Erbengemeinschaft, Vorempfang

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Angelsiep: Jeder Miterbe ist verpflichtet, den übrigen Erben auf Verlangen Auskunft über die Zuwendungen zu erteilen, die er nach den §§ 2050 bis 2053 BGB zur Ausgleichung zu bringen hat... (§ 2057 BGB). Ich würde der Empfehlung folgend einen Fachanwalt einschalten, zumal die Pflichtigen zur Abgabe über den Mehrempfang nicht bereit sind. Vorher würde ich sie per Einschreibebrief unter Fristsetzung nochmals auffordern und auf die Folgen hinweisen.

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DH für diese präzise Antwort und mein Mitgefühl dem armen Rechtsanwalt. Ich kenne Erbengemeinschaften, die sich selbst die Schultüte und die Gaben zur Erstkommunion vorgerechnet haben-und das 70 Jahre nach Erhalt derselben.

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@Privatier59

Bezüglich Schultüte und die Gaben zur Erstkommunion. Schätzung in €:

Gesamtvermögen > 600.000 Vorempfang je 100.000 bis 200.000

Rest 290.000 Also jeder würde noch ca. 60.000 bekommen.

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Da hilft nur eines - entweder gemeinsam einen Kompromiss finden oder nachweisen, dass die Bargeldzahlungen vom Erblasser mit der Maßgabe gegeben wurden, dass sie dem späteren Erbteil hinzuzurechnen sind. Auskunftsplicht besteht nur dann, wenn der Nachweis erbracht werden kann, dass es sich bei den zahlungen um vorgezogene Erbauszahlungen gehandelt hat.

Ohne anwaltliche Hilfe wird es wohl nicht gehen.

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Oder rechnet das FA 2 Vorgänge:

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Ich hoffe die Frage ist verständlich formuliert.

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