen sie den Rechnungsbetrag bitte nicht an mich, sondern an meinen Neffen," wer muss es versteuern?

Natürlich ich, denn ich habe über diese Summe verfügt.

Hier hat die Tochter des Schenkers gesagt (mutmaßlich), Papa überweise nicht an mich, sondern an meine Tochter (denn ich möchte meinen Bruder bescheißen).

Es war in ihrem Verfügungsbereich.

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"größeren Betrag an meine Schwester "an Christine Meyer Müller" überwiesen. Allerdings auf das Konto ihrer Tochter "Hedi Müller" "

welch Unsinn, die Überweisung ging doch klar an die Tochter, die auch Kontoinhaber ist. Dort hätte auch Helmut Kohl stehen können. Das bleibt ohne jegliche rechtliche Wirkung.

Ja und auch wenn er sich mit der Konto-Nr. geirrt hat? Das ist unbedeutend.

so, dann wäre ein Fehlüberweisung von Lotto auf mein Konto "an Helmut Kohl" auch mein Geld ...

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@cibabeli

ja klar. Nur kann Lotto das Geld zurückfordern. Dann must Du zahlen. Dazu hat er 4 Jahre Zeit. Der Verstorbene kann das nicht mehr. Er kann ja seinen Irrtum nicht mehr kundtun und kann das Geld auch nicht einklagen. Wie sollte ein Erbe diesen Irrtum des Verstorbenen Nachweisen? Klar wenn ihm auf der Bank eine falsche Konto-Nr. genannt wurde, dann lässt sich das Nachweisen. Wenn der Bankangestellte sagt er hätte da einen Fehler gemacht.

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@hildefeuer

Oder die Schwester hat unter Zeugen die Bankverbindung der Tochter als die ihre ausgegeben.

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