Erbengemeinschaft mit Stiefmutter, die nun verstorben ist und eigene Kinder hat?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Richtig, die beiden Kinder der Frau sind nun dabei.

Erbrecht des Ehegatten § 1371 BGB i.V.m. § 1931 BGB bedeutet, dass die Ehefrau 1/2 des Vermögens geerbt hat (ausser es hätte Gütertrennung bestanden). die andere Hälfte haben sich seine Töchter geteilt.

Wenn nun die Frau verstorben ist, geht deren Anteil an deren Kinder.

Die Erbengemeinschaft besteht nun aus 4 Personen.

Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten.

Realteilung (also jeder bekommt z. B. eines der Gebäude mit Wertausgleich.

Bildung einer GbR um das Vermögen zukünftig gemeinsam zu betreiben.

Am besten von einem Anwalt und/oder Steuerberater beraten lassen.

Geht der Erbteil der Stiefmutter auf deren eigene Kinder über

Genau so. Und darüber verfügen können sie mit Erreichen der Volljährigkeit.

Soll man in solchen Fällen einen Nachlassverwalter bestellen

Warum wollte man den Nachlass mit diesen Gebühren belasten? Der Miteigentumsanteil wird kostenfrei auf den Namen der Kinder eingetragen. Vermögen übergibt man deren Vermögenssorgeberechtigten oder richtet ein Sparkonto mit Verfügung zugunster Dritter ein, dass mit Volljährigkeit Zugriff erlaubt.

https://www.postbank.de/privatkunden/docs/Sparkonto_Erklaerung_zugunsten_Dritter_926_085_000_1213.pdf

Über die Lasten abzüglich der Erträge des Immobilienbesitzes verschickt man Rechnungen an die "Treuhänder" oder zieht es vom Sparbuch beleghaft ein.

G imager761

Erbengemeinschaft, Veruntreuung?

Meine Großmutter ist letztes Jahr verstorben. Erst jetzt habe ich erfahren, dass ich zusammen mit meinen Tanten und Onkeln eine Erbgemeinschaft bilde, die bereits seit dem Ableben des Großvaters einige Jahre vorher besteht. Die Hälfte ging an die Großmutter, die Hälfte an die Erbengemeinschaft lt. gesetzlicher Erbfolge. Nun verhält es sich so, dass ich eben davon nichts wusste und meine Großmutter das ganze Geld "verjubelt" und verschenkt hat an ihre Lieblingskinder. Den anderen hat sie erzählt, dass sie kein Geld hat und, wenn ihre Kinder auf ihren Erbteil bestehen würden, Geld aufnehmen müsse bei der Bank.Zwei Tage später hat sie Beträge im 5-stelligen Bereich bar abgehoben. Dieses Geld hätte ihr aber ja nicht zugestanden, da es der Erbmasse angehörte. Eigentlich darf ja ein Mitglied der Erbengemeinschaft ohne die Einwilligung der anderen nicht einfach so über das Vermögen verfügen. Klar, sie musste ihren Lebensunterhalt bestreiten, aber sie hatte Rente und Witwenrente, war also gut versorgt. Und das Geld wurde ja (ohne Beweise, wir wissen es nur aus Erzählungen) verschenkt. Nun ein Gedanke und ich wäre über eure (fundierte) Meinung sehr dankbar: Hätte die Bank das Geld heraus geben dürfen, nachdem es Teil der Erbmasse war? Hätten nicht alle Hinterbliebenen erst ihr Einverständnis abgeben müssen? So ist es jetzt ja auch. Keiner kann einfach auf das Geld zugreifen, erst, wenn alle einverstanden sind. Kann man die Bank belangen? Ich weiß, die sitzt sicherlich am längeren Hebel, aber wenn die Bank da über ihre Befugnisse hinaus gehandelt hat, obwohl das Vermögen hätte gesperrt werden müssen, dann müsste sie doch auch haften, oder?

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