Erbengemeinschaft Hausverkauf - was muss ich beachten?

2 Antworten

Das ist ein klarer Fall für einen Notar, der die Erbengemeinschaft auseinandersetzen muß und den Hauskauf auch notariell abwickeln muß. So wie ich es einschätze stehen alle Geschwister im Grundbuch und deshalb müssen alle bei der Erbauseinandersetzung auch Unterschriften leisten. Dabei wird der Notar auch den Nachweis verlangen, dass die beiden Brüder schon zu Lebzeiten einen Barausgleich für ihen Erbanteil erhalten haben. Da Da zwiischen Dir und Deiner Schwester Funkstille herrscht, wird es bei der Preisfindung sicherlich nicht einfach werden. Ein Verkehrswertgutachten von einem amtlich bestellten Sachverständigen kann da aber weiterhelfen. Ansonsten ist es Sache des Notars den Geldfluß vertraglich festzulegen und Dir auch entsprechende Sicherungsmöglichkeiten in die Verträge einzubauen. Du mußt aber dem Notar Deine diesbezüglichen Bedenken mitteilen.

Auch wenn es Dir schwerfällt -. bezüglich der Notarauswahl müßt ihr miteinander reden.

"Notarauswahl müßt ihr miteinander reden."

So ist es! Und nicht nur reden, sondern auch alle vier einig sein! Sonst drohen hohe Notarkosten für die Doppelarbeit verschiedener Notare            o d e r     Teilungszwangsversteigerung.



0

connyb:

Bekanntlich sollen Kinder des Erblassers, die als gesetzliche Erben berufen sind, gleichmässig am Vermögven des Erblassers teilhaben.

Die beiden Brüder haben zu Lebzeiten des Vaters besondere Zuwendungen aus seinem Vermögen erhalten.

Vermutlich hat der Vater angeordnet, dass eine Ausgleichung unter den Kindern  zu erfolgen hat. Oder die beiden Brüder haben nachweislich anerkannt, dass ihre Erbanssprüche durch das "Voraus" abgegolten sind.

Folglich wird der Notar in den Erbauseinandersetzungsvertrag  aufnehmen, dass an dich die Hälfte des Marktwertes  zu zahlen ist.

Du kannst eine Menge Geld sparen, wenn auch deine Schwester mit einem  Kurzgutachten eines noch zu bestimmenden Gutachters einverstanden ist. Hierbei bleibt wichtig, dass ihm alle Objektunterlagen zur Verfügung gestellt werden.

Zur Gutachterwahl und den einzelnen Objektunterlagen verweise ich auf  verschiedene Beiträge in diesem Forum.

In welchen Fällen bestellt man einen Nachlaßverwalter?

Habe einen Fall in meiner Verwandschaft. Die Eltern sind Mitte 70. Noch geht es denen gut, daher stellt sich die Frage im Moment nicht. Jedoch kann sich das auch sehr schnell ändern. Die Eltern haben etwas Barvermögen, ein Dreifamilienhaus und eine Eigentumswohnung. Insgesamt 2 Mieter. Einer wohnt in der Eigentumswohnung und einer im Dreifamilienhaus.
Nehmen wir an sie würden versterben und die erben wären 4 Kinder. Leider verstehn die sich übehaupt nicht gut und reden auch kaum miteinander. Der älterste der 4 Kinder ist psychisch Krank und wohnt noch im Haus der Eltern im Dachgeschoß. Miete zahlt er keine, dafür aber etwas an pauschale Nebenkosten. Zu Lebzeiten hat der Vater dem einem Kind 30.000€ geliehen, ohne Zinsen. Schriftlich festgehalten wurde das nicht. Dem anderen Kind hat er 40.000€ geliehen, hierfür wurde eine Grundschuld eingetragen. Zuständig wären im Todesfall nun die Erben. Da die sich aber nicht einig sind und nicht miteinander reden muss eine andere Lösung her. Wäre das nicht der Nachlaßverwalter? Wer kümmert sich um die Mieter und macht die Nebenkostenabrechnungen? Wer kümmert sich um das Barvermögen der Eltern? Wie erfolgt die Aufteilung der Erbmasse? Wie kann das geliehene Geld an die Kinder berücksichtigt werden? Der älterste der Geschwister will nicht ausziehen. Wo soll der hin, daher sollte das Haus auch nicht verkauft werden, damit der älteste der Geschwister drin wohnen bleiben kann. Wer verteilt die Mieteinkünfte der beiden Wohnungen an die Erben? Wie kann das Problem gelöst werden, damit alle einig und zufrieden sind?

...zur Frage

Hilfe Steuer nach Hausverkauf (Erbe)

Hallo liebe Mitglieder! Ich habe eine recht komplexe Frage, die mir bisher niemand so recht beantworten konnte bzw ich viele widersprüchliche Ratschläge, auch von "Profis", erhalten habe. Darum hoffe ich, ich finde hier Hilfe :-) Nach dem Tod meiner Mutter 2005 habe ich das Elternhaus gemeinsam mit meinen beiden Geschwistern zu gleichen Teilen geerbt. Leider gab es keinen Konsens, wie wir als Erbgemeinschaft mit dem Haus verfahren, so dass meine Schwester 2009 die Teilungsversteigerung beantragt hat. Beim 2. Versteigerungstermin 2010 haben mein Bruder und ich unser Elternhaus gemeinsam ersteigert. Der Kauferlös wurde, abzüglich der Gerichtskosten, zu gleichen Teilen zwischen allen drei Geschwistern aufgeteilt. Ab diesem Zeitpunkt, 2010, haben mein Bruder und ich alles versucht, das ersteigerte Haus zu verkaufen. Summa summarum hat der Prozess knapp vier Jahre gedauert, denn es ist nicht einfach, auf dem platten Land ein älteres Haus zu verkaufen. Im Sommer 2014 haben wir endlich einen Käufer gefunden; Notartermin usw. Nun habe ich Post vom Finanzamt, dass ich als Rentnerin wie auch mein Bruder Spekulationssteuer zahlen müssen für den Hausverkauf - und zwar nicht zu knapp! Der Steuerberater meines Bruders sagt, dass dies rechtens ist weil das Haus uns beiden erst seit vier Jahren gehört und leer stand (nicht von einem von uns bewohnt). Mein früherer Kollege aus der Buchhaltung hingegen spricht auch hier vom Fußstapfenprinzip, da die Erben das Eigebtum der Eltern zurück ersteigert haben. Wer weiß Rat, wie die Sachlage tatsächlich ist? Ich bin dankbar für jeden Hinweis! :-)

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?