Erbfolge bei Unverheirateten, Kinderlosen?

2 Antworten

Guten morgen Hoss, da hast Du eine perfekte Anwort gegeben, aber ich glaube Obelix wollte es evtl. einfacher.

Hallo Obelix, wenn einer Deiner Eltern stirbt und kein Testament existiert, erbt der überlebende Ehegatte die Hälfte, die Kinder die andere Hälfte zu gleichen Teilen. Die Enkel nur wenn der eigentlich erbende Elternteil verstorben ist.

Du fragtest, wie es bei unverheirateten ist. Bei unverheirateten Eltern, gibt es ja keinen Ehegatten, also erben nur die Kinder.

Bei unverheirateten Eltern gibt es auch nur geringe Freibeträge. Es wäre von einem Testament zugunsten des unverheirateten Partners abzuraten.

Es gilt die gesetzliche Erbfolge. Das heißt, bei Tod erbt der verbleibende Ehepartner die Hälfte des Vermögens, alle Kinder teilen sich die übrige Hälfte. Wenn der verbleibende Elternteil dann auch noch verstirbt, erben alle Kinder zu gleichen Teilen. Aber nur die eigenen Kinder, Lebenspartner gehören nicht dazu. Solltest Du vor Deinen Eltern und vor Deiner Partnerin versterben und ihr wart nicht verheiratet, erbt Deine Partnerin nichts. Bei einer Lebensgemeinschaft lässt sich sowas allerdings per Privatvertrag vor dem Notar regeln.

Vorab Erbe eines Grundstücks bei Geschwistern

Meine Eltern (beide 62) wollen einen Teil ihres Grundstücks (ca. 1000qm) an eine meiner beiden Schwestern vorab vererben bzw. schenken, mit dem Ziel, dass diese dort mit ihrem Lebensgefährten ein Haus baut. Auf dem verbleibenden Rest des Grundstücks (ebenfalls 1000qm) steht das Haus meiner Eltern. Ausser Haus und Grundstück gibt es sonst keine nennenwerten Vermögenswerte. Ein finanzieller Ausgleich für mich und meine andere Schwester kommt somit nicht in Frage. Meine Eltern betonen jedoch ständig, dass keines ihrer Kinder benachteiligt werden soll. Nach ihrem Ableben soll dann ein Ausgleich stattfinden. Meines Erachtens ist gerade dass problematisch. Der Faktor Zeit ist hierbei unkalkulierbar. Ich hab ebenfalls Familie und steck mitten in einer einer Hausfinanzierung. Könnte somit selbst gut Geld gebrauchen. Bei meiner Schwester sinkt durch das vorab geerbte Grundstück der Finanzierungsbedarf gewaltig. Ebenso die über die Jahre auflaufende Zinsbelastung.

Mein Vorschlag wäre, dass Grundstück allen drei Kindern vorab zu vererben. Und meine Schwester zahlt ihre Geschwister aus. Somit könnten alle drei profitieren. Die Koalition aus meinen Eltern und der erbenden Schwester lehnen dieses Vorgehen bislang ab.

Was Tun?

Grüsse Bruce

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Wenn die Kinder das Erbe des Vaters ausschlagen, wird die Ehefrau dann Alleinerbin?

Hallo,

Leider ist mein Vater am letzten Montag verstorben. Die letzten Tage bis zur Beerdigung waren sehr schwer. Da meine Mutter in tiefer Trauer ist, kümmere ich mich seit gestern um den "Papierkram danach".

Der nächste wichtige Punkt ist nun das Erbe. Damit will ich mich vor allem kommende Woche befassen und beim Nachlassgericht (bzw. Notariat) anrufen. Doch ist mir nun aufgefallen, dass mehrere Unklarheiten bestehen.

Meine Eltern haben ein stattliches Vermögen angehäuft und beide haben zusammen einen privaten, letzten Willen verfasst. Aber dieser wurde mit dem PC erstellt und im Netz habe ich nun gelesen, dass er trotz Unterschrift rechtlich ungültig ist. D.h. es wird also zur gesetzlichen Erbfolge kommen. Neben meiner Mutter und mir (Sohn), wäre auch meine Schwester berechtigt. Meine Schwester und ich haben keine Kinder. Die Eltern meines Vaters leben nicht mehr, er hat jedoch eine Schwester (meine Tante), die ein Kind und zwei Enkelkinder hat.

Wenn ich das Erbrecht richtig verstehe, würden meine Mutter 1/2 erben und meine Schwester und ich jeweils 1/4 (nach Erbe 1. Ordnung). Jetzt ist es so, dass ich eigentlich aufs Erbe verzichten würde und ich auch meine Schwester dazu überreden möchte. Ich möchte einfach, dass meine Mutter das Geld nutzt, um sich schöne Dinge zu leisten, die ihr etwas Trost spenden. Allerdings frage ich mich jetzt, wird sie in diesem Fall Alleinerbin oder wird dann die Schwester meines Vaters erbberechtigt?

Ich will nicht, dass weitere Verwandte das Geld bekommen, mein Vater hat es für meine Mutter und sich gespart und es soll kein Dritter davon profitieren! Weiterhin ist es aber auch so, dass das Ausschlagen des Erbes auch Gebühren verursacht. Daher die Frage, muss dem Nachlassgericht nachgewiesen werden, dass die Erben ihren Erbanteil erhalten haben?

Die Idee ist, dass wir die gesetzliche Erbfolge akzeptieren und abzeichnen, das Geld aber von unserer Mutter nicht einfordern. Ist sowas überhaupt möglich?

Außerdem ist neben Bankkonten auch eine Immobilie vorhanden. Muss diese verkauft werden für eine Auszahlung oder reicht es, wenn der Pflichtteil der Kinder aus den Bankkonten erbracht wird?

Letzte Frage: Nehmen wir an, meine Schwester und ich schenken das Erbe zurück an die Mutter, gäbe es dann Probleme mit dem Finanzamt, wenn der jeweilige Freibetrag nicht überschritten wird?

Ich weiß, dass es nun mehrere Fragen waren, aber ich denke, dass es besser ist dies so zu erfragen statt entsprechend viele neue Fragen zu erstellen. Da der Fall noch etwas komplizierter ist (Thema Vermögensgegenstände für das Erbe), mir aber langsam der Platz ausgeht, muss ich die weiteren Punkten in einer anderen Frage nachfragen.

Danke

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